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Hilfetelefon Schwangere in Not

Das bundesweite Hilfetelefon Schwangere in Not ist jederzeit für dich da, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Du kannst unter 0800 4040020 anrufen oder dich online per Chat und E-Mail auf www.hilfetelefon-schwangere.de melden. Die Beratung ist kostenlos, anonym und vertraulich. Du musst deinen Namen nicht nennen. 

Egal, welche Gefühle du hast, sie sind berechtigt, und du darfst sie aussprechen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden?

Verglichen mit vielen anderen hormonellen und hormonfreien Verhütungsmethoden ist die Wahrscheinlichkeit, trotz Spirale schwanger zu werden, sehr gering. Die Spirale wirkt, ohne dass die Anwenderin daran denken muss. Sie wirkt unabhängig über eine Anwendungszeit von mehreren Jahren hinweg und die Frau kann sie nicht falsch anwenden. Deshalb bietet die Spirale (fachsprachlich auch Intrauterine Device IUD oder Intrauterinpessar IUP genannt) eine hohe Sicherheit bei der Verhütung einer Schwangerschaft und verfügt über einen niedrigen Pearl-Index¹. Dennoch ist klar: Wenn bereits Gewissheit besteht, trotz der Anwendung einer Spirale ungeplant schwanger geworden zu sein, dann können Statistik und nüchterne Zahlen nicht trösten.

¹Bei den zum Pearl-Index angegebenen Daten handelt es sich um den typical-use Wert. Dieser Wert gibt die Sicherheit einer Verhütungsmethode unter realen Bedingungen an und schließt mögliche Anwendungsfehler mit ein. In unserem Beitrag zum Pearl-Index haben wir dir dazu alles im Detail erklärt.

Überblick über Spiralenmodelle und Schwangerschaftsraten

Es gibt zur Verhütung unterschiedliche Modelle der Spirale und entsprechend variiert auch das Schwangerschaftsrisiko, je nachdem, welche Spirale eingelegt worden ist. Alle Spiralen zählen zu den Langzeitkontrazeptiva “Long Acting Reversible Contraceptives” (LARC), welche für eine hohe Sicherheit bei günstigem Nebenwirkungsprofil mit geringen gesundheitlichen Risiken stehen. Grob eingeordnet, gibt es die Spirale, welche auf Basis von Hormonen wirkt (auch Hormonspirale, IUS, Levonorgestrel-haltige Spirale oder LNG-IUS genannt), und die Spirale ohne Hormone, welche auf die verhütende Wirkung von Kupfer setzt (auch Kupferspirale, Kupfer-IUD, Kupfer-Intrauterinpessar oder kurz Kupfer-IUP genannt). Für eine Verhütung ohne Hormone existieren von der Kupferspirale unterschiedliche Ausführungen am Markt, nämlich die klassische Kupferspirale als T-Modell oder Omega-Modell, die Kupferkette GyneFIX® als Weiterentwicklung der Kupfer-T-Spirale mit Fixierung, die Goldspirale, die Kupfer-Gold-Spirale und den Kupferperlenball. Die verhütende Wirkung wird auf Kupferbasis erzielt, dennoch unterscheiden sich die Modelle in Form und Größe.

Trotz Verhütung schwanger zu werden, ist möglich, denn keine Verhütungsmethode kann hundertprozentige Sicherheit garantieren. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass du trotz Spirale schwanger werden kannst. Das Risiko ist gering, existiert jedoch sehr wohl. Je nach verwendeter Datenlage und Auswertungsmethode kommt man zu unterschiedlichen Zahlen bei dem Versuch, die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft trotz Spirale zu berechnen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt in ihrem Dokument Mechanisms of action and effectiveness of contraceptive methods” für die Wahrscheinlichkeit, trotz Hormonspirale oder Kupferspirale schwanger zu werden, folgende Zahlen an:

  • Kupferspirale: 0,6 bis 0,8
  • Hormonspirale: 0,5 bis 0,7

Ungewollt schwanger trotz Kupferspirale werden also laut WHO 6 bis 8 von 1000 Frauen pro Anwendungsjahr und trotz Hormonspirale 5 bis 7 Frauen von 1000 ungewollt schwanger.

