Die Kupferkette GyneFIX® hat Nebenwirkungen. Bei den meisten Anwenderinnen treten diese zeitlich begrenzt auf und klingen in der Eingewöhnungsphase ohne Behandlung ab. Du überlegst, ob die Kupferkette GyneFIX® die richtige Verhütungsmethode für dich ist und suchst ehrliche, medizinisch fundierte Antworten zu den Nebenwirkungen? Das ist genau richtig so. Wer sich für eine Langzeitverhütung entscheidet, die bis zu fünf oder sogar zehn Jahre im Körper verbleibt und nicht ohne einen Arzttermin wieder entfernt werden kann, sollte sich vorab intensiv informieren.

Die wichtigste Nachricht vorab: Unter allen hormonfreien Verhütungsmitteln auf Kupferbasis wird die GyneFIX® am besten vertragen. Viele Anwenderinnen spüren nach der Eingewöhnungsphase keinen Unterschied zu ihrem natürlichen Zyklus vor der Einlage. Dauerhafte Nebenwirkungen sind bei der GyneFIX® das Seltenste, was passieren kann, und wenn Begleiterscheinungen auftreten, fallen sie nachweislich schwächer aus als mit einer klassischen Kupferspirale. Das belegt die außergewöhnlich hohe Fortsetzungsrate und Wiederholungsrate der GyneFIX®.

Auf dieser Seite findest du alle wichtigen Informationen: Die häufigsten Beschwerden, seltene Risiken, den Vergleich zur Kupferspirale, die Zeitstrahl-Übersicht der Anpassungsphase, eine Einschätzung zur Hormonspirale als Alternative und häufig gestellte Fragen mit evidenzbasierten Antworten.

Wer noch nicht weiß, wie die GyneFIX® Kupferkette aufgebaut ist und wie sie wirkt, findet alle Grundinformationen auf dieser Übersichtsseite.

Welche Nebenwirkungen hat die Kupferkette? Die häufigsten Begleiterscheinungen

Wie bei jeder Verhütungsmethode gibt es auch bei der GyneFIX® Beschwerden, die auftreten können. Die wichtigste Botschaft zuerst: Die allermeisten davon sind vorhersehbar, zeitlich begrenzt und klingen ohne Behandlung von alleine wieder ab. Dauerhafte Nebenwirkungen sind bei der GyneFIX sehr selten, viele Anwenderinnen berichten, dass sie nach der Eingewöhnungsphase keinerlei Unterschied zu ihrem natürlichen Zyklus vor der Einlage wahrnehmen.

Medizinisch beruhen die Begleiterscheinungen auf einem einzigen Mechanismus: Dein Körper reagiert auf das neue Medizinprodukt in der Gebärmutterhöhle mit einer lokalen, sterilen Entzündungsreaktion. Diese Reaktion ist gewollt, denn sie ist Teil der verhütenden Wirkung. Gleichzeitig kann sie in manchen Fällen in der Anfangsphase Blutungsveränderungen und Schmerzen auslösen.

Werden meine Regelblutungen mit der Kupferkette stärker?

Ja, das ist die häufigste Begleiterscheinung. Sie betrifft laut klinischen Studien etwa 15 bis 25 Prozent der Anwenderinnen, vor allem in den ersten Monaten nach der Einlage. Die Gebärmutter reagiert auf das Kupfermedizinprodukt mit einer leichten Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, was die Blutungsstärke und Blutungsdauer vorübergehend erhöhen kann.

Das ist ein bekannter, methodenspezifischer Effekt und kein Anzeichen für ein Problem. Nach mehreren Zyklen stellt sich bei den meisten Frauen das vorherige Blutungsmuster allmählich wieder ein. Die Packungsbeilage der GyneFIX® Version 14.2 (Contrel Europe, 2024) bestätigt: Verstärkte Blutungen oder Schmierblutungen nehmen nach der Eingewöhnungsphase in der Regel ab.

Wichtig: Bei Frauen mit bereits vor der Einlage sehr starken Regelblutungen (Hypermenorrhoe) oder einer bestehenden Blutarmut (Anämie) erfordert die Entscheidung für eine Kupferkette eine sorgfältige ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung.

Sind Schmerzen und Krämpfe nach der Einlage normal?

