Kupferkette Sicherheit: Wirkung und Pearl-Index der GyneFIX®
Die Kupferkette GyneFIX® gehört zu den sichersten verfügbaren Verhütungsmethoden. Ihr Pearl-Index liegt bei 0,1 bis 0,5. Von 1.000 Frauen, die ein Jahr lang mit der Kupferkette verhüten, werden maximal 1 bis 5 ungewollt schwanger. Das entspricht einer Verhütungssicherheit von 99,5 bis 99,9 Prozent, ohne Hormone, ohne tägliche Einnahme, ohne Anwendungsfehler.
Die Wirkung beruht auf kontinuierlicher Abgabe von Kupferionen in der Gebärmutter. Diese hemmen die Beweglichkeit der Spermien und verhindern so eine Befruchtung. Anders als bei Anwendung der Pille musst du an nichts denken. Die GyneFIX® ist im Gebärmuttermuskel fixiert und kann dadurch nicht verrutschen.
Wie das genau funktioniert, warum die Fixierung der entscheidende Sicherheitsvorteil ist, und für wen die Kupferkette geeignet ist, erklären wir dir im Detail.
1. Wie wirkt die Kupferkette GyneFIX® ?
2. Wie lange wirkt die Kupferkette GyneFIX® ?
3. Ab wann wirkt die Kupferkette GyneFIX® ?
4. Ist die Kupferkette sicherer als die Kupferspirale?
5. Bauweise: Warum die Form die Sicherheit beeinflusst
6. Was passiert während der Menstruation?
7. Für wen eignet sich die Kupferkette GyneFIX® ?
8. Verträglichkeit und Fortsetzungsrate der Kupferkette?
9. Hormonfreie Verhütung: Warum viele Frauen Hormone bewusst meiden
10. Ist das Kupfer im Körper schädlich?
11. Wie sicher ist die Kupferkette als Verhütungsmethode – Pearl-Index?
12. FAQ: Häufige Fragen zur Sicherheit & Wirkung der Kupferkette?
Wie wirkt die Kupferkette GyneFIX® ?
Die Kupferkette wirkt durch kontinuierliche Abgabe von Kupferionen in der Gebärmutter. Diese Ionen hemmen die Beweglichkeit und Funktion der Spermien, sodass eine Befruchtung der Eizelle verhindert wird. Die Wirkung beruht auf demselben bewährten Mechanismus wie bei anderen Kupfer-Intrauterinpessaren. Konkret passiert Folgendes: Die Kupferionen verändern das biochemische Milieu in der Gebärmutter und den Eileitern. Dadurch werden Spermien in ihrer Bewegung eingeschränkt und können die Eizelle nicht mehr erreichen oder befruchten. Zusätzlich wird die Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle erschwert. Die Kupferkette gehört zu den sichersten Verhütungsmitteln.
Diese kombinierte Wirkweise erklärt auch, warum Kupfer-Intrauterinpessare wie die GyneFIX® zu den wirksamsten Methoden der Notfallverhütung zählen und die Pille danach in ihrer Sicherheit übertreffen können, sofern das Einsetzen innerhalb von 5 Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr erfolgt. Die Wirkung erfolgt ohne hormonelle Eingriffe in deinen Hormonhaushalt.
Mit der Kupferkette bleiben dein natürlicher Zyklus und dein Eisprung erhalten. Sobald die Kupferkette entfernt wird, endet ihre verhütende Wirkung unmittelbar. Schwanger werden ist direkt danach möglich, ohne hormonbedingtes Warten auf die Rückkehr deiner Fruchtbarkeit.
Die Kupferkette wirkt 5 bis 10 Jahre, je nach Modell. Die Modelle GyneFIX 200 und GyneFIX 330 wirken 5 Jahre, das Modell GyneFIX 10 wirkt 10 Jahre. Über diese gesamte Dauer bleibt die Wirksamkeit dieser Verhütung gleichmäßig hoch.
Nach Ablauf der zugelassenen Anwendungsdauer lässt die Schutzwirkung nach und es ist Zeit für einen Wechsel. Deine Ärztin oder dein Arzt entfernt die alte Kupferkette und setzt in derselben Sitzung eine neue ein.
