Kupferkette Sicherheit: Wirkung und Pearl-Index der GyneFIX®
1. Wie wirkt die Kupferkette GyneFIX®?
1.2 Wie lange wirkt die Kupferkette GyneFIX®?
1.3 Ab wann wirkt die Kupferkette GyneFIX®?
2. Ist die Kupferkette sicherer als die Kupferspirale?
2.1 Bauweise: Warum die Form die Sicherheit beeinflusst
3. Was passiert während der Menstruation?
4. Für wen eignet sich die Kupferkette GyneFIX®?
5. Verträglichkeit und Fortsetzungsrate der Kupferkette?
5.1 Hormonfreie Verhütung: Warum viele Frauen Hormone bewusst meiden
5.2 Ist das Kupfer im Körper schädlich?
6. Wie sicher ist die Kupferkette als Verhütungsmethode: Pearl-Index?
7. FAQ: Häufige Fragen zur Sicherheit und Wirkung der Kupferkette
Die Kupferkette GyneFIX® gehört zu den sichersten verfügbaren Verhütungsmethoden. Ihr Pearl-Index liegt bei 0,1 bis 0,5 (1 bis 5 von 1.000 Frauen, die ein Jahr lang mit der Kupferkette verhüten, werden maximal ungewollt schwanger). Das entspricht einer Verhütungssicherheit von 99,5 bis 99,9 Prozent, ohne Hormone und ohne Anwendungsfehler.
„Die Kupferkette ist sehr viel unkomplizierter als die Pille: keine Nebenwirkungen und keine Anwendungsfehler über eine lange Zeit hinweg."
Erfahrungsbericht aus 2025
Die Wirkung beruht auf kontinuierlicher Abgabe von Kupferionen lokal in der Gebärmutter. Diese hemmen die Beweglichkeit der Spermien und verhindern so eine Befruchtung. Anders als bei Anwendung der Pille musst du an nichts denken. Die GyneFIX® Kupferkette ist im Gebärmuttermuskel fixiert und kann dadurch nicht verrutschen. Wie das genau funktioniert, warum die Fixierung der entscheidende Sicherheitsvorteil ist, und für wen die Kupferkette geeignet ist, erklären wir dir im Detail.
Wie wirkt die Kupferkette GyneFIX®?
Die Kupferkette wirkt durch kontinuierliche Abgabe von Kupferionen in der Gebärmutter. Diese Ionen hemmen die Beweglichkeit und Funktion der Spermien, sodass eine Befruchtung der Eizelle verhindert wird. Die Wirkung beruht auf demselben bewährten Mechanismus wie bei anderen Kupfer-Intrauterinpessaren (Kupferspiralen). Konkret passiert Folgendes: Die Kupferionen verändern das biochemische Milieu in der Gebärmutter und den Eileitern. Dadurch werden Spermien in ihrer Bewegung eingeschränkt und können die Eizelle nicht mehr erreichen oder befruchten. Zusätzlich wird die Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle erschwert. Die GyneFIX® gehört zu den sichersten Verhütungsmitteln auf dem deutschen Markt.
Diese kombinierte Wirkweise erklärt auch, warum Kupfer-Intrauterinpessare wie die Kupferkette zu den wirksamsten Methoden der Notfallverhütung zählen und die Pille danach in ihrer Sicherheit übertreffen können, sofern das Einsetzen innerhalb von 5 Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr erfolgt. Die Wirkung erfolgt ohne hormonelle Eingriffe in deinen Hormonhaushalt. Mit der Kupferkette bleiben dein natürlicher Zyklus und dein Eisprung erhalten. Sobald die Kupferkette entfernt wird, endet ihre verhütende Wirkung unmittelbar. Schwangerwerden ist direkt danach möglich, ohne hormonbedingtes Warten auf die Rückkehr deiner Fruchtbarkeit.