Ja. In klinischen Untersuchungen berichten initial bis zu 63,8 Prozent der Anwenderinnen von Schmerzen oder Krämpfen nach der Einlage. Die entscheidende Zahl daneben: Nach 24 Monaten sind nur noch 5,2 Prozent der Frauen betroffen. Der Rückgang ist dramatisch, weil sich die Gebärmutter vollständig an das Medizinprodukt gewöhnt.

Was sind Zwischenblutungen und Schmierblutungen?

Zwischenblutungen oder Schmierblutungen außerhalb der Menstruation sind vor allem in den ersten drei Monaten nach der Einlage typisch. Sie entstehen durch die lokale Reizreaktion der Gebärmutterschleimhaut, sind in der Regel leicht, schmerzlos und kein Anzeichen für eine Komplikation.

Kupferkette Risiken

Neben den häufigen, gutartigen Begleiterscheinungen gibt es sehr seltene Komplikationen, über die du Bescheid wissen solltest. Wenn du Warnsignale kennst, kannst du frühzeitig handeln. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, sollten auch sehr unwahrscheinliche Risiken und Nebenwirkungen aufgezeigt werden, deshalb möchten wir vollständig transparent sein:

GyneFIX® vs. Kupferspirale: Welche Methode verursacht weniger Nebenwirkungen?

Unter allen hormonfreien Verhütungsmitteln auf Kupferbasis wird die GyneFIX® am besten vertragen. Der direkte Vergleich zeigt, warum Frauen nach einem Wechsel von der herkömmlichen Kupferspirale die GyneFIX® deutlich verträglicher erleben.

Grundlage sind WHO-Langzeitdaten (Meirik et al., 2009) sowie Studien aus Belgien und Spanien.

GyneFIX® Kupferkette vs. klassische Kupferspirale: Direktvergleich
Aspekt Klassische Kupferspirale GyneFIX® Kupferkette
Blutungsstärke oft dauerhaft verstärkt ersten 6 Monate möglich
Schmerzen häufiger durch starres Kunstoffgerüst seltener durch felxibles Design
Expulsionsrate Jahr 1 2,5 % (TCu380A) 5,3 % (GyneFIX®)
Fortsetzungsrate nach 2 Jahren 60-70 % über 90 %
Perforationsrisiko 1-2 pro 1.000 Einlagen 1-1,4 pro 1.000 Einlagen
Pearl-Index 0,6-0,8 0,1-0,5
Systemische Nebenwirkungen keine keine
Psychische Nebenwirkungen keine keine
Gewichtszunahme nein nein
Einfluss auf Libido nein nein

Warum schneidet die GyneFIX® besser ab? Die Kupferkette ist kleiner als eine T-Spirale und passt sich durch ihre rahmenlose, flexible Bauweise individuell an jede Gebärmutterform an. Sie hat keine starren horizontalen Arme, die Reibung und dauerhafte Reizung erzeugen können. Das erklärt die geringere Schmerzhäufigkeit und die deutlich höhere Fortsetzungsrate. Die Expulsionsrate im ersten Jahr liegt bei der GyneFIX® etwas höher als bei der T-Spirale. Das ist ein bekannter Effekt des rahmenlosen Designs und wird durch die bessere Verträglichkeit und Wirksamkeit im Längstverlauf aufgewogen. Grundlage: WHO-koordinierte 8-Jahres-Multicenterstudie (Meirik et al., 2009), Herstellerangaben GyneFIX® V14.2 (Contrel Europe, 2024).

Quellen: Meirik O. et al. (2009): Comparison of Frameless and T-shaped Intrauterine Devices. Contraception, 80(4), 364–371. WHO MEC (2015), 5th Edition. Packungsbeilage GyneFIX® V14.2 (Contrel Europe, Januar 2024). EURAS-IUD (2021), Bateson D. et al., BMJ.

Stand: Juni 2026 | Hinweis: Diese Tabelle ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über die für dich geeignete Verhütungsmethode. Fragen zur Kupferkette GyneFIX® kann eine im Praxisfinder gelistete Praxis am verlässlichsten beantworten. Dort betreuen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig GyneFIX®-Patientinnen und können dich auf Basis dieser Erfahrung individuell beraten.

„Die starken Nebenwirkungen sowie meine angeborene Thrombophilie haben mich dazu veranlasst, eine hormonfreie Verhütungsmethode zu wählen. Davor hatte ich bereits zweimal eine Kupferspirale eingesetzt bekommen, die allerdings beide bereits nach kurzer Zeit dislozierten.“

Warum ist die Verträglichkeit der GyneFIX® besser?