Kann ich die Kupferkette GyneFIX® länger tragen? Das verbleibende Kupfer verbraucht sich nach und nach weiter. Irgendwann reichen die abgegebenen Kupferionen nicht mehr aus für eine zuverlässige Verhütung. Dieser Prozess ist individuell und lässt sich nicht exakt vorhersagen. Deshalb gilt: Nach 5 oder 10 Jahren ist ein Wechsel wichtig.
Ab wann wirkt die Kupferkette GyneFIX® ?
Die Kupferkette wirkt sofort nach dem Einsetzen. Verhütungsschutz und Wirkung beginnen unmittelbar, da die Kupferionen direkt die Beweglichkeit der Spermien einschränken.
Mit dem ersten Geschlechtsverkehr nach der Einlage solltest du allerdings 14 Tage warten, auch wenn der Verhütungsschutz direkt da ist. Das gibt deiner Gebärmutter Zeit, sich an die Kupferkette zu gewöhnen. Anschließend kannst du sorgenfreie Sexualität durch die Verhütung mit der Kupferkette GyneFIX® genießen.
Ist die Kupferkette sicherer als die Kupferspirale?
Ja, die Kupferkette GyneFIX® ist in der Anwendungssicherheit überlegen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Bauweise: Die Kupferkette wird im Gebärmuttermuskel fixiert und kann dadurch nach dem abgeschlossenen Einwachsprozess theoretisch nicht verrutschen oder ausgestoßen werden. Bei der klassischen Kupfer-Spirale gehört das Verrutschen oder Ausstoßen (Expulsion) zu den häufigsten Ursachen für eine Schwangerschaft trotz Spirale.
Die Sicherheit beider Methoden ist grundsätzlich hoch (Pearl-Index Kupferspirale: 0,3-0,8, Kupferkette: 0,1-0,5). Der Unterschied liegt in der Zuverlässigkeit der Anwendung: Was richtig liegt, wirkt auch richtig. Wie sicher ist die Kupferkette?
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Verhütungssicherheit im Vergleich: Die folgende Tabelle vergleicht die Verhütungssicherheit von Kupferkette, Kupferspirale und Pille anhand des Pearl-Index (je niedriger, desto sicherer). Zielgruppe: Frauen, die eine langfristige, zuverlässige Verhütungsmethode suchen.
| Verhütungsmethode | Pearl-Index | Sicherheit | Hauptvorteil / Hauptrisiko |
|---|---|---|---|
|
Kupferkette GyneFIX® Daten laut Hersteller * |
0,1–0,5 | 99,5–99,9 % | Fixierung im Myometrium verhindert Verrutschen/Ausstoßen |
| Kupferspirale (z. B. TCu380) | 0,6–0,8 | 99,2–99,4 % | Verrutschen/Ausstoßen möglich (1–3 % im 1. Jahr) |
| Pille (perfekte Anwendung) | 0,3 | 99,7 % | Anwendungsfehler (Vergessen) |
| Pille (typische Anwendung) | 9 | 91 % | Anwendungsfehler häufig (Vergessen, Durchfall, Erbrechen, Wechselwirkungen) |
Erklärung: Der Pearl-Index zeigt: Beide Kupfer-Methoden sind sehr sicher. Der entscheidende Unterschied liegt nicht allein in der Wirksamkeitszahl, sondern in der Anwendungssicherheit. Die Kupferkette GyneFIX® wird direkt im Muskel der Gebärmutterwand verankert. Dadurch ist ein Verrutschen nahezu ausgeschlossen. Klassische T-förmige Spiralen liegen frei in der Gebärmutter und können in seltenen Fällen verrutschen oder ausgestoßen werden, was die Sicherheit beeinträchtigen kann.