Die Kupferkette wirkt 5 bis 10 Jahre, je nach GyneFIX® Modell. Die Modelle GyneFIX® 200 und GyneFIX® 330 wirken 5 Jahre, die GyneFIX® 10 wirkt 10 Jahre. Über diese gesamte Dauer bleibt die Wirksamkeit dieser Verhütung gleichmäßig hoch. Nach Ablauf der zugelassenen Anwendungsdauer lässt die Schutzwirkung nach und es ist Zeit für einen Wechsel. Deine Ärztin oder dein Arzt entfernt die alte Kupferkette und setzt in derselben Sitzung eine neue ein. Einige Frauen fragen sich, ob sie die Kupferkette GyneFIX® länger tragen können. Das verbleibende Kupfer verbraucht sich nach und nach weiter. Schließlich reichen die abgegebenen Kupferionen nicht mehr aus für eine zuverlässige Verhütung. Dieser Prozess ist individuell und lässt sich nicht exakt vorhersagen. Deshalb gilt: Nach 5 oder 10 Jahren ist ein Wechsel wichtig.
Ab wann wirkt die Kupferkette GyneFIX®?
Die Kupferkette wirkt sofort nach der Einlage. Verhütungsschutz und Wirkung beginnen unmittelbar, da die Kupferionen direkt die Beweglichkeit der Spermien einschränken. Mit dem ersten Geschlechtsverkehr nach der Einlage solltest du allerdings 14 Tage warten, auch wenn der Verhütungsschutz direkt da ist. Das gibt deiner Gebärmutter Zeit, sich an die Kupferkette zu gewöhnen. Anschließend kannst du sorgenfreie Sexualität durch die Verhütung mit der Kupferkette GyneFIX® genießen.
„Ich habe fast 4 Jahre die Pille genommen und hatte dabei keine bemerkbaren Nebenwirkungen, wollte aber auf Dauer auf eine hormonfreie Verhütungsmethode umsteigen."
Erfahrungsbericht aus 2025
Ist die Kupferkette sicherer als die Kupferspirale?
Ja. Die Kupferkette GyneFIX® ist in der Anwendungssicherheit überlegen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Bauweise: Die Kupferkette wird im Gebärmuttermuskel fixiert und kann dadurch nach dem abgeschlossenen Einwachsprozess theoretisch nicht verrutschen oder ausgestoßen werden. Bei der klassischen Kupferspirale gehören das Verrutschen oder Ausstoßen (Expulsion) zu den häufigsten Ursachen für eine Schwangerschaft trotz Spirale.
Die Sicherheit beider Methoden ist grundsätzlich hoch (Pearl-Index Kupferspirale: 0,3-0,8, Kupferkette: 0,1-0,5). Der Unterschied liegt in der Zuverlässigkeit der Anwendung: Was richtig liegt, wirkt auch richtig.
„Ich war mit der Kupferspirale an sich zufrieden. Nachdem sie aber nach 3,5 Jahren verrutscht war, wollte ich mehr Sicherheit. Außerdem erhoffe ich mir etwas weniger starke Periodenschmerzen mit der Kette als mit der Spirale."
Erfahrungsbericht aus 2025
Mobil: Tabelle seitlich wischbar
Verhütungssicherheit im Vergleich: Die folgende Tabelle vergleicht die Verhütungssicherheit von Kupferkette, Kupferspirale und Pille anhand des Pearl-Index (je niedriger, desto sicherer). Zielgruppe: Frauen, die eine langfristige, zuverlässige Verhütungsmethode suchen.