Drei Faktoren machen den entscheidenden Unterschied:

  1. Die GyneFIX® ist deutlich kleiner als eine herkömmliche T-Spirale.
  2. Ihre flexible, rahmenlose Bauweise passt sich individuell an jede Gebärmutterform an.
  3. Die GyneFIX® hat keine starren horizontalen Arme wie eine T-Spirale, die Reibung und dauerhafte Reizung erzeugen können.

Was sagen 8-Jahres-WHO-Daten zum Vergleich?

Die WHO-koordinierte 8-Jahres-Multicenterstudie (Meirik et al., 2009) ist die größte vergleichende Untersuchung zwischen der GyneFIX® und herkömmlichen Kupfer-IUD (Intrauterine Devices). Das zentrale Ergebnis: Die GyneFIX® zeigt bei kleiner Gebärmutterhöhle und bei Nulliparae (Frauen ohne Kinder/Geburten) klare Vorteile gegenüber T-förmigen Spiralen. Außerdem ist die Wirksamkeit (Pearl-Index 0,1 bis 0,5) mindestens gleichwertig mit den effektivsten anderen Spiralen auf dem Markt.

Zeitstrahl: Welche Nebenwirkung wann zu erwarten ist

Es gibt eine klare Phasenstruktur, die bei den meisten Frauen ähnlich verläuft. Wenn du diese Phasen kennst, kannst du einordnen, was gerade normal ist.

Tag 1-3

Unmittelbar nach der Einlage

Leichte Blutungen und menstruationsähnliche Krämpfe sind normal. Laut Packungsbeilage (Contrel Europe, 2024) klingen diese Beschwerden bei den meisten Frauen innerhalb weniger Tage ab. Dennoch gilt: In den ersten 14 Tagen kein Geschlechtsverkehr, in den ersten zwei Monaten keine Tampons oder Menstruationstassen.

Tag 1-3

Woche 1-2

Frühe Anpassungsphase

Schmierblutungen außerhalb der Regelblutung sind typisch. Das PID-Risiko ist in den ersten 20 Tagen nach der Einlage am höchsten, sofern eine vorbestehende STI vorlag. Bei Fieber über 38 Grad, unangenehmem Ausfluss oder starken Schmerzen bitte sofort in der Praxis vorstellen.

Woche 1-2

Monat 1-3

Anpassungsphase

Erste Nachkontrolle per Ultraschall 4 bis 8 Wochen nach der Einlage. Blutungsstärke und -dauer normalisieren sich bei den meisten Frauen schrittweise.

Monat 1-3

Monat 4-6

Stabilisierungsphase

Die Schmerzrate sinkt von initial bis zu 63,8 % auf unter 10 %. Viele Frauen berichten, dass ab diesem Zeitpunkt keinerlei Begleiterscheinungen mehr spürbar sind und der Zyklus sich anfühlt wie vor der Einlage.

Monat 4-6

nach 12 Monaten

Langzeiterfahrung

Vier Studien belegen wachsendes Engagement:

  1. Phase-III-Studie⁵ mit über 300 Männern
  2. Neue Sicherheitsdaten⁶ von 100 Männern
  3. Präzisionsstudie⁷ mit 12 Männern
  4. 28-Tage-Studie⁸ mit 44 Männern
nach 12 Monaten

Packungsbeilage und Informationspflicht: Was du vor der Einlage tun solltest

Bevor du dich für die GyneFIX® entscheidest, empfehlen wir dir ausdrücklich: Lies die aktuelle Packungsbeilage der GyneFIX® aufmerksam durch (Patient Information Pamphlet, Version 14.2): unter diesem Textabschnitt verlinkt. Du findest sie auch beim Hersteller Contrel Europe unter contrel.be. Die Packungsbeilage listet alle möglichen Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Verhaltenshinweise auf, und nur du kannst beurteilen, welche dieser Punkte für deine persönliche Situation relevant sind und ob du sie tolerieren möchtest.

Unerlässlich ist außerdem die Beratung in einer gynäkologischen Praxis, bevor du dich für die GyneFIX® entscheidest. Das gilt für jedes Verhütungsmittel, bei einer Langzeitverhütungsmethode mit höheren Einlagekosten ist diese Beratung aber besonders wichtig. Denn die GyneFIX® ist keine Methode, die du kurzfristig oder spontan absetzen kannst, wenn Nebenwirkungen auftreten und deine Lebensqualität beeinträchtigen. Es muss erst ein Termin zur Entfernung in der Frauenarztpraxis vereinbart werden. Je gründlicher du dich vorab informierst, desto sicherer und zufriedener wirst du mit deiner Entscheidung sein.