* Die Pearl-Index-Angaben für die Kupferkette GyneFIX® basieren auf Herstellerdaten. Unabhängige Studien (Cochrane-Analyse, O'Brien & Marfleet 2005; 4 RCTs, n = 5.939) zeigen im Jahr 1 eine vergleichbare Schwangerschaftsrate wie beim T-Cu380A, der Unterschied ist statistisch nicht signifikant. Der Hauptvorteil der Kupferkette ist die mechanische Fixierung, nicht zwingend ein numerisch niedrigerer Pearl-Index gegenüber hochwertigen Kupferspiralen (≥ 300 mm² Kupferfläche). Für die Kupferspirale beziehen sich die Angaben auf typische und perfekte Anwendung laut WHO/Trussell (2011) und FSRH (2023).
Quellen: WHO MEC 2015; Trussell J. Contraceptive Technology 2011; FSRH Clinical Guideline Intrauterine Contraception 2023; O'Brien & Marfleet, Cochrane Database Syst Rev 2005; DGGG S2k-Leitlinie Nicht-hormonelle Empfängnisverhütung 2024; Herstellerangaben GyneFIX
Stand: Mai 2026 | Hinweis: Diese Tabelle ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über die für dich geeignete Verhütungsmethode. Fragen zur Kupferkette GyneFIX® kann eine im Praxisfinder gelistete Praxis am verlässlichsten beantworten. Dort betreuen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig GyneFIX-Patientinnen und können dich auf Basis dieser Erfahrung individuell beraten.
Bauweise: Warum die Form die Sicherheit beeinflusst
Um die Wirkung und Sicherheit der Kupferkette GyneFIX® ? besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Bauweise. Eine klassische Kupferspirale besitzt meist eine T-Form oder Omega-Form mit seitlichen Armen. Nach dem Einsetzen entfaltet sie sich in der Gebärmutter, wobei ihre Arme an der Gebärmutterwand anliegen. Dadurch erhält die Spirale ihren Halt.
Bei manchen Frauen kann diese starre Konstruktion jedoch Beschwerden verursachen. Befindet sich die Gebärmutter im Ruhezustand, liegt die Kupferspirale meist unbemerkt in der Gebärmutterhöhle. Während der Menstruation oder bei körperlicher Aktivität kann die starre Form allerdings beim Tragen der Spirale Schmerzen, Druckgefühl oder Reizungen verursachen.
Ist das Tragen der Kupferkette schmerzhaft? Die Kupferkette GyneFIX® funktioniert anders. Sie besteht aus mehreren kleinen Kupferelementen, die auf einem chirurgischen Faden aufgereiht sind. Am oberen Ende des Fadens befindet sich ein Knoten, der mit einer dünnen Nadel im oberen Gebärmuttermuskel (Fundus) fixiert wird. Ausgehend von diesem Fixpunkt hängt die Kupferkette frei in der Gebärmutter.
Was passiert während der Menstruation?
Die Gebärmutter ist ein kräftiger Muskel, der sich während der Menstruation rhythmisch zusammenzieht. Dabei kann eine klassische Kupferspirale durch ihre starre Form Druck, Schmerzen oder Krämpfe verursachen und die empfindliche Gebärmutterschleimhaut reizen. Manchmal verbiegen sich durch diese Kräfte die Arme der Spirale.
Im Extremfall verrutscht die Spirale oder wird ausgestoßen. In diesem Fall ist der vollständige Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet. Genau das gehört zu den häufigsten Ursachen für eine Schwangerschaft trotz Spirale.
Die Kupferkette GyneFIX® ist mit 2 Millimetern Breite deutlich schmaler. Sie nimmt nur ein geringes Volumen in der Gebärmutterhöhle ein und passt sich flexibel jeder Bewegung an. Durch ihre kleine Bauweise werden die typischen Nebenwirkungen klassischer Kupferspiralen oft gar nicht oder deutlich schwächer wahrgenommen.
Der entscheidende Sicherheitsvorteil: Durch den fixierten Ankerknoten kann die Kupferkette nicht verrutschen. Das Risiko des Ausstoßens (Expulsion) ist minimal. Die Kupferhülsen behalten ihre Position im oberen Bereich der oberen Gebärmutterhöhle und geben die Kupferionen dort ab, wo es wichtig ist. Zudem ist der Ankerknoten der Kupferkette GyneFIX® mit einem kleinen Metallelement versehen, welches optimal im Ultraschall sichtbar ist. Das ermöglicht der Gynäkologin oder dem Gynäkologen eine schnelle und zuverlässige Kontrolle der korrekten Position direkt nach der Einlage, womit die bestmögliche Wirkung und Sicherheit für die Patientin gewährleistet sind. Die hohe Sicherheit der GyneFIX® Kupferkette bleibt über die gesamte Anwendungsdauer gleichmäßig erhalten.
