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Spirale ohne Hormone

Die Spirale ohne Hormone erfreut sich als hormonfreie Verhütungsmethode an einer immer größer werdenden Fan-Gemeinde – und das aus gutem Grund! Immer mehr Frauen wollen sich nicht länger den Risiken und Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel aussetzen1. Doch was macht die hormonfreie Spirale so attraktiv? Und warum wird sie inzwischen auch häufig  jungen Frauen empfohlen? Welches Modell der Spirale ohne Hormone passt zu mir? Finde heraus, ob eine Kupferspirale auch eine gute Verhütungsalternative für dich sein kann.

Vorteile der Spirale ohne Hormone

Die Spirale ohne Hormone ist verglichen mit anderen hormonfreien Verhütungsmethoden besonders zuverlässig. Und das bei einem gleichzeitig günstigen Nebenwirkungsprofil. Die Kosten erscheinen zunächst hoch, weil sie bei der Spirale ohne Hormone als einmalige Investition zu Beginn der Anwendung anfallen. Gerechnet auf die Anwendungsdauer fallen die Kosten geringer aus als für viele andere Verhütungsmittel. Das Einsetzen einer Spirale erfolgt ambulant binnen weniger Minuten in der gynäkologischen Praxis. Je nach GyneFIX® Modell ist nach maximal 5 oder 10 Jahren Anwendungsdauer die Spirale ohne Hormone zu tauschen. Deshalb zählt die hormonfreie Spirale zu den sogenannten LARC-Methoden (LARC= Long-acting reversible contraception).

Bevor du dich für eine hormonfreie Spirale entscheidest, solltest du dir Gedanken dazu machen, wie lange du in etwa verhüten möchtest. Im Optimalfall wird die Spirale so selten wie nötig gewechselt, um die mit jeder Einlage verbundenen Risiken zu minimieren. Hast du einen langfristigen Verhütungswunsch, dann lohnt es sich für dich, über ein 10-Jahres-Modell nachzudenken, auch finanziell. Denn die Kosten von circa 200 bis 300 Euro für die Einlage selbst, die dir deine Frauenarztpraxis in Rechnung stellt, sind modellunabhängig immer gleich. Außerdem ist zu erwähnen, dass du dich nicht irreversibel festlegst, sondern flexibel bleibst. Solltest du dich während der Anwendungsdauer umentscheiden, dann kannst du die Kupferspirale jederzeit von deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt wieder entfernen lassen.

Einmal eingesetzt hast du die Verhütungsfrage für die kommenden Jahre geklärt und die Zeiten, in denen du regelmäßig an die Anwendung deines Verhütungsmittels denken und eine ungewollte Schwangerschaft aufgrund von Anwendungsfehlern fürchten musstest, sind vorbei. Die Spirale ohne Hormone entspricht dem Wunsch vieler Frauen nach einer Verhütungsmethode mit hoher Sicherheit, geringen und selten auftretenden Nebenwirkungen, die wenig Aufmerksamkeit benötigt und unabhängig wirkt. Genau deshalb ist ihr Pearl-Index¹ so gut! Besonders, wenn du eine Skepsis gegenüber hormonellen Verhütungsmitteln und damit verbundenen möglichen Nebenwirkungen wie Akne mit Pickeln, depressiven Verstimmungen, Libidoverlust, Gewichtszunahme und Haarausfall hegst und du deinen natürlichen Zyklus beibehalten möchtest.

(Von links nach rechts) Cu375, Kupferkette GyneFIX® 200, TCu380A

Spirale ohne Hormone verschiedene Modelle

Die Wirkung und der Verhütungseffekt einer Spirale ohne Hormone basieren auf dem seit Jahrzehnten bewährten Wirkungsprinzip von Kupfer. Von der hormonfreien Spirale auf Kupferbasis sind auf dem deutschen Markt unterschiedliche Modelle erhältlich, welche sich in Form, Größe, aktiver Kupferoberfläche und letztlich auch im Preis unterscheiden. Ihre Bezeichnungen lauten Kupferspirale, Kupferkette, Kupferball oder Kupferperlenball. Neuere Entwicklungen der Spirale ohne Hormone berücksichtigen die Form und Größe der Gebärmutterhöhle, welche von Frau zu Frau unterschiedlich ist. Sie erhöhen auf diese Weise den Tragekomfort, die Akzeptanz der Anwenderin und münden aufgrund von positiven Erfahrungen in eine hohe Fortsetzungsrate.