Schwangerschaftsrate trotz Spirale: Vergleich nach Spiralentyp
Verhütungsmethode Schwangerschaften pro 1.000 Frauen / Jahr
Kupferspirale (T-Modell, Omega-Modell) 6-8
Hormonspirale 5-7
GyneFIX® 200 / GyneFIX® 330 / GyneFIX® 10 1-4

Quellen: WHO, Mechanisms of action and effectiveness of contraceptive methods; Herstellerangaben GyneFIX; Praxisdaten Deutschland 2021–2024; Meirik O. et al., Contraception 2009; 80: 133–141.

Stand: Mai 2026 | Hinweis: Diese Tabelle ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über die für dich geeignete Verhütungsmethode. Fragen zur Kupferkette GyneFIX® kann eine im Praxisfinder gelistete Praxis am verlässlichsten beantworten. Dort betreuen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig GyneFIX®-Patientinnen und können dich auf Basis dieser Erfahrung individuell beraten.

Geringes Schwangerschaftsrisiko mit der GyneFIX®

Aktuell beschäftigt dich das Thema einer möglichen Schwangerschaft trotz Spirale. Vielleicht ist es für dich aktuell der falsche Moment, über eine zukünftige Verhütungsmethode nachzudenken. Jedoch wirst du auch zukünftig ein Kontrazeptivum benötigen. An dieser Stelle lohnt es sich, einen Blick auf die Kupferkette GyneFIX® zu werfen. Sie wurde mit dem Ziel entwickelt, dank ihrer Fixierung im oberen Gebärmuttermuskel (Myometrium) die Raten ungewollter Schwangerschaften der klassischen Kupferspirale reduzieren zu können. Ist eine Kupferkette von einer bezüglich der Insertionstechnik trainierten Frauenärztin oder einem trainierten Frauenarzt korrekt eingesetzt, gewährleistet sie zuverlässig die Abgabe von Kupferionen im oberen Bereich der Gebärmutterhöhle hin zu den Eierstöcken. Dort, wo die Wirkung der Kupferkette besonders wichtig ist.

Du findest über unseren Praxisfinder schnell und einfach eine GyneFIX®-Praxis, die dich noch weiter darüber aufklären und die Einlage mit dir durchführen kann ›› zum Praxisfinder

Der Hersteller gibt einen Pearl-Index¹ von 0,1 bis 0,5 für die GyneFIX® an. Die Zahlen von 2021 bis 2024 zeigen in Deutschland eine Schwangerschaftsrate von 0,1 bis 0,4. Demnach werden statistisch nur zwischen 1 und 4 Frauen von 1000 ungewollt schwanger, trotz GyneFIX®. Die unterschiedlichen Modelle der Verhütungsspirale unterscheiden sich demnach minimal hinsichtlich des Schwangerschaftsrisikos. Die Wahl hängt vielmehr von der Präferenz der Anwenderin ab, ob sie eine Verhütung ohne Hormone wünscht oder auch eine Verhütung mit Hormonen infrage kommen würde. Fällt die Wahl auf eine hormonfreie Verhütung, dann ist das passende Modell einer Kupferspirale auszuwählen, um während der Anwendung minimale Nebenwirkungen und Risiken zu erzielen.

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Wie bemerkst du die Schwangerschaft mit Kupferspirale?

Bei den Anwenderinnen einer Kupferspirale, der Kupfer-Gold-Spirale (auch Gold-Spirale genannt), Kupferkette oder dem Kupferball bleibt der natürliche Zyklus mit Eisprung und Menstruationsblutung erhalten. Die Anwenderin hat im Normalfall regelmäßig ihre Periode. Sollte unter Anwendung einer Spirale ohne Hormone überraschend keine Periode mehr einsetzen, dann kann dies ein Anzeichen für eine mögliche Schwangerschaft sein. Die Durchführung mehrerer Schwangerschaftstests an unterschiedlichen Tagen kann in dieser Situation für Gewissheit sorgen. Grundsätzlich sollte es medizinisch abgeklärt werden, wenn sich entgegen der Gewohnheit keine Periode mehr einstellt.