Für wen eignet sich die Kupferkette GyneFIX® ?
Die Kupferkette ist grundsätzlich für Frauen jeden Alters zur Verhütung geeignet, unabhängig davon, ob sie bereits Kinder haben. Besonders naheliegend ist sie in diesen Situationen:
Du verträgst Hormone nicht oder möchtest sie grundsätzlich meiden. Wer unter Stimmungsschwankungen, Libidoverlust oder anderen Beschwerden durch hormonelle Verhütung leidet, findet in der Kupferkette eine wirksame Alternative ohne Einfluss auf den Hormonhaushalt.
Du hast mit einer klassischen Kupferspirale Schmerzen oder starke Blutungen erlebt. Die schmalere Bauweise der GyneFIX® (2 mm Breite) und ihre freie, flexible Position in der Gebärmutterhöhle werden von vielen Anwenderinnen als deutlich verträglicher empfunden.
Du hast eine kleine oder kinderlose Gebärmutter. Klassische T-Spiralen passen nicht in jede Gebärmutterhöhle. Die Kupferkette kann auch bei engeren anatomischen Verhältnissen eingesetzt werden, sofern eine GyneFIX-erfahrene Ärztin oder ein erfahrener Arzt die Einlage vornimmt.
Du suchst eine langfristige hormonfreie Verhütung, ohne täglich an deine Verhütung zu denken. Einmal eingesetzt, schützt die Kupferkette 5 oder 10 Jahre zuverlässig, ohne Einnahmeritual, ohne Rezeptpflicht, ohne Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
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Verträglichkeit und Fortsetzungsraten der Kupferkette GyneFIX® ?
Die Sicherheit einer Verhütungsmethode hängt nicht nur vom Pearl-Index ab. Entscheidend ist auch, ob Frauen dabei bleiben. Eine Methode, die wegen Beschwerden vorzeitig entfernt wird, schützt nicht mehr.
Die Fortsetzungsrate gibt an, wie viele Frauen eine Methode nach einem Jahr noch anwenden. Bei der Kupferkette GyneFIX® liegt sie in Studien tendenziell höher als bei klassischen Kupferspiralen. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Die kleinere Bauweise verursacht seltener menstruationsbedingte Schmerzen und Krämpfe. Die mechanische Fixierung schließt ein Verrutschen nahezu aus, sodass Arztbesuche wegen Lagestörungen entfallen.
Das ist nicht nur Theorie: In der bislang größten unabhängigen Vergleichsstudie (Cochrane, knapp 6.000 Frauen) wurde die Kupferkette seltener wegen Schmerzen oder Blutungen entfernt als die klassische Kupferspirale. Und das Verrutschen oder Ausstoßen, die häufigste Ursache für eine ungewollte Schwangerschaft mit Spirale, trat bei der Kupferkette signifikant seltener auf.
Unter den kupferbasierten Langzeitverhütungen gilt die GyneFIX® aktuell als die körperlich verträglichste Option. Nebenwirkungen wie starke Blutungen oder menstruationsbedingte Schmerzen treten seltener auf als bei klassischen Kupferspiralen, und wenn, dann in der Regel schwächer ausgeprägt. Das bestätigen vor allem Frauen, die von der Kupferspirale auf die Kupferkette umgestiegen sind. Wer die kleinere, flexiblere GyneFIX® nicht verträgt, wird mit einer starren, voluminöseren Kupferspirale sehr wahrscheinlich noch weniger gut zurechtkommen. Umgekehrt gilt: Wer bisher schlechte Erfahrungen mit der Kupferspirale gemacht hat, sollte die Kupferkette nicht vorschnell ausschließen.