Die jüngste Entwicklung in diesem Bereich ist die hormonfreie Spirale GYN-CS® für die schwangere Frau mit geplantem Kaiserschnitt, welche den Moment der OP auch gleich zum Regeln einer langfristigen hormonfreien Verhütung für die bevorstehenden Jahre nutzen möchte. Dadurch erspart sie sich einen späteren Eingriff in der gynäkologischen Praxis für das Einsetzen einer Spirale ohne Hormone.

Die klassische T-Spirale

Das traditionelle Modell der Spirale ohne Hormone besteht aus einem starren Kunststoffgerüst, welches in einer T-Form gestaltet ist (auch T-Spirale genannt). Diese T-förmige Struktur mit kupferumwickelten Ärmchen ermöglicht die Platzierung in der Gebärmutter. Außerdem ist die Spirale ohne Hormone in einer Omega-Form (auch Omega-Spirale oder Anker-Spirale genannt) erhältlich. Neben diesen klassischen IUD-Modellen (IUD= Intrauterine Device) gibt es auch Varianten mit einem Anteil an Gold (Goldspirale oder Gold-Kupfer-Spirale genannt) oder Silber (Silberspirale).

Eine Spirale ohne Hormone und ohne Kupfer gibt es bisher nicht, denn bislang benötigt sie einen dieser beiden verhütenden Wirkstoffe. Wenn du keine Hormone möchtest und eigentlich auch eine Spirale ohne Kupfer suchst, dann könnte für dich die Kupferkette GyneFIX® der kleinste Kompromiss sein. Sie hat unter den Modellen der Spirale ohne Hormone die kleinste aktive Kupferoberfläche und wird daher auch als die Minispirale bezeichnet. Trotz ihrer minimalen Bauweise ist diese einzige Variante der Kupferspirale mindestens genauso sicher wie die klassische Kupferspirale. Innovative Lösungen, wie die Kupferkette GyneFIX®, verzichten bewusst auf einen starren Kunststoffkörper. Die Kupferkette ist filigran und besteht aus einem flexiblen Faden mit aufgereihten Kupferhülsen, wodurch sie sich besser an die natürlichen Gegebenheiten des Körpers anpassen kann. Dies maximiert den Tragekomfort und die Zufriedenheit für die Anwenderin. Aufgrund der hohen Zufriedenheit brechen im Vergleich zu den klassischen Modellen der Spirale ohne Hormone deutlich weniger Frauen die hormonfreie Verhütung mit der Kupferkette als Spirale ab und lassen sich diese vorzeitig wieder entfernen. Die meisten entscheiden sich nach abgelaufener Anwendungsdauer sogar erneut dafür.

Gewichtszunahme, Depressionen, Thrombose? Nicht mit der Spirale ohne Hormone

Die Wahl der richtigen Verhütungsmethode ist eine wichtige, aber auch sehr persönliche Entscheidung. Nach einer Verhütung ohne Hormone sehnen sich viele Frauen und ziehen etwa ein Absetzen der Pille in Betracht. Gewichtszunahme, ein erhöhtes Risiko für Depressionen und Thrombosen3 sind nur einige der möglichen Nebenwirkungen der Hormone, die seit Langem bekannt sind und durch aktuelle Studien weiter untermauert werden. Eine dänische Studie aus dem Jahr 2023 zeigte, dass das Risiko für Depressionen besonders hoch ist, wenn die Pille bereits in jungen Jahren eingenommen wird, und dieses Risiko kann bis ins spätere Leben anhalten.4 Für Frauen, die solche Risiken im Rahmen ihrer Verhütung bewusst nicht eingehen möchten, bietet die Spirale ohne Hormone eine sichere Alternative. Sie beeinträchtigt weder dein Gewicht noch dein psychisches Wohlbefinden oder deine Lust auf Sex (Libido). Zudem wird sie in der für Smartphones verfügbaren Contraception App der WHO und von gynäkologischen Fachgesellschaften wie der DGGG, OEGGG und SGGG für Frauen mit Risikofaktoren für metabolische Erkrankungen explizit empfohlen.5 Somit stellt die Spirale ohne Hormone besonders auch für Frauen mit Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel eine zuverlässige und für ihre individuellen Lebensumstände geeignete Kontrazeption dar.