Periode ausbleiben Spirale - nicht immer ein Zeichen für eine Schwangerschaft

Wenn bei Frauen mit Spirale die Periode ausbleibt, denken viele sofort an eine mögliche Schwangerschaft. Doch das Ausbleiben der Periode mit einer Spirale kann verschiedene Ursachen haben, die je nach Spiralen-Typ unterschiedlich sind. Wir schauen uns mögliche Ursachen einmal am Beispiel einer Kupferspirale an: 

  • Schwangerschaft: Obwohl selten, ist dies die wichtigste auszuschließende Ursache
  • Stress und psychische Belastungen können den Zyklus vorübergehend durcheinanderbringen.
  • Gewichtsschwankungen, also starke Gewichtsab- oder -zunahme, können die Periode beeinflussen.
  • Intensive sportliche Aktivität kann zu einem zeitweisen Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhoe) führen.
  • Bei Mamas in der Stillzeit kann die Periode trotz Spirale ausbleiben.
  • Hormonelle Störungen, wie Schilddrüsenprobleme oder PCOS (Polyzystisches Ovarsyndrom) können unabhängig von der Spirale auftreten.
  • Bei Frauen ab 40 kann das Ausbleiben der Periode auf die beginnende Menopause (Wechseljahre) hindeuten.

Was tun, wenn die Periode ausbleibt?

Bleibt die Periode bei liegender Spirale länger als gewohnt aus, empfehlen wir folgende Schritte:

  1. Keine Panik! Es ist wichtig zu verstehen, dass das Ausbleiben der Monatsblutung bei liegender Spirale nicht automatisch eine Schwangerschaft bedeutet. Dennoch sollte bei Unsicherheiten immer eine medizinische Abklärung erfolgen, um sowohl eine Schwangerschaft als auch andere gesundheitliche Ursachen auszuschließen.
  2. Es ist Zeit für einen Schwangerschaftstest.
  3. Besuche deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt, besonders wenn die Periode länger als 6 bis 8 Wochen ausbleibt.

    Was wird hier gemacht? Zunächst sollte die Position deiner Spirale per Ultraschall überprüft werden. Außerdem wird gegebenenfalls eine Blutuntersuchung gemacht, um andere Ursachen ausschließen zu können.

  4. Wurde eine Schwangerschaft ausgeschlossen und auch keine andere körperliche Ursache gefunden, dann sei gnädig mit dir und gib deinem Körper und Geist, die Zeit, die es braucht, damit sich dein natürlicher Zyklus wieder einpendeln kann. Schneller als du es erwartest, kommt deine Menstruation dann ganz bestimmt wieder zurück. 

Schwanger trotz Hormonspirale

Die Hormonspirale zählt zu den modernsten und sichersten Langzeit-Verhütungsmethoden. Trotzdem berichten manche Frauen über Schwangerschaften trotz Hormonspirale, das ist selten, aber möglich. Alle unsere Informationen beruhen auf aktuellen Leitlinien und helfen dir, fundiert zu entscheiden. Mögliche Ursachen für eine ungewollte Schwangerschaft als Anwenderin einer Hormonspirale sind die folgenden:

  • Manipulation oder Verrutschen der Spirale: Die Hormonspirale kann selten verrutschen oder unbemerkt ausgestoßen werden.
  • Fehler bei der Einlage: Unvollständige Platzierung kann die Wirksamkeit vermindern.
  • Ablauf der Wirkungsdauer: Nach 3 bis 5 Jahren ist der Schutz nicht mehr zuverlässig.
  • Individuelle anatomische Unterschiede: In sehr seltenen Fällen reicht die lokale Hormonwirkung nicht aus, den Eisprung zuverlässig zu verhindern.
  • Medikamentöse Wechselwirkungen: Bestimmte Medikamente können theoretisch die Aufnahme des Hormons beeinflussen, dies tritt aber selten auf.

Die Hormonspirale (z.B. Mirena®, Kyleena®) hat einen sehr niedrigen Pearl-Index: sie gilt als eine der sichersten Methoden mit einem Pearl-Index von 0,05-0,6 (weniger als 1 von 1000 Frauen wird pro Jahr schwanger). Anatomische Besonderheiten, Lageveränderungen oder seltene medizinische Gründe können eine Schwangerschaft begünstigen.

Wie bemerkst du die Schwangerschaft mit Hormonspirale?

Bei einem Anteil der Anwenderinnen einer Hormonspirale bleibt die Menstruation als Nebenwirkung der Hormonspirale aus. Die Anwenderin hat keine Periode mehr und somit fehlt ein regelmäßiges, natürliches Merkmal dafür, dass trotz Spirale keine Schwangerschaft besteht. Setzt ein Spannungsgefühl in den Brüsten ein und hält es längere Zeit an, wird ungewohnte Übelkeit empfunden oder eine untypisch starke Müdigkeit, Heißhunger oder Abneigung bestimmter Lebensmittel, dann stellen diese Schwangerschaftssymptome mögliche Anzeichen dafür dar, schwanger trotz Hormonspirale zu sein. Schwangerschaftstests aus der Drogerie oder Apotheke sorgen schnell und preiswert für eine erste Klarheit.