Checkliste: Vor der Entscheidung für die GyneFIX® Kupferkette
Details
Packungsbeilage lesen GyneFIX® Packungsbeilage V14.2 vollständig lesen. Verfügbar auf contrel.be und verhueten-gynefix.de
Nebenwirkungen prüfen Die Liste möglicher Begleiterscheinungen prüfen, welche Punkte für die eigene Gesundheitssituation relevant sind
Kontraindikationen Absolute und relative Kontraindikationen auf Relevanz für die eigene Situation prüfen und besprechen
Beratungstermin vereinbaren Termin in einer zertifizierten GyneFIX®-Praxis vereinbaren: Nutze dafür unseren Praxisfinder

Warum diese Checkliste? Die GyneFIX® ist eine Langzeitverhütungsmethode, die bis zu fünf Jahre im Körper verbleibt und nicht ohne gynäkologischen Termin entfernt werden kann. Je gründlicher du dich vor der Entscheidung informierst, desto sicherer und zufriedener wirst du mit deiner Wahl sein.

Quellen: Packungsbeilage GyneFIX V14.2 (Contrel Europe, Januar 2024); WHO MEC, 5. Auflage (2015)

Stand: Juni 2026 | Hinweis: Diese Checkliste ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über die für dich geeignete Verhütungsmethode. Fragen zur Kupferkette GyneFIX® kann eine im Praxisfinder gelistete Praxis am verlässlichsten beantworten. Dort betreuen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig GyneFIX-Patientinnen und können dich auf Basis dieser Erfahrung individuell beraten.

Hohe Fortsetzungsrate und Empfehlungsrate: Was sagt das über Nebenwirkungen?

Die stärkste Aussage über die Verträglichkeit der Kupferkette kommt nicht aus Beipackzetteln, sondern aus dem realen Anwendungsverhalten: Die Fortsetzungsrate (Continuation Rate) der GyneFIX®, also der Anteil der Frauen, der die Methode bis zum Ende der empfohlenen Anwendungsdauer beibehält, liegt nach zwei Jahren bei über 90 %. Zum Vergleich: Bei klassischen Kupferspiralen liegt sie bei 60-70 %. Der häufigste Grund für ein vorzeitiges Absetzen bei der Kupferspirale sind Schmerzen und starke Blutungen: genau die Beschwerden, die die GyneFIX® durch ihr minimalistisches, flexibles Design signifikant reduziert.

Noch aussagekräftiger ist die Wiederholungsrate: Ein relevanter Anteil der GyneFIX®-Anwenderinnen lässt sich nach Ablauf der Wirkungsdauer erneut eine GyneFIX® einlegen. Frauen, die eine Verhütungsmethode nicht gut vertragen hätten, würden sich nicht bewusst wieder für dieselbe Methode entscheiden. Die Wiederholungsrate ist damit ein starkes Indiz für langfristige Zufriedenheit.

Hinzu kommt: Laut Auswertung der GyneFIX®-Anwenderinnenregistrierungen würde die überwiegende Mehrheit der Frauen die GyneFIX® weiterempfehlen.

Sind dauerhafte Nebenwirkungen der Kupferkette Fakten oder ein Mythos?

Das Internet ist voll von Aussagen zu Kupferkette-Nebenwirkungen, die medizinisch nicht belegbar sind oder die Kupferspirale betreffen und fälschlicherweise auf die GyneFIX® übertragen werden.

Hier die häufigsten Mythen im Fakten-Check:

Beeinflusst die Kupferkette meine Fruchtbarkeit dauerhaft?

Nein. Nach Entfernung der GyneFIX® stellt sich die volle Fruchtbarkeit sofort wieder ein. Es gibt keine klinisch belegte Beeinträchtigung der Gebärmutter, der Eileiter oder der Eizellreserve durch die Kupferkette. Die Packungsbeilage V14.2 bestätigt das explizit.

Kann Kupfer im Körper eine Vergiftung verursachen?

Nein. Die Menge Kupfer, die die GyneFIX® täglich abgibt, ist extrem gering und wirkt nur lokal. Eine systemische Kupfervergiftung durch die GyneFIX® ist medizinisch nicht möglich. Einzige Ausnahme: Morbus Wilson (WHO MEC Kategorie 4: absolute Kontraindikation).

