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Chronische Krankheiten und Verhütung

Chronische Krankheiten und Verhütung sind zwei Themen, die eng miteinander verknüpft sein können. Für Frauen mit chronischen Erkrankungen ist die Wahl der richtigen Verhütungsmethode besonders wichtig, da bestimmte Methoden Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf haben können. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat daher spezielle Empfehlungen zur Verhütung bei chronischen Krankheiten herausgegeben, auf die sich dieser Artikel stützt. Ziel ist es, Betroffenen eine fundierte Orientierung für eine sichere und verträgliche Empfängnisverhütung zu geben.

Was ist eine chronische Erkrankung? Definition.

Eine chronische Krankheit, auch als nichtübertragbare Krankheit bezeichnet, ist eine lang anhaltende Gesundheitsstörung, die sich durch eine lange Dauer und einen meist langsam fortschreitenden Verlauf auszeichnet. Dabei muss als Kriterium erfüllt sein, dass die Patientin oder der Patient mindestens einmal im Quartal Ärztinnen oder Ärzte aufsuchen und zusätzlich entweder Pflegegrad 3, 4 oder 5 hat oder einen Grad der Behinderung von mindestens 60 %. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert sie als

›lange andauernde und im Allgemeinen langsam fortschreitende Krankheiten.‹

[Weltgesundheitsorganisation (WHO). (1998). Policy Brief 6: Chronische Krankheiten – Prävention und Kontrolle nichtübertragbarer Krankheiten. Genf: WHO Document Production Services.  Verfügbar unter: https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/332268/Policy-brief-6-1998-4219-ger.pdf?sequence=1 [Zugriff: 06. März 2025].]

Im Gegensatz zu akuten Erkrankungen haben chronische Krankheiten oft keinen klar bestimmbaren Ausgangspunkt, sondern entwickeln sich schleichend über einen längeren Zeitraum. Sie sind nicht von Person zu Person übertragbar und entstehen durch eine Kombination aus genetischen, physiologischen, umweltbedingten und verhaltensbezogenen Faktoren. Zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Frauen in Deutschland zählen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck¹
  • Krebs, insbesondere Brustkrebs²
  • chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD³
  • Diabetes mellitus mit 8,2 % der Frauen in Deutschland³,
  • muskuloskelettale Erkrankungen, darunter Arthrose und Rückenschmerzen und
  • psychische Gesundheitsprobleme wie Depressionen.³

Chronischen Krankheiten stellen eine erhebliche physische und psychische Belastung dar und sind in der europäischen Region der WHO für 86 % der Todesfälle verantwortlich.⁴ Trotz des demografischen Wandels, der die Bevölkerung immer älter werden lässt, sind immer häufiger junge menschen von chronischen Erkrankungen betroffen. Chronische Erkrankungen erfordern in der Regel eine kontinuierliche medizinische Versorgung und können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Viele dieser Krankheiten lassen sich nicht kausal, sondern nur symptomatisch behandeln. Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Tabakkonsum und unzureichend kompensierter Stress spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung chronischer Krankheiten. Trotz ihrer langfristigen Natur können viele chronische Krankheiten durch Änderungen des Lebensstils in ihrem Verlauf positiv beeinflusst werden.

[Grafik] Krankheitsverlauf akut versus chronisch krank

Das Diagramm zeigt den Verlauf einer akuten im Vergleich zu einer chronischen Krankheit über einen Zeitraum von 36 Monaten. Der akute Krankheitsverlauf ist durch einen plötzlichen und intensiven Anstieg des Schweregrads der Symptome gekennzeichnet, der jedoch schnell und vollständig wieder abklingt. Im Gegensatz dazu zeigt der chronische Krankheitsverlauf eine langfristige, schwankende Symptomatik mit wiederkehrenden Spitzen, die nie vollständig abklingen.

Im Kontext der chronischen Krankheit und Verhütung verdeutlicht diese Grafik die Bedeutung der gewählten Verhütungsmethode, da chronisch kranke Menschen jahrelang oder gar ein Leben lang zu berücksichtigende gesundheitliche Ausnahmen darstellen, auch bei der Verhütung. 

grafik gynefix zeigr krankheitsverlauf akut versus chronisch
erstellt von gynefix mit claude 3.7 sonnet

GyneFIX® für
chronisch kranke Frauen

GyneFIX® für chronisch kranke Frauen

Die Wahl der richtigen Verhütungsmethode ist für Frauen mit chronischen Erkrankungen oft eine besondere Herausforderung. Die Kupferkette GyneFIX® bietet hier eine vielversprechende Option, da sie als Verhütung ohne Hormone funktioniert, somit nicht in den Stoffwechsel eingreift und auf spezifische gesundheitliche Anforderungen Rücksicht nimmt. Zu den wichtigsten Vorteilen von GyneFIX® für Frauen mit chronischen Erkrankungen zählen dabei