Ist der Schwangerschaftstest positiv und die Vermutung, trotz Spirale schwanger zu sein, verdichtet sich, kann dringender Gesprächsbedarf entstehen. Schließlich ist die Schwangerschaft ohne Kinderwunsch eingetreten und der Gedanke an eine mögliche Zukunft als Eltern mit Kind wirft zahlreiche Fragen auf. Für ein erstes Gespräch steht bei Bedarf das Hilfetelefon für Schwangere in Not unter der Rufnummer 0800 40 40 020 zur Verfügung. Zudem bietet die Beratung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an, per Chat oder E-Mail in Kontakt zu treten. Ein Termin bei der Frauenärztin oder dem Frauenarzt sollte spätestens bei Vorliegen eines positiven Schwangerschaftstests vereinbart werden. In der gynäkologischen Praxis wird ein Bluttest zum Nachweis der Schwangerschaft durchgeführt. Außerdem wird die Ärztin oder der Arzt dort eine Ultraschalluntersuchung vornehmen, um die Schwangerschaft zu bestätigen, die SSW festzustellen und um nachzusehen, ob sich die Spirale in korrekter Position (in situ) in der Gebärmutterhöhle befindet.

Was gilt medizinisch, wenn du trotz Hormonspirale schwanger bist?

Aus medizinischer Perspektive betrachtet, gilt mit einer Schwangerschaft trotz Hormonspirale Folgendes zu berücksichtigen:

  • Es besteht ein erhöhtes Risiko für Eileiterschwangerschaft (extrauterine Schwangerschaft).
  • Risiko für Fehlgeburt und Frühgeburt: Bleibt die Spirale in der Gebärmutter, ist das Risiko für Komplikationen (Fehl-/Frühgeburten, Infektionen) erhöht: vor allem, wenn sie nicht entfernt werden kann.
  • Keine Hinweise auf Fehlbildungen: Studien zeigen, dass die Anwendung der Hormonspirale zum Schwangerschaftsbeginn nicht mit einer erhöhten Fehlbildungsrate für das Kind verbunden ist.

Sobald die Schwangerschaft erkannt ist, sollte die Spirale, wenn möglich, in den ersten Wochen entfernt werden. Wenn die Entfernung nicht möglich ist (z.B. Fäden nicht auffindbar), erfolgt eine engmaschige medizinische Betreuung durch eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt.

Du brauchst Hilfe?

Bei dringendem Gesprächsbedarf kannst du dich an das Hilfetelefon für Schwangere in Not wenden. Hilfe bekommst du unter der Rufnummer 0800 40 40 020 oder du vereinbarst ein Online-Beratungsgespräch.

Schwanger trotz Spirale - mögliche Gründe

Wer sich in dem Dilemma befindet, trotz Spirale schwanger zu sein, sucht verständlicherweise nach möglichen Gründen für das Versagen der intrauterinen Verhütung. Die Situation lässt sich schwer begreifen, denn eigentlich hatte man durch die Anwendung eines derart sicheren Verhütungsmittels wie der Spirale verantwortungsvoll gehandelt, um gerade einer solch schwierigen Situation vorzubeugen.

Ein Grund kann sein, dass die Spirale unbemerkt verloren gegangen ist. Die Anwenderin hat dann das Verrutschen der Spirale (Dislokation) im Körper nicht wahrgenommen. Das kommt sehr selten vor und klingt im ersten Moment unglaublich, ist aber möglich. Wenn, dann passiert dies meistens während der Menstruation. Die Spirale wird dann mit den Blutungen der Periode ausgeschwemmt. Einige Anwenderinnen tasten vorsorglich immer wieder zwischendurch am Muttermund nach dem Faden ihrer Spirale, um es frühzeitig zu bemerken, wenn die Spirale verloren gegangen sein sollte. Das Wahrnehmen regelmäßiger Kontrolluntersuchungen in der gynäkologischen Praxis gibt ebenfalls Sicherheit, dass sich die Spirale in gewünschter Position an Ort und Stelle befindet.

