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Dreimonatsspritze absetzen: Und dann?

Was muss ich beachten?

Du möchtest gerne die Dreimonatsspritze absetzen und fragst Dich, welches Verhütungsmittel statt der Hormonspritze für Dich geeignet wäre? Wir bieten Dir hier einen kurzen Überblick darüber, was Du beachten solltest und welche alternativen Verhütungsmethoden Dir zur Verfügung stehen.

Dreimonatsspritze absetzen

Was ist die Dreimonatsspritze und wie wirkt sie?

Die Dreimonatsspritze ist eine Verhütungsspritze und enthält das Hormon Gestagen hoch dosiert. Die Spritze wird von einer Ärztin oder einem Arzt alle drei Monate subkutan oder intramuskulär injiziert. Anschließend wird das Gestagen über zwölf Wochen gleichmäßig in die Blutbahn abgegeben und wirkt einer Schwangerschaft entgegen.

Der Pearl-Index für das Verhütungsstäbchen liegt bei <0,1. [Infos]

Das Gestagen-Hormon, das mit der Dreimonatsspritze injiziert wird, unterbindet, dass Eizellen in Deinen Eierstöcken vollständig vorbereitet und freigesetzt werden. Deine monatliche Blutung ist daher auch keine normale Menstruationsblutung. 

Das Hormon Gestagen in der Dreimonatsspritze hemmt den natürlichen Zyklus mit den zyklischen Aufbau-und Abbauprozesse in der Gebärmutter. Das typische Wachstum der Gebärmutterschleimhaut wird eingeschränkt, was das Einnisten einer befruchteten Eizelle verhindert.
Der Schleim am Gebärmutterhals verändert sich und wird dicker. Das veränderte Milieu wirkt dann als Barriere für Spermien und erschwert es, diesen in die Gebärmutter einzudringen.

Warum die Dreimonatsspritze absetzen?

Bereits bekannt sind Berichte und Studien über Nebenwirkungen, die in Verbindung mit der Dreimonatsspritze stehen. Diese Nebenwirkungen können von Frau zu Frau unterschiedlich sein. Mögliche Nebenwirkungen der Dreimonatsspritze, die denen der Minipille ähneln, sind: 

Kopfschmerz, Schwindel, Gewichtszunahme, Nervosität und depressive Verstimmungen.

Außerdem verursacht das Verhütungsstäbchen häufig irreguläre Blutungen, welche entweder lange anhalten oder vermehrt als Zwischenblutungen auftreten. Häufig führen gerade diese unregelmäßigen Blutungen dazu, dass Frauen, die mit der Dreimonatsspritze verhüten, sich für das Entfernen entscheiden und die Verhütungsmethode wechseln möchten.

Dreimonatsspritze absetzen: Was muss ich beachten?

Viele Frauen möchten heutzutage bewusster und im Einklang mit ihrem natürlichen Zyklus verhüten und diesen nicht mit Hormonen beeinflussen oder unterdrücken. Online lassen sich deshalb immer mehr Berichte über das Absetzen der Dreimonatsspritze und die individuellen Erfahrungen damit finden.

Gründe warum man die Pille wechseln oder absetzen möchte

Generell gibt es keine genauen Regeln für das Absetzen der Dreimonatsspritze. Wann der beste Zeitpunkt ist, hängt tatsächlich von Deiner individuellen Situation ab. Um den optimalen Zeitpunkt für Dich bestimmen zu können, solltest Du Dir vorab ein paar Fragen stellen:

Fragen, die Du Dir stellen solltest, bevor Du die Dreimonatsspritze absetzt.

Warum möchte ich die Dreimonatsspritze absetzen?