Führt die Kupferkette zu Gewichtszunahme?

Nein. Da die GyneFIX® keinerlei Hormone abgibt, gibt es keine pharmakologische Grundlage für eine methodenbedingte Gewichtszunahme. Gewichtszunahme unter hormoneller Verhütung entsteht durch Gestagene und Östrogene, dieser Mechanismus existiert bei der GyneFIX® nicht. Die Packungsbeilage V14.2 bestätigt: Keine Gewichtszunahme.

Hat die Kupferkette Einfluss auf Psyche oder Stimmung?

Nein. Die GyneFIX® greift nicht in die Hypothalamus-Hypophysen-Ovar-Achse ein, das hormonelle Regelzentrum, das Stimmung, Antrieb und Sexualität maßgeblich beeinflusst. Psychische Veränderungen und Depressionen durch die GyneFIX® sind pharmakologisch nicht begründbar und in keiner Studie belegt.

Beeinflusst die Kupferkette meine Libido?

Nein. Die Packungsbeilage V14.2 stellt explizit fest: Keine Auswirkungen auf die Libido. Da kein Hormon in den Blutkreislauf gelangt, gibt es keinen Mechanismus, über den die GyneFIX® die sexuelle Lust beeinflussen könnte.

Hat die Kupferkette Auswirkungen auf die Haut?

Nein. Akne und Hautveränderungen sind bekannte Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel, ausgelöst durch Gestagene. Da die GyneFIX® keine Hormone abgibt, hat sie keinerlei Einfluss auf das Hautbild. Hautveränderungen, die zeitlich nach der Einlage auftreten, haben eine andere Ursache.

Einschränkungen und Kontraindikationen

Für wen ist die Kupferkette nicht geeignet? Auch eine gut verträgliche Methode hat Kontraindikationen. Die Kontraindikationen der GyneFIX® sind klarer abgegrenzt und weniger zahlreich als bei hormonellen Verhütungsmitteln.

Wichtige Abwägung: Wenn starke Blutungen das Hauptproblem sind

Die GyneFIX® ist für fast jede Frau mit dem Wunsch nach hormonfreier Langzeitverhütung geeignet, sofern die anatomischen Voraussetzungen gegeben sind und keine Kontraindikationen vorliegen. Mehr dazu: Hier.

Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme, bei der es sich lohnt, genauer nachzudenken: Frauen mit sehr starken Regelblutungen, bei denen die Blutungsstärke selbst die größte Belastung darstellt.

Abwägung: Hormonfreiheit oder Blutungsreduktion: Was hat für dich Priorität?

Die GyneFIX® kann bei manchen Frauen die Blutungsstärke leicht erhöhen, insbesondere in der Eingewöhnungsphase. Die Hormonspirale (LNG-IUS) wirkt zwar systemisch mit der Möglichkeit hormoneller Nebenwirkungen, sie kann aber gleichzeitig die Blutungsstärke deutlich verringern oder die Menstruation ganz zum Ausbleiben bringen.  Liegt deine oberste Priorität NICHT auf Hormonfreiheit, sondern auf einer deutlichen Reduktion der Blutungsstärke, sollte dieser Nutzen der Hormonspirale bei deiner Entscheidung Berücksichtigung finden. Besprich diesen Punkt unbedingt in der gynäkologischen Beratung.

Diese Abgrenzung ist wichtig: Sie macht die GyneFIX® nicht schlechter, sie zeigt vielmehr, dass es für jede Frau individuell die richtige Methode gibt. Für Frauen, denen Hormonfreiheit, Zyklusnatürlichkeit und das Ausbleiben systemischer Nebenwirkungen wichtig sind, bleibt die GyneFIX® unter den hormonfreien Langzeitverhütungsmitteln die am besten verträgliche Wahl.

Für wen eignet sich die GyneFIX® Kupferkette?

Die GyneFIX® ist für fast jede Frau mit dem Wunsch nach hormonfreier Langzeitverhütung geeignet, die auch die Kosten ihres Verhütungsmittels gering halten mag, sofern die anatomischen Voraussetzungen gegeben sind und keine Kontraindikationen vorliegen. Alle Informationen zur Eignung: Hier. Und nutze gerne unseren Praxisfinder, um eine GyneFIX®-Praxis zu finden, die deine individuellen Voraussetzungen berücksichtigt.