Für dich bedeutet das: Die Kupferkette ist nicht nur auf dem Papier sicher. Viele Anwenderinnen bleiben langfristig dabei, weil sie sich damit wohlfühlen. Ein zentraler Grund dafür ist, was die Kupferkette nicht tut: Sie gibt keine Hormone ab.
Hormonfreie Verhütung: Warum viele Frauen Hormone bewusst meiden
Viele Frauen beschreiben sich selbst als hormonsensitiv. Hormonelle Verhütungsmethoden, also Pille, Implantat, Depotspritze oder Hormonring, geben synthetische Hormone in den Blutkreislauf ab. Sie wirken nicht lokal, sondern auf den gesamten Organismus, einschließlich Leber, Gehirn und Herz-Kreislauf-System.
Die Hormonspirale wird häufig als lokale Alternative genannt. Das stimmt nur zum Teil. Sie gibt zwar überwiegend lokal Levonorgestrel ab, jedoch gelangen auch geringe Mengen in den Blutkreislauf. Frauen, die empfindlich auf Hormone reagieren, spüren die Nebenwirkungen bisweilen in Form von Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Brustspannen oder Hautveränderungen (Akne).
Die GyneFIX® Kupferkette enthält keinerlei Hormone. Es werden keine Hormone in den Blutkreislauf abgegeben. Der Körper funktioniert genau so wie ohne Verhütungsmittel, inklusive natürlichem Zyklus, Eisprung und eigener Hormonproduktion.
Aktuelle Studiendaten aus Deutschland zeigen: 64 % der 16- bis 25-Jährigen sind der Meinung, hormonelle Verhütungsmittel belasten Körper und Seele. Mehr als die Hälfte hat ein ungutes Gefühl dabei, über viele Jahre kontinuierlich Hormone zu nehmen (Quelle: BIÖG, „Verhütungsverhalten Erwachsener und Jugendlicher”, Befragung 2024).
Was das für die Sicherheit der Kupferkette bedeutet und warum Kupfer selbst kein Risiko darstellt, erklärt der folgende Abschnitt.
Ist das Kupfer im Körper schädlich?
Nein. Für gesunde Frauen sind Kupfer-Intrauterinpessare sicher und seit Jahrzehnten gut erforscht. Die freigesetzten Kupfermengen sind sehr gering. Aktuelle medizinische Leitlinien bestätigen ausdrücklich: Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, dass Kupfer-IUDs bei gesunden Frauen zu einer Kupfertoxizität führen (FSRH 2023).
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet Verhütungsmethoden anhand wissenschaftlich fundierter Medical Eligibility Criteria (MEC). Kategorie 1 bedeutet: ohne Einschränkungen anwendbar. Kupfer-IUDs wie die GyneFIX® erhalten für gesunde Frauen MEC Kategorie 1, die bestmögliche Einstufung.
Besonders relevant ist das in medizinisch sensiblen Situationen: Bei Frauen mit aktivem Brustkrebs sind hormonelle Verhütungsmethoden einschließlich der Hormonspirale als WHO-Kategorie 4 eingestuft und damit kontraindiziert. Die Kupferkette GyneFIX® bleibt auch in dieser Situation in Kategorie 1.
Von der Anwendung abgeraten wird nur in sehr seltenen Ausnahmefällen. Die wichtigste Kontraindikation ist die erbliche Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson, bei der der Körper Kupfer nicht normal verarbeiten kann (FSRH 2023).
Behauptungen, Kupferverhütung verursache diffuse Beschwerden wie Müdigkeit, Angstzustände oder Depressionen, sind wissenschaftlich nicht belegt (FSRH 2023). Treten solche Beschwerden auf, sollten sie medizinisch abgeklärt werden. Die Ursachen liegen in der Regel an anderer Stelle.
Wie sicher ist die Kupferkette als Verhütungsmethode - Pearl-Index?
Der Pearl-Index der Kupferkette GyneFIX® liegt bei 0,1 bis 0,5. Das bedeutet: Von 1.000 Frauen, die ein Jahr lang mit der Kupferkette verhüten, werden maximal 1 bis 5 ungewollt schwanger. Das entspricht einer Verhütungssicherheit von 99,5 bis 99,9 Prozent. Die Kupferkette gehört damit zu den sichersten verfügbaren Verhütungsmethoden.