Wird eine Schwangerschaft festgestellt und die Spirale ist nicht mehr da, dann kann nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass die Spirale unbemerkt verloren gegangen ist (Expulsion). Zu gegebener Zeit sollte eine Untersuchung mit einem bildgebenden Verfahren (MRT, Röntgen, CT) durchgeführt werden, um auszuschließen, dass die Spirale nicht doch in die Bauchhöhle gewandert ist (Perforation). Dieses unerwartete Ereignis mit Spirale tritt selten ein, sollte aber dennoch stets in Betracht gezogen werden.

In etwa 5 % der Anwendungsfälle passiert es, dass im Laufe der Anwendungszeit die Spirale verrutscht. Es wird dann von einer Dislokation gesprochen. Wenn die Spirale verrutscht, können diese Symptome auftreten. Laut den Leitlinien der DGGG, OEGGG und SGGG spricht man von einer Dislokation, wenn sich die Spirale mehr als 10 Millimeter vom inneren Endometrium entfernt und sich entweder im oberen Bereich der Gebärmutter oder weiter unten, aber noch oberhalb des Zervixkanals befindet.1

Besonders in den ersten Monaten nach Einlage ist die Wahrscheinlichkeit einer Positionsveränderung des IUD am höchsten.2

Die Spirale ist verrutscht und du bist jetzt schwanger? In einer retrospektiven Studie, bei der 15 relevante Studien mit unterschiedlichem Studiendesign beurteilt wurden, zeigte sich eine gehäufte Anzahl von Schwangerschaften bei tiefem Sitz oder Dislokation der Spirale.3 Unklar blieb, ob die Positionsveränderung durch die Schwangerschaft ausgelöst wurde oder diese Veränderung bereits vor der Schwangerschaft bestand. Es ist umstritten, ob eine Dislokation den Verhütungsschutz beeinflusst und damit eine Ursache für eine Schwangerschaft darstellt oder nicht. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch Prof. Dr. med. Dr. pil. Dr. h.c. mult. Andreas D. Ebert in einem im Fachmagazin gyne 2024 erschienenen Fachartikel: Gynäkologie Blickdiagnosen. Dislozierte Intrauterinspiralen – klinische Konsequenz? Dort heißt es: „Bisher gibt es keine verlässlichen Daten darüber, ob ein disloziertes IUD oder IUS zu einem kontrazeptiven Defizit führt.“ (Andreas D. Ebert. Gynäkologische Blickdiagnosen. Dislozierte Intrauterinspiralen – klinische Konsequenz. gyne (29) 2024.)

Es ist in medizinischen Fachkreisen vorstellbar, dass eine verrutschte Spirale Auswirkungen auf die Verhütungssicherheit hat und ein Risiko für schwanger werden trotz Spirale begünstigt. Es fehlt allerdings an zuverlässigen Daten, die das vollständig bestätigen.

Jede Spirale ist für eine bestimmte Anwendungsdauer zugelassen. Wie lang diese ist, lässt sich in der Packungsbeilage lesen. Für diese definierte Zeitspanne konnte die Spirale eine zuverlässige verhütende Wirkung nachweisen. Nach Ablauf der Anwendungsdauer sollte die Spirale entfernt oder getauscht werden. Wird die Spirale länger liegengelassen als empfohlen, kann die abgegebene Wirkstoffmenge nicht mehr ausreichend für eine sichere Verhütung sein und das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft besteht. Das Schwangerschaftsrisiko von einer länger liegen gelassenen Spirale steigt im Zeitverlauf an, weil sich der Wirkstoff immer mehr verbraucht. Das gilt auch für die Kupferkette GyneFIX®, nach Ablauf der zugelassenen Anwendungsdauer von 5 oder 10 Jahren, je nach GyneFIX® Modell.

Wer seine Spirale länger liegen lässt und dadurch die empfohlene Tragedauer bewusst überschreitet, sollte zusätzlich verhüten, um das Schwangerschaftsrisiko aufgrund nachlassender Wirkung der Spirale zu reduzieren.

Trotz Spirale schwanger - was tun?

Vorangestellt einmal drei Aspekte, die du jetzt abklären musst:

  1. Spirale bloß nicht selbst entfernen!
  2. Arzttermin vereinbaren: Sofortige gynäkologische Kontrolle durchführen lassen.
  3. Gemeinsam entscheiden: Liegt die Schwangerschaft in der Gebärmutter oder außerhalb? Ist die Spirale noch sichtbar? Je nach Situation bespricht die Ärztin oder Arzt weitere Optionen und Risiken mit dir.