| Verhütungsmethode | Pearl-Index | Sicherheit | Hauptvorteil / Hauptrisiko |
|---|---|---|---|
|
Kupferkette GyneFIX® Daten laut Hersteller * |
0,1–0,5 | 99,5–99,9 % | Fixierung im Myometrium verhindert Verrutschen/Ausstoßen |
| Kupferspirale (z. B. TCu380) | 0,6–0,8 | 99,2–99,4 % | Verrutschen/Ausstoßen möglich (1–3 % im 1. Jahr) |
| Pille (perfekte Anwendung) | 0,3 | 99,7 % | Anwendungsfehler (Vergessen) |
| Pille (typische Anwendung) | 9 | 91 % | Anwendungsfehler häufig (Vergessen, Durchfall, Erbrechen, Wechselwirkungen) |
Erklärung: Der Pearl-Index zeigt: Beide Kupfer-Methoden sind sehr sicher. Der entscheidende Unterschied liegt nicht allein in der Wirksamkeitszahl, sondern in der Anwendungssicherheit. Die Kupferkette GyneFIX® wird direkt im Muskel der Gebärmutterwand verankert. Dadurch ist ein Verrutschen nahezu ausgeschlossen. Klassische T-förmige Spiralen liegen frei in der Gebärmutter und können in seltenen Fällen verrutschen oder ausgestoßen werden, was die Sicherheit beeinträchtigen kann.
* Die Pearl-Index-Angaben für die Kupferkette GyneFIX® basieren auf Herstellerdaten. Unabhängige Studien (Cochrane-Analyse, O'Brien & Marfleet 2005; 4 RCTs, n = 5.939) zeigen im Jahr 1 eine vergleichbare Schwangerschaftsrate wie beim T-Cu380A, der Unterschied ist statistisch nicht signifikant. Der Hauptvorteil der Kupferkette ist die mechanische Fixierung, nicht zwingend ein numerisch niedrigerer Pearl-Index gegenüber hochwertigen Kupferspiralen (≥ 300 mm² Kupferfläche). Für die Kupferspirale beziehen sich die Angaben auf typische und perfekte Anwendung laut WHO/Trussell (2011) und FSRH (2023).
Quellen: WHO MEC 2015; Trussell J. Contraceptive Technology 2011; FSRH Clinical Guideline Intrauterine Contraception 2023; O'Brien & Marfleet, Cochrane Database Syst Rev 2005; DGGG S2k-Leitlinie Nicht-hormonelle Empfängnisverhütung 2024; Herstellerangaben GyneFIX
Stand: Mai 2026 | Hinweis: Diese Tabelle ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über die für dich geeignete Verhütungsmethode. Fragen zur Kupferkette GyneFIX® kann eine im Praxisfinder gelistete Praxis am verlässlichsten beantworten. Dort betreuen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig GyneFIX-Patientinnen und können dich auf Basis dieser Erfahrung individuell beraten.
Bauweise: Warum die Form die Sicherheit beeinflusst
Um die Wirkung und Sicherheit der Kupferkette GyneFIX® besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Bauweise. Eine klassische Kupferspirale besitzt meist eine T-Form oder Omega-Form mit seitlichen Armen. Nach dem Einsetzen entfaltet sie sich in der Gebärmutter, wobei ihre Arme an der Gebärmutterwand anliegen. Dadurch erhält die Spirale ihren Halt. Bei manchen Frauen kann diese starre Konstruktion jedoch Beschwerden verursachen. Befindet sich die Gebärmutter im Ruhezustand, liegt die Kupferspirale größtenteils unbemerkt in der Gebärmutterhöhle. Während der Menstruation oder bei körperlicher Aktivität kann die starre Form allerdings beim Tragen der Spirale Schmerzen, Druckgefühl oder Reizungen verursachen.
Die Kupferkette funktioniert anders. Sie besteht aus mehreren kleinen Kupferelementen, die auf einem chirurgischen Faden aufgereiht sind. Am oberen Ende des Fadens befindet sich ein Knoten, der mit einer dünnen Nadel im oberen Gebärmuttermuskel (Fundus) fixiert wird. Ausgehend von diesem Fixpunkt hängt die Kupferkette frei in der Gebärmutter.
Was passiert während der Menstruation?