Du leidest unter starken Nebenwirkungen? Dann solltest Du tatsächlich darüber nachdenken, die Dreimonatsspritze abzusetzen. Wichtig ist hier, dass Du Dir Gedanken über Deine weitere Verhütung machst. Am besten besprichst Du Deine Nebenwirkungen mit Deinem Frauenarzt/ Deiner Frauenärztin. Wenn Du die Dreimonatsspritze absetzen möchtest, kann Er/ Sie und Dich bezüglich Verhütungsalternativen beraten. Wenn Du das Absetzen der Hormonspritze in Betracht ziehst und eine neue Alternative suchst, dann findest Du hier einen Vergleich verschiedener Verhütungsmethoden.

Du machst Dir Sorgen, dass die Hormonspritze gesundheitliche Auswirkungen auf Deinen Körper und Gesundheit haben könnte? Tatsächlich kann die Dreimonatsspritze dazu führen, dass sich das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöht. Dazu gehören:
Verminderte Knochendichte (reversibel) und ein möglicherweise erhöhtes Thromboserisiko (von der WHO nicht bestätigt).

Es ist es nicht unüblich, dass die Sorge um die eigene Gesundheit der Grund für das Absetzen der Dreimonatsspritze ist. 

Nachdem Du das Verhütungsstäbchen entfernen lassen hast, dauert es im Durchschnitt bis zu 30 Wochen bis dein Eisprung wieder einsetzt. Planst Du also die Familiengründung innerhalb der nächsten 2 Jahre, so solltest Du das Stäbchen rechtzeitig rausnehmen lassen. Da die Dauer der Reversibilität individuell ist, kannst Du natürlich gleich nach dem Entfernen loslegen! Falls als mit dem Kinderwunsch dann jedoch nicht sofort klappt, mag das auf das noch bestehenden angereicherte Fettgewebe mit Gestagen, das sich mit der Zeit abbaut. 

Wie möchte Ich anstatt der Dreimonatsspritze verhüten?

Aufgrund der Nebenwirkungen oder aus dem Wunsch heraus nach einer mehr natürlicheren Lebensweise suchen immer mehr Frauen eine alternative Verhütung zur Dreimonatsspritze. Die Suche nach einer Verhütungsmethode ist eine sehr persönliche und besonders heutzutage fällt es vielen Frauen schwer, eine passende Methode für sich zu finden. Dabei war das Angebot noch nie so groß wie heute.

Obwohl die Wahl von vielen individuellen Faktoren abhängt, gibt es ein paar Grundfragen, die Dir bei der Wahl helfen können und zumindest Deine Auswahl etwas eingrenzen:

Die Beantwortung dieser Frage wird Dir dabei helfen, Deine Auswahl erheblich einzuschränken. In diese Entscheidung spielen Aspekte wie Gesundheit und persönliche Präferenzen eine wichtige Rolle. Generell sollte Dir bewusst sein, dass dieser Entschluss sehr vielschichtig ist und meistens nicht einfach beantwortet werden kann.

Die hormonelle Verhütung hat meistens eine hohe Sicherheit und kann sich in bestimmten medizinischen Fällen wie z.B. Endometriose positiv auf Beschwerden und Dein Wohlempfinden auswirken. Dennoch verursacht die hormonelle Verhütung häufig Nebenwirkungen und birgt auf eine lange Anwendungszeit hin gewisse Gesundheitsrisiken.

Die hormonfreie Verhütung kann auch sehr sicher sein. Der wichtigste Punkt hierbei ist, dass sie eine natürliche Körpererfahrung ermöglicht. Oft besteht der Wunsch nach einer körperbewussten Verhütungsmethode, die im Einklang mit dem natürlichen Zyklus funktioniert. In diesem Fall bieten sich Verhütungsmethoden wie Kupferspirale, Barrieremethoden (Kondom, Diaphragma) und natürliche Familienplanung an. Allerdings erfordern manche dieser Methoden (NFP und Barrieremethoden) eine größere Aufmerksamkeit und mehr Zeit. Mehr dazu in unserem zweiten Abschnitt.