Vergleich: Spirale und Kondom

Kondom und Femidom ermöglichen eine mechanische Verhütung ohne Hormone, und primär das Kondom gilt als beliebteste Verhütungsmethode6, allerdings bringt es auch Herausforderungen mit sich. Positiv hervorzuheben ist, dass es sich dabei um das einzige Verhütungsmittel handelt, welches nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt. Es muss daher unbedingt bei wechselnden Sexualpartnern oder -partnerinnen benutzt werden, denn sexuell übertragbare Krankheiten (STI= sexually transmitted infection) befinden sich wieder auf dem Vormarsch. Einen Vorteil Vorteil stellt dar, dass es im Supermarkt, in der Drogerie oder Apotheke leicht zugänglich ist und entsprechend spontan und für jeden zugänglich ist.

Die richtige Anwendung eines Kondoms bedarf allerdings Erfahrung. Dies beginnt schon bei der Auswahl der passenden Kondomgröße. Die Verantwortung für die korrekte Anwendung eines Kondoms liegt ganz bei dir und deinem Gegenüber. Sitzt das Kondom nicht richtig oder wird die falsche Größe verwendet, kann es reißen, abrutschen oder platzen. Zudem kann ein Kondom das sexuelle Empfinden beeinträchtigen.3 Wobei betont sei, dass das niemals als ein Grund für das Nichtverwenden eines Kondoms gelten darf. Tritt die wer gegenüber, der aus diesem Grund auf ein Kondom oder Frauenkondom verzichten möchte, dann sei bitte hellhörig und vernünftig! Der Pearl-Index¹ zeigt, dass es selbst bei perfekter Anwendung zu ungewollten Schwangerschaften mit Kondomen kommt, und bei den typischen Anwendungsfehlern steigt das Risiko noch einmal deutlich an.7

Beim Kondom liegt der Pearl-Index in der Realität bei 13, nicht bei 2, wie oftmals angegeben.

Wie wirkt die Spirale ohne Hormone?

Die verhütende Wirkung der Kupferspirale geht auf die kontinuierliche Freisetzung von Kupferionen zurück. Vorrangig wird die Lebensfähigkeit der Spermien eingeschränkt, indem die Spermien ihre Beweglichkeit verlieren, mit dem Ziel, die Eizelle nicht mehr befruchten zu können. Gleichzeitig verändert sich das biochemische Milieu in der Gebärmutter, was der Einnistung einer befruchteten Eizelle entgegenwirkt, insofern es doch einmal zu einer Befruchtung gekommen sein sollte.

Angesichts dessen stellt die Spirale ohne Hormone auch die Notfallverhütung mit der höchsten Sicherheit dar. Die Spirale danach ist als Notfallkontrazeption sicherer als die Pille danach, wenn der ungeschützte Sex während des Eisprungs stattgefunden haben könnte. In unserem Praxisfinder findest du eine Notfallpraxis, welche eine zeitnahe Einlage der Spirale ohne Hormone nach einem Verhütungsunfall gewährleistet. Setze dafür ein Häkchen in das Suchfeld Notfallverhütung.

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Aussagen wie diese sind widerlegt, werden aber trotzdem weiterhin getroffen. Im Zweifel besteht immer die Möglichkeit, dass du dir in einer anderen gynäkologischen Praxis eine Zweitmeinung einholst, denn schließlich willst du dich mit einer Spirale für die nächsten Jahre festlegen. Möchtest du zukünftig mit der Kupferkette GyneFIX® als Spirale ohne Hormone verhüten, dann vereinbare direkt einen Termin in einer GyneFIX® Praxis in deiner Nähe. Das Personal dort hat ein Training zur Einlagetechnik absolviert, hat Erfahrungen mit diesem hormonfreien Verhütungsmittel und kann dich kompetent zur Kupferkette GyneFIX®, aber auch zu den Alternativen beraten. Soziale Medien wie TikTok, Instagram, YouTube usw. können dir einen ersten Überblick verschaffen, aber keinesfalls alle für dich persönlich relevanten medizinischen Parameter berücksichtigen.

Herausforderungen der Spirale ohne Hormone

Die Spirale ohne Hormone zeichnet sich durch ein geringes Nebenwirkungsprofil aus.