Bei einer Schwangerschaft trotz korrekt liegender Spirale (in situ) lassen sich häufig nur Vermutungen anstellen. Kein Verhütungsmittel kann bisher einen hundertprozentigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bieten, leider auch nicht die Spirale. Wird für die Zukunft wieder eine Verhütung mit einer Spirale ohne Hormone gewünscht, dann sollte ein Modell mit einem höheren Kupfergehalt gewählt werden, um eine noch etwas höhere Sicherheit zu erlangen.

Eileiterschwangerschaft trotz Spirale

Im Falle einer Schwangerschaft während der Anwendung einer Spirale ist die Möglichkeit einer Eileiterschwangerschaft im Hinterkopf zu behalten und während der Untersuchungen zu berücksichtigen. Bei einer Eileiterschwangerschaft ist eine frühzeitige Diagnose wichtig, um den erforderlichen gynäkologischen Eingriff so schnell wie möglich durchführen zu können. Eine Langzeitstudie belegt, dass die jährliche Rate für Eileiterschwangerschaften bei Frauen, die eine Spirale verwenden, bei etwa 0,9 pro 1000 Anwenderinnen liegt, also knapp 1 Frau pro 1000 Schwangerschaften mit Spirale.5 Es gibt Unterschiede zwischen den verschiedenen Spiralenarten. Eine umfangreiche schwedische Registerstudie, die über 1,6 Millionen Frauen untersuchte, zeigte, dass das Risiko für Eileiterschwangerschaften mit Hormonspirale etwas höher ist als bei der Kupferspirale.

Du hast Sorge vor einer Eileiterschwangerschaft? Präventiv kannst du dich für die Kupferkette GyneFIX® als Verhütungsmethode entscheiden. Die DGGG, OEGGG und SGGG weisen auf eine besonders niedrige Rate von Eileiterschwangerschaften bei Studien des rahmenlosen GyneFIX® IUD hin. So kannst du dein Risiko abermals minimieren.

Erfahrungsberichte von Frauen, die mit Spirale schwanger geworden sind

Im Internet existieren in Foren zahlreiche Berichte von Erfahrungen von mit der Spirale schwanger gewordenen Anwenderinnen. Eine ungewollte Schwangerschaft trotz Spirale erzeugt in den meisten Fällen Unsicherheit und kurzzeitige Überforderung und ist häufig mit Sorge und Verzweiflung verbunden, sodass man dankbar auf Erfahrungsberichte anderer (ehemals) schwangeren Frauen trotz Spirale zurückgreift, um sich selbst in die neue Situation einzufinden. Die Schwangerschaftsberatungsstellen arbeiten täglich mit Frauen, die sich in der Situation einer ungewollten Schwangerschaft befinden, und stehen mit ihren langjährigen Erfahrungen helfend zur Seite.

„Ich bin trotz Kupferspirale schwanger geworden, weshalb ich die Kupferkette in Betracht gezogen habe.“

Du möchtest mehr von Frauen lesen, die von einer anderen Verhütungsmethode zu GyneFIX® gewechselt sind? Dann lies gerne unseren ausführlichen Artikel „Verhütungsmittel Erfahrungen – Gründe für den Wechsel zu GyneFIX®

Schwanger, Spirale entfernen oder nicht?

Schwanger trotz Spirale zu sein, ist nicht grundsätzlich gefährlich. Jede Schwangerschaft muss individuell betrachtet werden. Per Ultraschall wird man sich in der gynäkologischen Praxis ein Bild machen, dieses bewerten und bezüglich eines Entfernens der Spirale beraten. Der Prozess des Entfernens der Spirale während einer Schwangerschaft erfordert besondere Sorgfalt und sollte nur von erfahrenen Frauenärztinnen oder Frauenärzten durchgeführt werden. Weitere Informationen zum generellen Ablauf und was beim Spirale entfernen zu beachten ist, können bei der Entscheidungsfindung hilfreich sein. Lies dazu unseren Artikel Spirale entfernen – Kupferspirale I Hormonspirale.