Die Gebärmutter ist ein kräftiger Muskel, der sich während der Menstruation rhythmisch zusammenzieht. Dabei kann eine klassische Kupferspirale durch ihre starre Form Druck, Schmerzen oder Krämpfe verursachen und die empfindliche Gebärmutterschleimhaut reizen. Manchmal verbiegen sich durch diese Kräfte die Arme der Spirale. Im Extremfall verrutscht die Spirale oder wird ausgestoßen. In diesem Fall ist der vollständige Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet.
Die Kupferkette GyneFIX® ist mit 2 Millimetern Breite deutlich schmaler. Sie nimmt nur ein geringes Volumen in der Gebärmutterhöhle ein und passt sich flexibel jeder Bewegung an. Durch ihre kleine Bauweise werden die typischen Nebenwirkungen klassischer Kupferspiralen oft gar nicht oder deutlich schwächer wahrgenommen.
Der entscheidende Sicherheitsvorteil: Durch den fixierten Ankerknoten kann die Kupferkette nicht verrutschen. Das Risiko des Ausstoßens (Expulsion) ist minimal. Die Kupferhülsen behalten ihre Position im oberen Bereich der oberen Gebärmutterhöhle und geben die Kupferionen dort ab, wo es wichtig ist. Zudem ist der Ankerknoten der Kupferkette GyneFIX® mit einem kleinen Metallelement versehen, welches optimal im Ultraschall sichtbar ist. Das ermöglicht der Gynäkologin oder dem Gynäkologen eine schnelle und zuverlässige Kontrolle der korrekten Position direkt nach der Einlage, womit die bestmögliche Wirkung und Sicherheit für die Patientin gewährleistet sind. Die hohe Sicherheit der Kupferkette bleibt über die gesamte Anwendungsdauer gleichmäßig erhalten.
„Ich hatte die Kupferspirale 1,5 Jahre. Sie ist zweimal verrutscht, zuletzt so weit, dass sie im Gebärmutterhals lag. Mein Frauenarzt sagte, er würde sie mir nicht nochmal legen, da meine Gebärmutterform nicht passt. Er empfahl mir die Kupferkette als Alternative."
Erfahrungsbericht aus 2025
„Ich hatte mit der Kupferspirale immer sehr starke Schmerzen und ein ständiges Druckgefühl. Jetzt nach dem ersten Monat mit der Kupferkette habe ich viel, viel weniger Schmerzen."
Erfahrungsbericht aus 2025
Für wen eignet sich die Kupferkette GyneFIX®?
Die Kupferkette ist grundsätzlich für Frauen jeden Alters zur Verhütung geeignet, unabhängig davon, ob sie bereits Kinder haben. Besonders naheliegend ist sie in diesen Situationen:
Du verträgst Hormone nicht
Schmerzen mit der T-Spirale
Kleine Gebärmutter
Vorteile
Du verträgst Hormone nicht
oder möchtest sie grundsätzlich meiden. Wer unter Stimmungsschwankungen, Libidoverlust oder anderen Beschwerden durch hormonelle Verhütung leidet, findet in der Kupferkette eine wirksame Alternative ohne Einfluss auf den Hormonhaushalt.
Schmerzen mit der T-Spirale
Du hast mit einer klassischen Kupferspirale Schmerzen oder starke Blutungen erlebt. Die filigrane Bauweise der GyneFIX® (2 mm Breite) und ihre freie, flexible Position in der Gebärmutterhöhle werden von vielen Anwenderinnen als deutlich verträglicher empfunden.
Kleine Gebärmutter
Klassische T-Spiralen passen nicht in jede Gebärmutterhöhle. Die Kupferkette kann auch bei engeren anatomischen Verhältnissen eingesetzt werden, sofern eine GyneFIX®-erfahrene Ärztin oder ein erfahrener Arzt die Einlage vornimmt.