Je besser die Größe und Form der Spirale ohne Hormone zur Größe und Form deiner Gebärmutter passt, desto weniger und seltener treten Nebenwirkungen auf. Das kleinste verfügbare Modell auf dem deutschen Markt ist die Kupferkette GyneFIX® und die verursacht entsprechend weniger und seltener Nebenwirkungen. Sie verweilt flexibel und diskret in der Gebärmutterhöhle und stellt den kleinstmöglichen Fremdkörper dar. Darüber hinaus verfügt die Kupferkette über eine Fixierung im Gebärmuttermuskel, sodass die Kontaktfläche mit der Gebärmutterschleimhaut minimal ist und weniger getriggert wird, Kräfte zu entwickeln, um den Fremdkörper wieder loszuwerden. Dies wiederum bedeutet eine erhebliche Reduzierung des Expulsionsrisikos und von damit möglicherweise verbundenen Schmerzen und Krämpfen während der Menstruation.

Dein Blutungsmuster mit Kupferspirale

In den ersten Wochen nach dem Einsetzen der Spirale ohne Hormone können Schmierblutungen auftreten. Die erste Periode nach der Einlage der Spirale ohne Hormone wird wahrscheinlich stärker ausfallen. Bei Anwendung einer klassischen Kupferspirale kann diese Nebenwirkung dauerhaft anhalten.

Unsere Erfahrungen mit der Kupferkette GyneFIX® zeigen, dass diese Symptome bei den meisten Anwenderinnen bereits nach 3 Monaten verschwunden sind. Sollte sich dein Blutungsmuster auch nach den 3 Monaten nicht auf das Niveau deiner zuvor empfundenen Menstruationsstärke eingependelt haben, raten wir dir dennoch zum Durchhalten. Das Ziehen einer Spirale sollte immer die letzte Option sein und nicht vorschnell passieren. Für das Auftreten von Schmierblutungen stehen noch weitere Therapie-Optionen zur Verfügung. Nach spätestens 6 Monaten sollte sich deine Menstruation wieder auf dein natürliches (individuelles) Niveau reguliert haben. Ist dem nicht so, so besprich dich bitte mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt!

Kosten der Spirale ohne Hormone

Die Spirale ohne Hormone hat grundsätzlich den Nachteil, dass sie zu Beginn der Anwendung hohe Einmalkosten verursacht. Mehrere hundert Euro schüttelt man nicht so einfach aus dem Ärmel. Die Kosten für die hormonfreie Spirale in Form einer klassischen Kupferspirale liegen zwischen 20 und 50 Euro. Die Kupferkette GyneFIX® für 5 Jahre Anwendungsdauer kostet in der Apotheke rund 170 Euro. Es verhält sich bei der Spirale ohne Hormone wie mit jeder größeren Anschaffung: Je mehr Komfort ich möchte, desto mehr kostet es mich am Ende. Verteile die Mehrkosten gedanklich auf die Anwendungsjahre. Rechnest du die Kosten einmal auf die Monate herunter, die dich die Spirale vor einer ungewollten Schwangerschaft schützt, so schneidet diese am Ende des Tages tatsächlich günstiger ab als vielerlei andere Verhütungsmittel wie beispielsweise die Pille. Frage dich zudem, ob es nicht wert ist, diese Mehrkosten in Kauf zu nehmen für einen höheren Tragekomfort und ein geringeres Risiko für Nebenwirkungen.

Wenn du 22 Jahre oder jünger alt bist, dann kannst du deine Krankenkasse um eine Kostenübernahme bitten. Bist du älter als 22, jedoch bedürftig mit Sozialleistungsbezug, dann kann es sein, dass die Kommune deines angemeldeten Wohnsitzes dich unterstützt und die Kosten für dein Verhütungsmittel (teilweise) übernimmt.