Wird per Ultraschall festgestellt, dass sich die Spirale trotz Schwangerschaft in korrekter Position befindet, dann sollte eine Entfernung der Spirale mittels Ziehen am Faden in Erwägung gezogen werden. Eine IUP-Fasszange kann zur Hilfe genommen werden, falls der Faden nicht sichtbar ist. Es gibt Fälle, in denen die Spirale entfernt wird, als auch solche, in denen die Spirale liegen gelassen und die Schwangerschaft fortgesetzt wird. Auch das Leitlinienprogramm der DGGG, OEGGG und SGGG gibt in ihrer Leitlinie Nicht-hormonelle Empfängnisverhütung Version 1.0 folgendes Statement ab: „Es ist unklar, ob bei intrauterin fortgeführter Schwangerschaft das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen durch Entfernung des IUD verringert wird.“ Wird nach gründlicher Abwägung die Entscheidung getroffen, die Spirale nicht zu entfernen, weil eine Entfernung zu risikoreich zu sein scheint, dann ist für die Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt, vorzeitige Wehen und/oder eine Sepsis zu berücksichtigen. Für die Schwangere sollten deshalb engmaschigere Kontrolltermine in der gynäkologischen Praxis während der Schwangerschaftsvorsorge bei einer Schwangerschaft mit liegender Spirale geplant werden. Bei einer Schwangerschaft mit liegender Spirale sind die behandelnde Frauenärztin oder der behandelnde Frauenarzt unverzüglich zu informieren über das plötzliche Auftreten von Symptomen wie typisch für grippeähnliche Erkrankungen, Fieber, Bauchkrämpfe und Bauchschmerzen, Schmerzen oder Brennen beim Geschlechtsverkehr, Blutungen oder vaginalem Ausfluss. Alternativ sollte eine Klinik für medizinischen Rat aufgesucht werden.

Verbleibt die Spirale die gesamte Schwangerschaft hindurch in der Gebärmutter, dann wird sie meistens während der Geburt zusammen mit der Plazenta (auch Mutterkuchen oder Fruchtkuchen genannt) ausgeschwemmt. Falls nicht, dann sollte eine Ultraschalluntersuchung oder nach der Geburt eine Beckenübersichtsaufnahme mit einem bildgebenden Verfahren durchgeführt werden, um die Spirale im Nachgang zu finden.

Gibt es mehr Fehlbildungen bei einer Schwangerschaft mit Spirale?

Eine Schwangerschaft trotz Spirale ist nicht grundsätzlich gefährlich, bedarf jedoch intensiverer Beobachtung, um die Risiken auch für die Mutter gering zu halten. Die Chancen stehen gut, dass ein gesundes Baby geboren wird, so wie es schon vielfach auf der ganzen Welt geschehen ist.

„Das Fehlbildungsrisiko unter den verschiedenen Methoden zur Kontrazeption ist als gering anzusehen.“

„Für alle derzeit im Handel befindlichen Kontrazeptiva besteht kein erhöhtes teratogenes Risiko.“

Fazit zu Schwangerschaften trotz Spirale

Eine Schwangerschaft trotz Spirale ist sehr selten, aber möglich. Spiralen gehören zu den sichersten Verhütungsmethoden überhaupt. Die Kupferkette GyneFIX® bietet mit ihrer speziellen Fixierung im Gebärmuttermuskel eine besonders hohe Sicherheit. Bei Schwangerschaftsverdacht musst du schnell handeln: einen Schwangerschaftstest durchführen und dich zeitnah in deiner gynäkologischen Praxis vorstellen. Dort wird per Ultraschall entschieden, ob die Spirale entfernt werden sollte (oder auch nicht).

Für deine zukünftige Verhütung empfiehlt sich gegebenenfalls ein Spiralenmodell mit höherem Kupfergehalt oder der Wechsel zur Kupferkette: Die GyneFIX® ist aufgrund ihrer Fixierung eine besonders sichere Alternative. Sie wird ambulant eingesetzt, schützt bis zu 10 Jahre mit günstigem Kostenprofil pro Monat und Anwenderfehler sind praktisch ausgeschlossen.

Zuverlässiger verhüten: GyneFIX® wird im Gebärmuttermuskel verankert

Anders als klassische Kupferspiralen kann die GyneFIX® nicht verrutschen. Die Fixierung im oberen Gebärmuttermuskel schließt eine Lageveränderung anatomisch aus. Im Praxisfinder findest du eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen in deiner Nähe, der das Insertionstraining absolviert hat.

FAQ: Häufige Fragen zu Schwangersein und Spirale tragen

Ein Ausbleiben der Periode mit Spirale kann verschiedene Ursachen haben. Bei der Hormonspirale ist es eine normale Nebenwirkung, die bei 20 bis 30 % der Anwenderinnen auftritt. Bei der Kupferspirale oder der Kupferkette GyneFIX® sollte die Periode regelmäßig kommen. Bleibt die Menstruation aus, kann dies auf eine Schwangerschaft, aber auch auf Stress, Gewichtsschwankungen oder hormonelle Störungen hindeuten. Mach zur Sicherheit einen Schwangerschaftstest und suche nach längerem Ausbleiben deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt auf.