Vorteile
Du suchst eine langfristige, hormonfreie Verhütung, ohne täglich an deine Verhütung zu denken. Einmal eingesetzt, schützt die Kupferkette 5 oder 10 Jahre zuverlässig, ohne Einnahmeritual, ohne Rezeptpflicht, ohne Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
Unsere Broschüre sofort als Download oder kostenlos per Post
Verträglichkeit und Fortsetzungsraten der Kupferkette GyneFIX®
Die Sicherheit einer Verhütungsmethode hängt nicht nur vom Pearl-Index ab, sondern entscheidend ist auch, ob Frauen dabei bleiben. Eine Methode, die wegen Beschwerden vorzeitig entfernt wird, schützt schlichtweg auch nicht mehr. Die Fortsetzungsrate gibt an, wie viele Frauen eine Methode nach einem Jahr noch anwenden. Bei der Kupferkette GyneFIX® liegt sie in Studien tendenziell höher als bei klassischen Kupferspiralen. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Die filigranere Bauweise verursacht seltener menstruationsbedingte Schmerzen und Krämpfe. Hinzu kommt, dass die mechanische Fixierung der Kette im Gebärmuttermuskel ein Verrutschen nahezu ausschließt, sodass Arztbesuche wegen Lagestörungen entfallen. In der bislang größten unabhängigen Vergleichsstudie (Cochrane, knapp 6.000 Frauen) wurde die Kupferkette seltener wegen Schmerzen oder Blutungen entfernt als die klassische Kupferspirale. Und das Verrutschen oder Ausstoßen, die häufigste Ursache für eine ungewollte Schwangerschaft mit Spirale, trat bei der Kupferkette signifikant seltener auf.
Unter den kupferbasierten Langzeitverhütungen gilt die GyneFIX® aktuell als die körperlich verträglichste Option. Nebenwirkungen und Risiken wie starke Blutungen oder menstruationsbedingte Schmerzen treten seltener auf als bei klassischen Kupferspiralen, und wenn, dann in der Regel schwächer ausgeprägt. Das bestätigen vor allem Frauen, die von der Kupferspirale auf die Kupferkette umgestiegen sind. Wer die kleinere, flexiblere GyneFIX® nicht verträgt, wird mit einer starren, voluminöseren Kupferspirale sehr wahrscheinlich noch weniger gut zurechtkommen. Umgekehrt gilt: Wer bisher schlechte Erfahrungen mit der Kupferspirale gemacht hat, sollte die Kupferkette nicht vorschnell als Alternative ausschließen. Die Kupferkette ist nicht nur auf dem Papier sicher, und viele Anwenderinnen bleiben langfristig dabei, weil sie sich damit wohlfühlen.
Hormonfreie Verhütung: Warum viele Frauen Hormone bewusst meiden
Viele Frauen beschreiben sich selbst als hormonsensitiv. Hormonelle Verhütungsmethoden wie die Pille, Implantat, Dreimonatsspritze oder Hormonring, geben synthetische Hormone in den Blutkreislauf ab. Sie wirken nicht lokal, sondern auf den gesamten Organismus, einschließlich Leber, Gehirn und Herz-Kreislauf-System. Die Hormonspirale wird häufig als lokale Alternative genannt. Das stimmt jedoch nur zum Teil: Sie gibt zwar überwiegend lokal Levonorgestrel in die Gebärmutter ab, jedoch gelangen auch geringe Mengen in den Blutkreislauf und wirken demnach systemisch auf weitere Körpersysteme. Frauen, die empfindlich auf Hormone reagieren, spüren die Nebenwirkungen bisweilen in Form von Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Brustspannen oder Hautveränderungen (Akne).
Die GyneFIX® Kupferkette enthält keinerlei Hormone und es werden demnach auch keine Hormone in den Blutkreislauf abgegeben. Der Körper funktioniert genau so wie ohne Verhütungsmittel, inklusive natürlichem Zyklus, Eisprung und eigener Hormonproduktion. Aktuelle Studiendaten aus Deutschland zeigen: 64 % der 16- bis 25-Jährigen sind überzeugt, hormonelle Verhütungsmittel belasten Körper und Seele. Mehr als die Hälfte hat ein ungutes Gefühl dabei, über viele Jahre kontinuierlich Hormone zu nehmen.¹
„Hatte auch schon den Verhütungsring und die Hormonspirale (wegen Nebenwirkungen früher entfernt). Zuletzt ca. 2 Jahre die Pille." >br> „Ich hatte vor der Schwangerschaft mit der Pille verhütet seit ich 16 Jahre alt war, habe aber mit ca. 20 Jahren deutlich festgestellt, dass die Hormone sehr stark zu meinen Depressionen beitragen, und würde auch nie wieder mit Hormonen verhüten wollen. Ich bin sehr froh, dass es die Kupferkette gibt."