Was bedeutet der Pearl-Index?
Der Pearl-Index ist die internationale Maßzahl für Verhütungssicherheit. Er gibt an, wie viele von 100 Frauen bei einer bestimmten Methode pro Jahr ungewollt schwanger werden. Je niedriger der Wert, desto sicherer die Methode.
- Pearl-Index 0,1 = 1 Schwangerschaft pro 1.000 Frauen pro Jahr
- Pearl-Index 0,5 = 5 Schwangerschaften pro 1.000 Frauen pro Jahr
- Pearl-Index 9 = 9 Schwangerschaften pro 100 Frauen pro Jahr
Warum ist der Pearl-Index der GyneFIX® so niedrig?
Zwei Faktoren erklären die hohe Sicherheit: Erstens die kontinuierliche und zuverlässige Abgabe von Kupferionen über die gesamte Tragedauer. Zweitens die mechanische Fixierung im Gebärmuttermuskel, sofern die Kupferkette korrekt verankert wurde, die ein Verrutschen der Kupferkette nahezu ausschließt. Bei der klassischen Kupferspirale kann eine Lageveränderung die Wirksamkeit im Alltag beeinträchtigen, bei der Kupferkette nicht.
Wie viele GyneFIX®-Anwenderinnen wurden pro Jahr tatsächlich schwanger?
FAQ: Häufige Fragen zur Sicherheit &Wirkung der Kupferkette
Der Verhütungsschutz der Kupferkette GyneFIX® setzt sofort nach der Einlage ein, da die Bewegungsfähigkeit der Spermien unmittelbar eingeschränkt und der Untergang der Spermien dadurch eingeleitet wird. Zudem wird die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut dank der Kupferkette GyneFIX® verhindert. Deine Fruchtbarkeit wird allerdings nicht negativ beeinflusst und wird bei Entfernung der Kupferkette sofort wiederhergestellt. Mit dem ersten Geschlechtsverkehr nach der Einlage solltest du allerdings 14 Tage warten, auch wenn Wirkung und Sicherheit der Verhütungsmethode direkt da sind. Anschließend kannst du die sorgenfreie Sexualität mit der Kupferkette genießen. Das sind die Verhaltensregeln in den ersten Wochen mit der GyneFIX®.
Die GyneFIX® 200 (PZN: 9254481) oder die GyneFIX® 330 (PZN: 9254498) können laut Hersteller bis zu fünf Jahre getragen werden. Die zugelassene Wirkung und Sicherheit des neuen Modells GyneFIX® 10 (PZN: 17755837) beträgt sogar 10 Jahre. Danach sollte sie gegen eine neue Kupferkette ausgetauscht werden. Bei Bedarf, zum Beispiel bei einem spontanen Kinderwunsch, kann sie selbstverständlich auch problemlos früher entfernt werden.
Vielleicht hast du bei deiner Recherche zur Wirkung der zur Kupferkette GyneFIX® gelesen, dass Kupfer-Intrauterinpessare eine „lokale Entzündungsreaktion” auslösen. Dieser Begriff sorgt oft für Verunsicherung und ist medizinisch irreführend.
Klarstellung: Die Kupferkette verursacht keine Entzündung, wie du sie von Infektionen oder Krankheiten kennst. Es gibt keine Erreger, keine Schädigung der Gebärmutter und keine gesundheitsschädliche chronische Entzündung. Die Wirkungsweise der zur Kupferkette GyneFIX® basiert auf einer örtlich begrenzten biologischen Reaktion, die ausdrücklich kein Krankheitsprozess ist.
Was tatsächlich passiert: Die von der Kupferkette GyneFIX® abgegebenen Kupferionen aktivieren körpereigene Abwehrzellen (Leukozyten) und Botenstoffe (Prostaglandine). Diese verändern das biochemische Milieu in der Gebärmutter, sodass Spermien gehemmt werden. Das ist die gewollte Wirkung der zur Kupferkette GyneFIX® , der gleiche Mechanismus, auf dem auch die verhütende Wirkung der Kupferspirale (Kupfer-IUD, Kupfer-IUP) beruht.