  • Hormonfreiheit, denn Schwankungen des Hormonhaushalts können chronische Symptomatiken negativ beeinflussen oder auslösen. 
  • hohe Verträglichkeit, denn die flexible Bauweise der Minispirale Kupferkette GyneFIX® passt sie den natürlichen Bewegungen der Gebärmutter an und bereitet keine zusätzlichen Schmerzen oder Einschränkungen im alltäglichen Leben.
  • Langzeitverhütung ohne tägliche Belastung, sodass zum einen ein sicherer Verhütungsschutz auf lange Sicht gewährleistet ist, auch während eines langwierigen Krankheitsverlaufs. Nämlich je nach GyneFIX® Modell für 5 oder 10 Jahre. Und zum anderen keine täglichen zusätzlichen Belastungen in Form von Aufmerksamkeit und Sorgfalt anfallen, insbesondere für Frauen, die psychisch zu kämpfen haben oder Tag für Tag mit der Behandlung ihrer chronischen Krankheit beschäftigt sind. Deshalb ist auch ihr Pearl-Index so viel besser als der vieler anderer Verhütungsmittel.
  • keine systemischen Nebenwirkungen, denn die Kupferabgabe der GyneFIX® wirkt lokal in der Gebärmutter. Mehr zur Wirkung und Sicherheit der Kupferkette GyneFIX®.
  • keine Wechselwirkungen mit Medikamenten, sodass es die Therapie einer chronischen Erkrankung nicht beeinflusst oder beeinträchtigt.

GyneFIX® ist eine moderne, hormonfreie Verhütungsmethode, die sich durch ihre hohe Verträglichkeit und Sicherheit auszeichnet. Sie bietet chronisch kranken Frauen eine unbeschwerte Langzeitlösung ohne zusätzliche Belastung des Körpers durch Hormone. 

Bei Morbus Behçet zum Beispiel eignet sich die Kupferkette GyneFIX® super zur Verhütung. 

Chronische Krankheiten Liste: Empfehlungen der WHO

Wir haben eine Liste zusammengestellt, die jene chronischen Krankheiten bei Frauen im gebärfähigen Alter enthält, die mit einem Kupfer-IUD als Verhütungsmittel am besten beraten sind. Zu jeder der aufgelisteten chronischen Erkrankung, hat die WHO die Empfehlungen ausgesprochen, dass ein Kupfer-IUD für eine Frau mit dieser chronischen Erkrankungen, das am besten mit ihren gesundheitlichen Voraussetzungen vereinbare Verhütungsmittel ist. Die dazugehörigen Daten lassen sich der Contraception App der WHO entnehmen.

In der App gibst du unter Conditions am besten den Begriff in die Suchleiste ein, den wir hier in der Liste mit einem > angefügt und blau geschrieben haben. So solltest du die Empfehlung im Handumdrehen finden.

who contraception app zeigt beste verhuetung bei chronischen krankheiten
aus der Contraception App der WHO

Mit diesen chronischen Krankheiten solltest du, laut WHO Contraception App, mit einem Kupfer-IUD, einer klassischen Kupferspirale, dem Kupferperlenball oder der Kupferkette GyneFIX® verhüten, da ihr Nutzen die Risiken überwiegt

  • Herz-Kreislauf-Erkrankung (Kardiovaskuläre Erkrankung), darunter KHK – Koronare Herzkrankheit > Cardiovascular Disease
  • Venenthrombose (Venöse Thromboembolie VTE) und postthrombotisches Syndrom > DVT
  • Bluthochdruck (Hypertonie) ab 160 / 100 mmHg > Hypertension 
  • Migräne mit Aura und ohne Aura > Headaches
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) I und II > Diabetes
  • Nervenkrankheit (Neuropathie) > Diabetes (dann > Nephropathy)
  • Leberzirrhose > Cirrhosis
  • Lebertumor (Leberkarzinom) > Liver Tumours
  • Brustkrebs (Mammakarzinom) > Breast Disease
  • Schmetterlingsflechte (Lupus erythematodes) > SLE
  • Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) > Gall Bladder Disease
  • Fettstoffwechselstörung (Dyslipidämie) > Dyslipidaemias
  • Schlaganfall (Apoplex) > Stroke