Erfahrungsberichte aus 2025/26
Ist das Kupfer im Körper schädlich?
Nein. Für gesunde Frauen sind Kupferspiralen sicher und seit Jahrzehnten ausreichend erforscht und die freigesetzten Kupfermengen sind sehr gering. Aktuelle medizinische Leitlinien bestätigen ausdrücklich, dass es keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, dass Kupfer-IUD (Intrauterine Devices) bei gesunden Frauen zu einer Kupfertoxizität führen.² Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet Verhütungsmethoden anhand wissenschaftlich fundierter Medical Eligibility Criteria (MEC). Kategorie 1 bedeutet, dass das Kontrazeptivum ohne Einschränkungen angewendet werden kann. Kupferspiralen wie die GyneFIX® erhalten für gesunde Frauen MEC Kategorie 1, also die bestmögliche Einstufung. Besonders relevant ist dieses Wissen in medizinisch sensiblen Situationen. Bei Frauen mit aktivem Brustkrebs sind hormonelle Verhütungsmethoden einschließlich der Hormonspirale als WHO-Kategorie 4 eingestuft und damit kontraindiziert. Die Kupferkette GyneFIX® bleibt auch in dieser Situation in Kategorie 1. Von der Anwendung wird nur in sehr seltenen Ausnahmefällen abgeraten. Die wichtigste Kontraindikation für ein Kupfer-IUD ist die erbliche Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson, bei der der Körper Kupfer nicht normal verarbeiten kann.²
Behauptungen, Kupferverhütung verursache diffuse Beschwerden wie Müdigkeit, Angstzustände oder Depressionen, sind wissenschaftlich nicht belegt. Treten solche Beschwerden auf, sollten sie unbedingt medizinisch abgeklärt werden. Es ist jedoch erwartbar, dass die Ursachen für die Symptom ean anderer Stelle liegen.
„Aufgrund des hohen Brustkrebsrisikos durch die Pille und vererbt in meiner Familie wurde mir nicht erlaubt, die Pille länger als 2 Jahre zu nehmen."
Erfahrungsbericht aus 2025
Wie sicher ist die Kupferkette als Verhütungsmethode: Pearl-Index?
Der Pearl-Index der Kupferkette GyneFIX® liegt bei 0,1 bis 0,5. Demnach werden von 1.000 Frauen, die ein Jahr lang mit der Kupferkette verhüten, maximal 1 bis 5 ungewollt schwanger. Das entspricht einer Verhütungssicherheit von 99,5 bis 99,9 %. Die Kupferkette gehört damit zu den sichersten verfügbaren Verhütungsmethoden.
Was bedeutet Pearl-Index?
Warum ist der Pearl-Index der GyneFIX® so niedrig?
Was bedeutet Pearl-Index?
Der Pearl-Index ist die internationale Maßzahl für Verhütungssicherheit. Er gibt an, wie viele von 1.000 Frauen bei einer bestimmten Methode pro Jahr ungewollt schwanger werden. Je niedriger der Wert, desto sicherer die Methode.
- Pearl-Index 0,1 = 1 Schwangerschaft pro 1.000 Frauen pro Jahr
- Pearl-Index 0,5 = 5 Schwangerschaften pro 1.000 Frauen pro Jahr
- Pearl-Index 9 = 9 Schwangerschaften pro 1.000 Frauen pro Jahr
Warum ist der Pearl-Index der GyneFIX® so niedrig?