Eine umfassende Beratung mit Deinem Frauenarzt/ Deiner Frauenärztin kann Dir dabei helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Bei der Suche nach einer passenden Verhütungsmethode solltest Du Dich fragen, wie viel Aufwand Du bereit bist, für Deine Verhütung aufzubringen. Meistens ist diese Frage eng mit Deinem Lebensstil verknüpft.

Verhütungsmethoden mit wenig Aufwand wie zum Beispiel eine Kupferspirale bieten Dir den Vorteil, dass Du nicht täglich und bei jedem Geschlechtsverkehr daran denken muss. Viele schätzen ein fit-and-forget Prinzip, besonders dann, wenn man eher einen hektischen Lebensalltag hat.

Verhütungsmethoden mit mehr Eigeninitiative sind zum Beispiel NFP-Methoden, aber auch die Verwendung von Kondomen oder dem Diaphragma benötigen ein aktives Bewusstsein. Hier spielt Planung und eine stetige Aufmerksamkeit eine große Rolle. Ein regelmäßiger und zuverlässiger Lebensstil ist für diese Methoden von Vorteil. Manche Frauen berichten, dass sie den höheren Aufwand und die intensivere Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper/ Partnerschaft als positiv wahrnehmen.

Wichtig bei dieser Entscheidung ist, dass Du Dich ehrlich fragst, wie viel Bequemlichkeit Du brauchst und wie intensiv Du Dich zukünftig mit Deinem Zyklus auseinandersetzen möchtest. Zusätzlich spielt auch die aktuelle Lebenssituation eine große Rolle.

Das eigene Sexualleben ist sehr persönlich und wird von jedem unterschiedlich gestaltet. Bei wechselnden Partnern spielen jedoch der gesundheitliche Aspekt und die Frage nach der Verantwortung eine etwas größere Rolle.

Das liegt daran, dass das Risiko für Infektionen davon abhängt, mit wie vielen verschiedenen Personen eine Frau und ihr Partner Sexualkontakte haben. Deshalb kommt in diesem Fall zusätzlich zum Verhütungsaspekt noch der eigene gesundheitliche Schutz hinzu. Bis heute ist das Kondom das einzige Verhütungsmittel, das in dieser Hinsicht eine gewisse Sicherheit bieten kann. Darum solltest du zu Deinem Schutz zusätzlich noch mit Kondom verhüten.

Bedenke allerdings, dass eine Verhütung ausschließlich auf Kondomen basierend keine hohe verhütende Sicherheit bietet. Es ist daher sinnvoll, das Kondom als ergänzende, zu einer bereits bestehenden Verhütungsmethode zu verwenden.

Heutzutage gewinnt auch die Beziehung zwischen unserem Verhalten und der ökologische Vertretbarkeit immer mehr an Bedeutung. Viele wünschen sich nach nachhaltigen Standards handeln und entscheiden zu können. Wiederverwendbare Verhütungsmittel wie eine Kupferspirale oder ein  Diaphragma können da mit ihrer Langwirksamkeit punkten. Spielt das Thema Nachhaltigkeit für Dich eine große Rolle, solltest Du auf hormonelle Verhütungsmethoden eher verzichten. Hormone zählen auch als Abfallprodukt und landen meistens im natürlichen Wasserkreislauf, da sie über unsere Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können. Die Verwendung von Kondomen produziert generell viel Müll und kommt oft nicht ohne Tierversuche aus, allerdings gibt es auch hier Ansätze und Marken, die Alternativen schaffen und tierversuchsfrei und vegan herstellen. Am besten schneidet jedoch die Kupferkette, Kupferspirale, Goldspirale und die natürliche Familienplanung (NFP) ab. Bei den IUDs überzeugt vor allem auch die lange Anwendungszeit. Die Kupferkette GyneFIX® zum Beispiel kann einmal eingesetzt bis zu 5 oder sogar 10 Jahre ohne Sicherheitsverlust angewendet werden.

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