Spirale zu lange drin: rechtzeitig Wechseln
Die Kupferspirale schützt je nach Modell 3 bis 5 Jahre. Danach nimmt der Verhütungsschutz ab, weil sich das Kupfer verbraucht. Wer länger als fünf Jahre hormonfrei verhüten möchte, sollte nicht die Spirale zu lange drin lassen, sondern hat eine bessere Option.
Wieso nur fünf Jahre zugelassene Tragedauer?
Die zugelassene Anwendungsdauer von fünf Jahren wird festgelegt, weil sich das Kupfer mit der Zeit verbraucht und der Verhütungsschutz sich demnach nach Ablauf der Zulassungsdauer minimiert. Einige kleinere Modelle haben eine zugelassene Anwendungsdauer von nur drei Jahren. Wie schnell dieser Abbauprozess erfolgt, hängt von individuellen Faktoren ab, wie zum Beispiel von deinem Sexualleben bis hin zur Zusammensetzung und Menge der Gebärmuttersekrete, und ist kein Thema, das sich pauschal beantworten lässt. Nach drei oder fünf Jahren sollte die Kupferspirale also gewechselt werden, wenn keine Schwangerschaft gewünscht wird, um sicherzugehen, dass die Menge an Kupfer hoch genug ist, um sicheren Schutz zu gewährleisten. Solltest du die Kupferspirale dann länger liegen lassen wollen, muss eine zusätzliche Verhütungsmethode angewendet werden. Eine sichere Verhütung ist dann nicht mehr gegeben.
Gleiches gilt für die Kupferkette GyneFIX® und die Hormonspirale. Sollte die Anwendungszeit vorüber sein, muss das Verhütungsmittel gewechselt werden. Eine Spirale länger liegen zu lassen, ist immer mit Risiko verbunden. Häufig kann der Wechsel im selben Termin erfolgen, sodass du dich dafür nicht einmal ein zusätzliches Mal in deiner Frauenarztpraxis vorstellen musst.
| Modell | Zugelassene Tragedauer |
|---|---|
| Kupfer-T-Spirale | 3-5 Jahre |
| GyneFIX® 200 | 5 Jahre |
| GyneFIX® 330 | 5 Jahre |
| GyneFIX® 10 | 10 Jahre |
Warum verbraucht sich das Kupfer? Das Kupfer einer Spirale oder Kupferkette gibt kontinuierlich Kupferionen ab und dieser Vorrat ist endlich. Wie schnell das Kupfer abgebaut wird, hängt von individuellen Faktoren ab, zum Beispiel von Hormonspiegel, Gebärmuttersekret und Sexualleben. Nach Ablauf der zugelassenen Tragedauer ist der verbleibende Kupfergehalt zu gering für einen verlässlichen Verhütungsschutz. Ein längeres Liegenlassen ohne ärztliche Rücksprache ist daher nicht empfohlen.
Quellen: WHO Medical Eligibility Criteria for Contraceptive Use (WHO MEC, aktuelle Auflage); Herstellerangaben GyneFIX (Contrel Europe); Fachinformationen der jeweiligen Hersteller
Stand: Juni 2026 | Hinweis: Diese Tabelle ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über die für dich geeignete Verhütungsmethode. Fragen zur Kupferkette GyneFIX® kann eine im Praxisfinder gelistete Praxis am verlässlichsten beantworten. Dort betreuen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig GyneFIX®-Patientinnen und können dich auf Basis dieser Erfahrung individuell beraten.
Fünf Jahre Verhütungsschutz und Sicherheit reichen nicht?
Du möchtest gern mit der Kupferspirale verhüten, aber dir reichen fünf Jahre Tragedauer nicht aus? Du bist von Verhütung ohne Hormone überzeugt und bist gegen hormonelle Verhütungsmittel, suchst aber eine noch langanhaltendere Langzeitverhütungsmethode? Dann könnte die GyneFIX® 10 etwas für dich sein. Sie überzeugt mit einer zugelassenen Anwendungsdauer von 10 Jahren. Zudem hat sie durch ihre einzigartige Verankerung, die ein Verrutschen theoretisch unmöglich macht, eine leicht höhere Verhütungssicherheit als die klassische Kupferspirale.
Angst vor dem Wechsel der Spirale? Hormon oder Kupfer
Falls du gerade kurz vor dem Wechsel deiner Kupferspirale stehst, weil die fünf Jahre abgelaufen sind, und du frustriert bist, wieder nur fünf Jahre verhüten zu können, oder die Spirale Schmerzen verursacht: Auch du kannst zur GyneFIX® 10 wechseln. In unserem Praxisfinder kannst du eine GyneFIX®-Praxis finden und dich beraten lassen.