Zwei zentrale Faktoren erklären die hohe Sicherheit der Kupferkette:
- Die kontinuierliche und zuverlässige Abgabe von Kupferionen über die gesamte Tragedauer (genau wie bei allen Kupferspiralen).
- Die mechanische Fixierung im Gebärmuttermuskel, sofern die Kupferkette korrekt verankert wurde, die ein Verrutschen der Kupferkette nahezu ausschließt. Bei der klassischen Kupferspirale kann eine Lageveränderung die Wirksamkeit im Alltag beeinträchtigen, bei der Kupferkette nicht.
FAQ: Häufige Fragen zur Sicherheit und Wirkung der Kupferkette
Der Verhütungsschutz der Kupferkette GyneFIX® setzt sofort nach der Einlage ein, da die Bewegungsfähigkeit der Spermien unmittelbar eingeschränkt und der Untergang der Spermien dadurch eingeleitet wird. Zudem wird die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut dank der Kupferkette GyneFIX® verhindert. Deine Fruchtbarkeit wird allerdings nicht negativ beeinflusst und wird bei Entfernung der Kupferkette sofort wiederhergestellt. Mit dem ersten Geschlechtsverkehr nach der Einlage solltest du allerdings 14 Tage warten, auch wenn Wirkung und Sicherheit der Verhütungsmethode direkt da sind. Anschließend kannst du die sorgenfreie Sexualität mit der Kupferkette genießen. Das sind die Verhaltensregeln in den ersten Wochen mit der GyneFIX®.
Die GyneFIX® 200 (PZN: 9254481) oder die GyneFIX® 330 (PZN: 9254498) können laut Hersteller bis zu fünf Jahre getragen werden. Die zugelassene Wirkung und Sicherheit des neuen Modells GyneFIX® 10 (PZN: 17755837) beträgt sogar 10 Jahre. Danach sollte sie gegen eine neue Kupferkette ausgetauscht werden. Bei Bedarf, zum Beispiel bei einem spontanen Kinderwunsch, kann sie selbstverständlich auch problemlos früher entfernt werden.
Vielleicht hast du bei deiner Recherche zur Wirkung der zur Kupferkette GyneFIX® gelesen, dass Kupfer-Intrauterinpessare eine „lokale Entzündungsreaktion” auslösen. Dieser Begriff sorgt oft für Verunsicherung und ist medizinisch irreführend.
Klarstellung: Die Kupferkette verursacht keine Entzündung, wie du sie von Infektionen oder Krankheiten kennst. Es gibt keine Erreger, keine Schädigung der Gebärmutter und keine gesundheitsschädliche chronische Entzündung. Die Wirkungsweise der zur Kupferkette GyneFIX® basiert auf einer örtlich begrenzten biologischen Reaktion, die ausdrücklich kein Krankheitsprozess ist.
Was tatsächlich passiert: Die von der Kupferkette GyneFIX® abgegebenen Kupferionen aktivieren körpereigene Abwehrzellen (Leukozyten) und Botenstoffe (Prostaglandine). Diese verändern das biochemische Milieu in der Gebärmutter, sodass Spermien gehemmt werden. Das ist die gewollte Wirkung der zur Kupferkette GyneFIX® , der gleiche Mechanismus, auf dem auch die verhütende Wirkung der Kupferspirale (Kupfer-IUD, Kupfer-IUP) beruht.
Die Wirksamkeit der Kupferkette wird durch diesen natürlichen Prozess nicht beeinträchtigt, sondern erst ermöglicht. Deine Gebärmutter ist keinesfalls dauerhaft „entzündet” oder geschädigt.Die Reaktion ist örtlich begrenzt auf die Gebärmutter und endet nach Entfernung der Kupferkette. Deine Gebärmutter kehrt in ihren ursprünglichen Zustand zurück.