Die Wirksamkeit der Kupferkette wird durch diesen natürlichen Prozess nicht beeinträchtigt, sondern erst ermöglicht. Deine Gebärmutter ist keinesfalls dauerhaft „entzündet” oder geschädigt.Die Reaktion ist örtlich begrenzt auf die Gebärmutter und endet nach Entfernung der Kupferkette. Deine Gebärmutter kehrt in ihren ursprünglichen Zustand zurück.
Die Kupferkette GyneFIX® und Kupferspirale (Kupfer-IUD, Kupfer-IUP) geben über die gesamte Anwendungsdauer kontinuierlich Kupfer-Ionen ab. Mit der Zeit nimmt die verfügbare Kupfermenge jedoch nach und nach ab. Irgendwann werden nicht mehr ausreichend Kupfer-Ionen freigesetzt, um die hohe Verhütungssicherheit zuverlässig aufrechtzuerhalten.
Wie schnell dieser Prozess verläuft, ist individuell unterschiedlich und lässt sich nicht exakt vorhersagen. Deshalb sollten Kupferkette und Kupferspirale nach Ablauf der empfohlenen Tragedauer rechtzeitig gewechselt werden, je nach Modell nach 3, nach 5 oder nach 10 Jahren.
Nein. Der Kupferspiegel im Blut kann bei einigen Anwenderinnen minimal ansteigen, bleibt aber absolut im normalen Rahmen und liegt weit unterhalb von Mengen, die als mögliche Auslöser für körperweite Krankheitssymptome gelten. Kupfer ist ein natürliches Spurenelement, das der Körper kennt und benötigt. Die wissenschaftliche Einordnung, einschließlich der WHO-Einstufung und bekannter Kontraindikationen, findest du im Abschnitt: Ist das Kupfer im Körper schädlich?.
Die Kupferkette GyneFIX 200 ist das Kupfer-IUD-Modell mit der geringsten Kupferoberfläche am deutschen Markt. Die meisten anderen klassischen Kupferspiralen wirken mit einer Kupferoberfläche von 375 mm² oder 380 mm².
Die Kupferspirale und Kupferkette GyneFIX® sind sicherer als die Pille. Die Kupferkette ist noch etwas sicherer als die Kupferspirale, weil ihre Fixierung im oberen Gebärmuttermuskel (Fundus, Myometrium) ein Verrutschen oder Ausstossen vorbeugt.
Grundsätzlich bietet eine Spirale in der alltäglichen Anwendung verglichen mit der Pille eine höhere Sicherheit. Anwendungsfehler sind ausgeschlossen und somit ist ein kontinuierlicher Verhütungsschutz unabhängig von der Aufmerksamkeit der Anwenderin gewährleistet. Ein Vergessen oder unerwarteter Wirkungsverlust (Durchfall oder Erbrechen), wie es bei der Pille vorkommen kann, ist nicht möglich.
Nein, Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol beeinträchtigen die verhütende Wirkung der Kupferkette und der Kupferspirale nicht. Die Kupferionen wirken lokal im biochemischen Milieu der Gebärmutter. Dieser Mechanismus wird durch systemisch wirkende Schmerzmittel nicht unterbrochen. Ibuprofen wird bei menstruationsbedingten Schmerzen mit Kupferspirale sogar häufig gezielt eingesetzt, da es entzündungshemmend wirkt und Krämpfe lindert, ohne den Verhütungsschutz zu beeinflussen.
Hier findest du eine Antwort auf die Frage, ob die Anwendung von Schmerztabletten die Wirkung der Kupferkette, als besondere Kupferspirale, einschränkt oder das Risiko für eine Thrombose erhöht.
Hast du weitere Fragen zur Wirkung oder Sicherheit der Kupferkette? Eine GyneFIX® -erfahrene Praxis kann sie auf Basis eigener Erfahrung mit deiner Situation abgleichen. Den direkten Weg dorthin findest du hier.