Es geht um dein Wohlbefinden und eine nicht passende Spirale kann dich ganz schön ärgern und wehtun. Lässt du dir die klassische Kupferspirale dann vielleicht auch noch aufgrund von Unzufriedenheit vorzeitig wieder entfernen, dann zahlst du doppelt, denn du musst zusätzlich auch noch das Geld für eine neue Verhütung ausgeben. Rückmeldungen aus unserer Zufriedenheitsumfrage zeigen, wer mit der klassischen Kupferspirale als hormonfreie Verhütungsmethode nicht glücklich war, verhütet nach einem Wechsel zu GyneFIX® häufig doch noch zufrieden mit der Verhütung auf Kupferbasis. Umgekehrt gilt aber auch: Wer mit der Kupferkette GyneFIX® verhütet hat und nach Ablauf der empfohlenen Anwendungsdauer aus Kostengründen oder wegen der leichteren Verfügbarkeit bei der Stammgynäkologin oder dem Stammgynäkologen auf eine klassische Kupferspirale umsteigt, wird selten langfristig glücklich mit dieser Entscheidung.

Infektionsrisiko, Expulsion und Perforation

Nicht nur die Spirale ohne Hormone, sondern alle Spiralen (Hormonspirale oder Kupferspirale) weisen ein Risiko für eine Expulsion (Ausstoßung) oder eine Perforation (Durchstoßung) auf. Das Risiko dafür ist zwar sehr gering, trotzdem möchten wir dich darüber aufklären. Das Perforations- und Expulsionsrisiko ist am höchsten in der Zeit kurz nach der Einlage der Spirale. Dieses Risiko nimmt dann innerhalb der ersten Monate wieder rasant ab. Dies sollte dich nicht verängstigen und von einer unbeschwerten Langzeitverhütung mit einer Spirale ohne Hormone abhalten, denn im Endeffekt betrachtet, überwiegt der Nutzen das Risiko eindeutig.

Teenager-Schwangerschaften mit einer Spirale ohne Hormone vermeiden

Die Zeiten, in denen die Spirale ohne Hormone für eine unbeschwerte nicht-hormonelle Verhütung nur Frauen empfohlen wurde, die schon Kinder geboren hatten, sind zum Glück vorbei. Auch, wenn der Unterricht in der Schule weiterhin hartnäckig längst überholte Inhalte vermittelt. Heute gilt die Spirale ohne Hormone auch für junge Frauen und sogar für Mädchen als geeignete hormonfreie Verhütungsmethode. Das zeigen sowohl die zunehmende Akzeptanz in gynäkologischen Praxen für die Anwendung einer Spirale in dieser Altersgruppe als auch die Empfehlungen der WHO.8 Angesichts der Tatsache, dass laut einer BZgA-Umfrage aus dem Jahr 2020 bereits 45 % der 16-Jährigen und 65 % der 17-Jährigen erste sexuelle Erfahrungen gemacht haben, wird die Wahl der richtigen Verhütung essenziell wichtig. Doch vielfach setzen Mädchen und junge Frauen aus dem Wunsch nach einer Verhütung ohne Hormone heraus auf unsicherere hormonfreie Verhütungsmittel, wie die alleinige Anwendung von Kondomen. Etwa 9 % der jungen Frauen verzichten komplett auf Verhütung, und 5 % verlassen sich auf den unsicheren Coitus Interruptus.9
In Deutschland gibt es pro Jahr immer noch rund 16.000 Teenagerschwangerschaften.10 Eine Spirale ohne Hormone, könnte dem entgegenwirken, denn sie wirkt unabhängig, ist aufgrund geringer und selten auftretender Nebenwirkungen gut verträglich und erfordert keine häufig in dieser Altersgruppe schwer durchzuhaltende Verhütungs-Compliance. Aufgrund ihrer kleinen Größe ist die Kupferkette GyneFIX® bei heranwachsenden Frauen (auch als Adoleszentinnen bezeichnet) und GyneFIX®-Praxen gleichermaßen beliebt. Zusätzlich zum Kondom als Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten, ergänzt die Spirale die Verhütung optimal, indem sie die Verhütungssicherheit bei geringen Risiken und Nebenwirkungen maßgeblich steigert.