Das kann pauschal nicht beantwortet werden und entscheidet deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt individuell nach einer Ultraschalluntersuchung. Es gibt Fälle, in denen die Spirale entfernt wird, und solche, in denen sie liegen bleibt. Bleibt die Spirale liegen, sind engmaschigere Kontrollen während der Schwangerschaft wichtig. Die Chancen auf ein gesundes Baby stehen in beiden Fällen gleichermaßen gut.

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, aber sie existiert. Mit der klassischen Kupferspirale werden 6 bis 8 von 1000 Frauen pro Jahr schwanger. Mit der Hormonspirale sind es 5 bis 7 von 1000 Frauen im Jahr. Die Kupferkette GyneFIX®  bietet mit nur 1 bis 4 Schwangerschaften pro 1000 Frauen eine besonders hohe Sicherheit. Keine Verhütungsmethode kann jedoch einen hundertprozentigen Schutz garantieren, das muss dir bewusst sein, wenn du dich für den Koitus entscheidest.

Ja, aber es ist sehr selten. Meist liegt dann ein Verrutschen oder Ausstoßen der Spirale vor, regelmäßige Kontrollen bei deiner Gynäkologin helfen, dieses Risiko weiter zu senken.

GyneFIX® gehört zu den sichersten hormonfreien Langzeitmethoden und weist in Studien sehr niedrige Versagerraten auf; durch die Verankerung im Gebärmuskel ist ein Verrutschen seltener als bei vielen klassischen Kupferspiralen.

Sehr selten. Etwa 1-6 von 10.000 Frauen werden pro Jahr trotz Hormonspirale schwanger, je nach Anwendung und Modell.

Nein. Das Risiko für Fehlbildungen ist laut Studien nicht erhöht.

Das Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburten und Infektionen ist mit inserierter Hormonspirale während der Schwangerschaft erhöht. Sofern möglich, sollte die Spirale zeitnah entfernt werden.

Zu den Warnzeichen zählen starke Unterleibsschmerzen, Blutungen und Kreislaufprobleme. Treten diese Beschwerden auf, bitte sofort ärztlich abklären lassen!

Quellen

DGGG/OEGG/SGGG (Hrsg.) (2024): S2k-Leitlinie Nichthormonelle Kontrazeption. AWMF siehe: S.126 -127.

Faùdes D, Bahamondes L, Faùdes A, Petta CA. T-shaped IUD move vertically with endometrial growth and involution during the menstrual cycle. Contraception 1998; 57: 413-415.

Golightly E, Gebbie AE. Low-lying or malpositioned intrauterine devices and Systems. J Fam Plann Reprod Health Care 2014; 40: 108-112

DGGG/OEGG/SGGG (Hrsg.) (2024): S2k-Leitlinie Nichthormonelle Kontrazeption. AWMF siehe: S.135 – 136 

Ganacharya S, Bhattoa HP, Batàr I. Ectopic pregnancy among non-medicated and cooper-containing intrauterine device unsers: a 10-year follow up. Eur J Obstet Gynecol Reprod biol 2003; 111: 78-82

Meirik O, Rowe PJ, Peregoudov A, Piaggio G, Petzold M. The frameless copper IUD (gyneFix) and the TCu380A IUD: results of a 8-year multicenter randomized comparative trial. Contraception 2009; 80: 133-141.

Heinemann K, Reed S, Moehner S, Minh TD. Comparative contraceptive effectiveness of levonorgestrel-releasing and copper intrauterine devices: the European Active Surveillance Study for Intrauterine Devices. Contraception 2015; 91: 280-283.)

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (2023): Leitlinie Kontrazeption, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-081.html [abgerufen am 17.07.2025]

Heikinheimo, O. et al (2021): Levonorgestrel-Releasing Intrauterine System: Efficacy and Safety. The Lancet, https://www.thelancet.com/ [abgerufen am 17.07.2025]

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2024): Sicherheit von Hormonspiralen, https://www.familienplanung.de/verhuetung/hormonspirale/ [abgerufen am 17.07.2025]

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Unser Experte Dr. Ansgar Pett geht beim Online-Infoabend via Zoom auf deine Fragen rund um die GyneFIX®  ein.

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