Die Kupferkette GyneFIX® und Kupferspirale (Kupfer-IUD, Kupfer-IUP) geben über die gesamte Anwendungsdauer kontinuierlich Kupfer-Ionen ab. Mit der Zeit nimmt die verfügbare Kupfermenge jedoch nach und nach ab. Irgendwann werden nicht mehr ausreichend Kupfer-Ionen freigesetzt, um die hohe Verhütungssicherheit zuverlässig aufrechtzuerhalten.
Wie schnell dieser Prozess verläuft, ist individuell unterschiedlich und lässt sich nicht exakt vorhersagen. Deshalb sollten Kupferkette und Kupferspirale nach Ablauf der empfohlenen Tragedauer rechtzeitig gewechselt werden, je nach Modell nach 3, nach 5 oder nach 10 Jahren.
Nein. Der Kupferspiegel im Blut kann bei einigen Anwenderinnen minimal ansteigen, bleibt aber absolut im normalen Rahmen und liegt weit unterhalb von Mengen, die als mögliche Auslöser für körperweite Krankheitssymptome gelten. Kupfer ist ein natürliches Spurenelement, das der Körper kennt und benötigt. Die wissenschaftliche Einordnung, einschließlich der WHO-Einstufung und bekannter Kontraindikationen, findest du im Abschnitt: Ist das Kupfer im Körper schädlich?.
Die Kupferkette GyneFIX 200 ist das Kupfer-IUD-Modell mit der geringsten Kupferoberfläche am deutschen Markt. Die meisten anderen klassischen Kupferspiralen wirken mit einer Kupferoberfläche von 375 mm² oder 380 mm².
Die Kupferspirale und Kupferkette GyneFIX® sind sicherer als die Pille. Die Kupferkette ist noch etwas sicherer als die Kupferspirale, weil ihre Fixierung im oberen Gebärmuttermuskel (Fundus, Myometrium) ein Verrutschen oder Ausstossen vorbeugt.
Grundsätzlich bietet eine Spirale in der alltäglichen Anwendung verglichen mit der Pille eine höhere Sicherheit.
Anwendungsfehler sind ausgeschlossen und somit ist ein kontinuierlicher Verhütungsschutz unabhängig von der Aufmerksamkeit der Anwenderin gewährleistet. Ein Vergessen oder unerwarteter Wirkungsverlust (Durchfall oder Erbrechen), wie es bei der Pille vorkommen kann, ist nicht möglich.
„Ich habe die Pille nicht vertragen und war irgendwann an dem Punkt, wo ich merkte, dass sie mir körperlich und psychisch nicht gut tut.” (GyneFIX-Trägerin, 2025)
Nein, Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol beeinträchtigen die verhütende Wirkung der Kupferkette und der Kupferspirale nicht. Die Kupferionen wirken lokal im biochemischen Milieu der Gebärmutter. Dieser Mechanismus wird durch systemisch wirkende Schmerzmittel nicht unterbrochen. Ibuprofen wird bei menstruationsbedingten Schmerzen mit Kupferspirale sogar häufig gezielt eingesetzt, da es entzündungshemmend wirkt und Krämpfe lindert, ohne den Verhütungsschutz zu beeinflussen.
Hier findest du eine Antwort auf die Frage, ob die Anwendung von Schmerztabletten die Wirkung der Kupferkette, als besondere Kupferspirale, einschränkt oder das Risiko für eine Thrombose erhöht.
„Die starken Nebenwirkungen sowie meine angeborene Thrombophilie haben mich dazu veranlasst, eine hormonfreie Verhütungsmethode zu wählen. Davor hatte ich bereits 2x eine Kupferspirale eingesetzt bekommen, die allerdings beide bereits nach kurzer Zeit dislozierten.” (GyneFIX-Trägerin, 2025)
Finde deine GyneFIX®-Ärztin oder deinen GyneFIX®-Arzt
Du möchtest unkompliziert hormonfrei verhüten? Dann vereinbare ein Beratungsgespräch zur Kupferkette in deiner Nähe!