Die Empfehlung der WHO zur Anwendung eines Kupfer-IUDs, wie der Kupferkette GyneFIX®, bei Frauen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, basiert auf einer sorgfältigen Abwägung von Nutzen und Risiken. Hormonfreie Verhütungsmethoden wie die Kupferkette GyneFIX® bieten einen langfristigen und sicheren Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft, der besonders für Frauen mit gesundheitlichen Einschränkungen geeignet ist. Der Verzicht auf Hormone minimiert das Risiko von Nebenwirkungen, die bei anderen Verhütungsmitteln auftreten können, und ermöglicht eine sichere Anwendung auch bei komplexen gesundheitlichen Voraussetzungen. Frauen mit solchen Erkrankungen profitieren von der hohen Effektivität und der geringen systemischen Belastung eines Kupfer-IUDs. Gleichzeitig bleibt es wichtig, dass die Entscheidung für ein Verhütungsmittel individuell getroffen wird, idealerweise in enger Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt, um persönliche Bedürfnisse und gesundheitliche Besonderheiten genaustens zu berücksichtigen. Im Vorhinein kannst du auch durch unseren Verhütungsmittel-Vergleich stöbern.

FAQ

Wann zähle ich als chronisch krank?

Wan ist eine Erkrankung chronisch? Du giltst als chronisch krank, wenn du seit mindestens einem Jahr regelmäßig wegen derselben Erkrankung in ärztlicher Behandlung bist (mindestens einmal im Quartal) und zusätzliche Kriterien wie Pflegebedürftigkeit des Pflegegrades 3, 4 oder 5 oder eine Einstufung als Behinderung von mindestens 60 %. Eine Erkrankung kann schwerwiegend chronisch sein oder milder, sobald sie jedoch diese Kriterien erfüllt, gilt sie als chronische Krankheit.

Chronische Krankheiten haben eine lange Latenzzeit und beginnen meist schleichend oder schubweise. […] Sie beeinträchtigen Menschen über längere Zeiträume oder das gesamte weitere Leben (begrenzte bzw. unbegrenzte Chronizität)⁵

Kann eine chronische Erkrankung geheilt werden?

Chronische Erkrankungen können nicht vollständig geheilt werden, jedoch lassen sich ihre Symptome durch langfristige medizinische Betreuung und Lebensstiländerungen oft gut kontrollieren.

Bei der therapeutischen Intervention dominiert hier weniger die Heilung (kurative Medizin). Vielmehr stehen Förderung der verbliebenen Gesundheit, Symptomverbesserung und Linderung (symptomatische bzw. palliative Therapie, z. B. bei Krebskranken oder Aidskranken im Endstadium) sowie die Abmilderung von sozialen und psychischen Folgen im Vordergrund.⁵

Muss man chronische Krankheiten dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin melden?

Eine Meldung an die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber ist nur dann erforderlich, wenn die Erkrankung dich selbst oder deine Mitmenschen gefährdet. Darunter fällt etwa eine Busfahrerin, die einen Diabetes mellitus hat und einen schlagartigen Abfall ihres Blutzuckers erleben könnte. Andernfalls besteht keine gesetzliche Verpflichtung zur Offenlegung. Bedenke aber, dass Offenheit mit Unterstützung und Erleichterung am Arbeitsplatz einhergehen und dir in die Karte spielen kann, insofern du dich damit wohlfühlst.

¹Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (Januar 2022). Daten und Fakten zur Frauengesundheit in Deutschland. Abgerufen am 6. März 2025 von https://www.bioeg.de/fileadmin/user_upload/Programme/2022-06_frauengesundheit_faktenblatt.pdf

²Robert Koch-Institut (RKI). (2023). Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland – wichtige Fakten auf einen Blick. Abgerufen am 6. März 2025, von https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/user_upload/RKI_Gesundheitliche_Lage_der_Frauen_in_Deutschland_Screen.pdf

³Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (Dezember 2023). Daten und Fakten zur Frauengesundheit in Deutschland. Abgerufen am 6. März 2025, von https://www.frauengesundheitsportal.de/fileadmin/user_upload/pdf/Faktenblatt_Frauengesundheit_Stand_Dezember_2023.pdf

⁴Weltgesundheitsorganisation (WHO). (1998). Policy Brief 6: Gesundheitliche Chancengleichheit. Abgerufen am 6. März 2025, von https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/332268/Policy-brief-6-1998-4219-ger.pdf?sequence=1

⁵Heiner Fangerau, Peter Franzkowiak. Krankheit. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (Hrsg.). Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention. Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden. https://doi.org/10.17623/BZGA:Q4-i069-2.0 (letzte Aktualisierung am 18.06.2022)

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