Viele Frauen schieben den Termin bei ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt für den Wechsel der Spirale vor sich her, weil sie sich vor dem Eingriff und damit verbundenen Schmerzen fürchten. Wir möchten dir diese Angst nehmen und dir erklären was dich erwartet: Die alte Spirale wird entfernt und die neue direkt im selben Zuge eingesetzt und beides zusammen dauert in der Regel nur wenige Minuten. Da du und deine Gebärmutter die erste Einlage bereits gemeistert haben, empfinden die meisten Frauen den Wechsel als weniger unangenehm als beim ersten Mal. Bei stärkeren Schmerzen oder besonderer Anspannung lässt sich mit deiner Praxis vorab besprechen, welche Möglichkeiten es zu schmerzlindernden Maßnahmen gibt. Wir haben einige davon in unserem Artikel Spirale einsetzen ohne Schmerzen zusammengetragen.
Auch die Kosten sind für viele ein Grund, den Termin aufzuschieben. Wie hoch die Kosten für die Einlage und den Wechsel der Kupferkette ausfallen und unter welchen Umständen sich Krankenkassen daran beteiligen, erfährst du auf unserer Seite Was kostet die Kupferkette GyneFIX®?
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FAQ: Häufige Fragen zu Spirale zu lange liegengelassen
Bei allen Kupferspiralen und auch bei der Kupferkette GyneFIX® verbraucht sich das Kupfer nach einigen Jahren, sodass die empfängnisverhütende Wirkung mit Ablauf der zugelassenen Anwendungsdauer abnimmt. Wird die empfohlene Liegedauer überschritten, steigt das Risiko für eine ungewollte Schwangerschaft. Fachgesellschaften und Beratungsstellen empfehlen deshalb nachdrücklich, die Spirale nach Ablauf der zugelassenen Anwendungsdauer entfernen oder wechseln zu lassen.
Sobald die zugelassene Anwendungsdauer deiner Spirale überschritten ist, solltest du dich nicht mehr auf die Spirale als alleinige Verhütung verlassen. Ab diesem Zeitpunkt ist eine ergänzende Methode wichtig, wenn du eine Schwangerschaft sicher vermeiden möchtest.
Ja. Die Kupferkette GyneFIX® 10 ist für eine Tragedauer von 10 Jahren zugelassen.
Mit Ablauf der zugelassenen Tragedauer einer Spirale lässt der Verhütungsschutz ab diesem Zeitpunkt nach, weil sich das Kupfer verbraucht hat. Das eigentliche Risiko reicht aber über eine ungewollte Schwangerschaft hinaus. Je länger eine Spirale über die zugelassene Anwendungsdauer hinaus liegen bleibt, desto höher wird das Risiko, dass sie sich in die Gebärmutterwand einwächst oder in seltenen Fällen sogar die Gebärmutterwand durchwandert (Perforation). Auch Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut können auftreten, vor allem wenn die Spirale über Jahre unbemerkt liegen bleibt. Solche Komplikationen sind selten, wurden in der medizinischen Literatur aber vor allem bei sehr lange, teils über Jahrzehnte inserierte Spiralen beschrieben. Je länger du wartest, desto schwieriger und unangenehmer kann außerdem die Entfernung selbst werden, etwa wenn sich die Rückholfäden zurückgezogen haben oder die Spirale fest mit dem umliegenden Gewebe verwachsen ist.
Aus den genannten Gründen raten wir ausdrücklich dazu, die Spirale von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt entfernen zu lassen, sobald der Anwendungszeitraum von 3, 5 oder 10 Jahren abgelaufen ist.
Der Wechsel der Kupferspirale sollte spätestens mit Ablauf der zugelassenen Tragedauer erfolgen, die je nach Modell unterschiedlich lang ist und in den Packungsbeilagen notiert ist. Bei der klassischen Kupfer-T-Spirale sind es 3 bzw. 5 Jahre, je nach Hersteller. Die Kupferketten GyneFIX® 200 und GyneFIX® 330 sind für jeweils 5 Jahre zugelassen und die GyneFIX® 10 schützt dich für 10 Jahre zuverlässig. Am besten planst du den Termin bereits einige Wochen vor Ablauf der Tragedauer, damit keine Lücke im Verhütungsschutz entsteht. Selbstverständlich kann jede Spirale auch problemlos vor Ablauf der zugelassenen Tragedauer entfernt werden. In der Regel kannst du die alte Spirale entfernen und direkt im selben Termin eine neue einsetzen lassen, insofern du das möchtest und vorher mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt besprichst.
Der Begriff schlimm ist hier vielleicht zu drastisch. Denn nur weil deine Spirale ein kurze Zeit länger in deiner Gebärmutter verweilt, bedeutet das nicht gleich einen Schaden für deinen Körper.
Viel wichtiger ist hier zu betonen, dass der Verhütungsschutz mit der Zeit abnimmt, weil sich das Kupfer verbraucht. Dieser Prozess verläuft schleichend und nicht von einem Tag auf den anderen. Eine kurze Überschreitung von wenigen Wochen ist deshalb kein Grund zur Panik, jedoch kann dir dein Verhütungsmittel ab diesem Zeitpunkt nicht mehr den zuverlässigen Schutz vor einer gewollten Schwangerschaft bieten wie innerhalb der zugelassenen Tragedauer. Vereinbare den Termin für den Wechsel oder die Entfernung demnach rechtzeitig oder verhüte während der Zeit, in der die Spirale ihren zugelassenen Zeitraum kurzzeitig überschreitet, zusätzlich mit einem Kondom.