Die Kupferkette als Spirale ohne Hormone für junge Frauen

Der Mythos, dass eine Kupferspirale erst für Erwachsene oder nach der Geburt des ersten Kindes geeignet ist, hält sich hartnäckig, doch stimmt so nicht. Tatsächlich spielt deine individuelle Gebärmuttergröße eine Rolle, da jede Gebärmutter so einzigartig ist, wie du selbst, nicht aber der Fakt, ob du bereits ein Kind geboren hast oder nicht. Jüngere Frauen haben tendenziell eine kleinere und häufig auch schmalere Gebärmutterhöhle. Die Gebärmutter (Uterus) ist ein aktiver Muskel, welcher sich regelmäßig kraftvoll zusammenzieht, besonders während der Periode. Je prägnanter ein Fremdkörper stört, desto größere Kräfte entwickelt die Gebärmutter, um diesen wieder loszuwerden. Ist das gewählte Modell der Spirale ohne Hormone zu groß oder passt nicht zur Form deiner Gebärmutterhöhle, dann kann dies deine Gebärmutterschleimhaut dauerhaft reizen und Beschwerden in Form von Schmerzen und Krämpfen, aber auch Schmierblutungen verursachen. Dies sind nicht grundsätzliche Nebenwirkungen der Spirale ohne Hormone, sondern vielmehr der Wahl eines schlichtweg nicht zu dir passenden Modells geschuldet.

die Kupferkette GyneFIX® als innovative Weiterentwicklung der klassischen Kupferspirale bietet sie mindestens die gleiche Effizienz und Sicherheit, jedoch in einer flexiblen, beweglichen Form, die kaum Kontakt zu deiner Gebärmutterschleimhaut hat. Daher profitieren besonders auch junge Frauen und Teenager von dieser einzigartigen Bauweise einer Kupferspirale, die kompatibel ist mit nahezu jeder Gebärmutterform und auch behutsam bei Jungfrauen eingesetzt werden kann.

GyneFIX® Vorteile

FAQ: Häufige Fragen zur Spirale ohne Hormone

  • Spiralen auf Kupferbasis (Kupferspiralen in T-Form und Varianten, Kupferkette GyneFIX®, Kupferball)
  • Kupfer-Gold-Spirale
  • Kupfer-Silber-Spiralen

Kupferspiralen ohne Hormone verfügen entweder über eine zugelassene Tragedauer von 3 oder 5 Jahren. Bei der Kupferkette GyneFIX® 10 handelt es sich um ein einzigartiges 10-Jahres-Modell, das für eine Tragedauer von einem Jahrzehnt zugelassen ist.

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¹Bei den zum Pearl-Index angegebenen Daten handelt es sich um den typical-use Wert. Dieser Wert gibt die Sicherheit einer Verhütungsmethode unter realen Bedingungen an und schließt mögliche Anwendungsfehler mit ein. In unserem Beitrag zum Pearl-Index haben wir dir dazu alles im Detail erklärt.

Quellen

¹Schumann-Doermer, C. (2024). Nichthormonelle Kontrazeption: Es wird Zeit, sich darum zu kümmern! Gyne, 2, 15-20.

²Stauber, M., & Weyerstahl, T. (2005). Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe (2. aktualisierte Auflage). Georg Thieme Verlag.

³Böttcher, B., & Segerer, S. (2024). Verhütung ohne Hormone: Hormonfreie Kontrazeption – Update 2024. PRIVATARZT, 8(4), 15-30.

Johansson, T., Vinther Larsen, S., Bui, M., Ek, W. E., Karlsson, T., & Johansson, Å. (2023). Population-based cohort study of oral contraceptive use and risk of depression. Epidemiology and Psychiatric Sciences, 32, e39, 1–8. https://doi.org/10.1017/S2045796023000525

DGGG, OEGGG, & SGGG. (Jahr). Leitlinienprogramm zur nicht hormonellen Verhütung (Version 1). Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG), Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG). URL, falls online verfügbar.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (2023). Verhütungsverhalten Erwachsener 2023: Repräsentative BZgA-Wiederholungsbefragung. BZgA.

World Health Organization. (2020). Mechanisms of action and effectiveness of contraceptive methods. In Contraceptive Methods: Data and Guidelines (pp. 1-2). WHO. https://www.who.int/publications/i/item/9780999203705

Skala, C. (2023). Spirale IUD: Risiken und Anwendung bei jungen Frauen. Frauenarzt, 8, 507-510.

⁹Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (2020). Neunte Welle der BZgA-Studie „Jugendsexualität“: Bundesweite Repräsentativbefragung – Zentrale Studienergebnisse. BZgA.

¹⁰Klapp, C. (2024). Teenagerschwangerschaften in Deutschland – Ein Update: Wie können Versorgung und Prävention verbessert werden? Gyne, 39(1), 51-56.

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