  • Frauen ohne vorherige Schwangerschaft (Nulliparae) und junge Frauen: Die GyneFIX® eignet sich laut Packungsbeilage V14.2 explizit auch für Frauen, die noch nie schwanger waren, sowie für Jugendliche. Aufgrund ihrer geringen Größe und des flexiblen, rahmenlosen Designs ist sie besonders für kleinere Gebärmutterhöhlen geeignet.
  • Frauen mit Nebenwirkungen unter hormoneller Verhütung: Wer unter der Pille, dem Hormonring oder der Hormonspirale Stimmungsschwankungen, Libidoverlust, Gewichtszunahme oder depressive Verstimmungen erlebt hat, kann mit der GyneFIX® sicher sein, dass diese systemischen Nebenwirkungen entfallen. Die GyneFIX® wirkt ausschließlich lokal.
  • Frauen mit medizinischen Kontraindikationen für Hormone: Frauen mit Migräne mit Aura, Thrombose in der Vorgeschichte, kardiovaskulären Risikofaktoren oder Rauchen ab 35 Jahren dürfen keine kombinierten Hormonpillen nehmen (WHO MEC Kategorie 4). Für all diese Gruppen stuft die WHO die Kupfermethode als Kategorie 1 ein, uneingeschränkt anwendbar.
  • Frauen mit Bluthochdruck: Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine der häufigsten Erkrankungen, bei denen hormonelle Verhütungsmittel nicht oder nur eingeschränkt angewendet werden können. Die GyneFIX® hat keinen Einfluss auf den Blutdruck, da sie keine Hormone abgibt. Für Frauen mit Bluthochdruck ist die GyneFIX® damit eine sichere Verhütungsoption, nach ärztlicher Rücksprache.
  • Frauen mit BRCA-Mutation oder Brustkrebsrisiko: Die GyneFIX® hat keinerlei onkologisches Risiko. Für Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko oder aktivem Mammakarzinom ist sie die empfohlene Verhütungsmethode (UKMEC Kategorie 1).
  • Stillende Frauen: Die GyneFIX® ist für die Anwendung in der Stillzeit geeignet, sofern mindestens 12 Wochen seit der Entbindung vergangen sind und mindestens eine normale Menstruation stattgefunden hat.
  • Frauen, die Notfallverhütung benötigen: Die GyneFIX® kann auch als Notfallverhütung eingesetzt werden, bis zu fünf Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr, mit einer höheren Wirksamkeit als die Pille danach (WHO Family Planning Global Handbook, 2022).

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GyneFIX® Erfahrungsberichte

„Ich hatte die Kupferspirale drei Jahre lang. Die Blutungen wurden mit der Zeit extrem stark, ich war jedes Mal erschöpft und leicht anämisch. Seit ich auf die GyneFIX gewechselt habe, ist die Blutung zwar noch etwas stärker als vor jeglicher Verhütung, aber nicht mehr vergleichbar mit der Spirale. Den Wechsel würde ich sofort wieder machen.“

„Die ersten drei Monate waren anstrengend: Schmierblutungen fast ständig, leichte Krämpfe. Dann war plötzlich alles besser. Jetzt, ein Jahr später, merke ich sie nicht mehr. Keine Stimmungsschwankungen, keine Gewichtsveränderung. Mein Zyklus fühlt sich an wie früher, bevor ich mit der Pille angefangen habe.“

„Das Einsetzen hat kurz gezogen, aber war kein Drama. Danach zwei Monate leichte Schmierblutungen, dann Ruhe. Keine Gewichtsveränderung, keine Stimmungsschwankungen. Keine Reue.“

„Ich hatte die GyneFIX schon einmal für 5 Jahre und habe sie nach einer Schwangerschaft erneut einsetzen lassen. Beide Male unkomplizierte Eingewöhnung. Nach dem zweiten Einsetzen war die Anpassungsphase sogar kürzer. Ich würde keine andere Methode mehr nehmen.“

GyneFIX® einsetzen: zertifizierte Praxis wählen.

Alle beschriebenen Risiken sind beherrschbar, wenn die Kupferkette von einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen eingesetzt wird, der das GyneFIX®-Insertionstraining absolviert hat. Im Praxisfinder findest du eine zertifizierte Praxis in deiner Nähe.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Nebenwirkungen und Risiken

Keine Angst vor dem Toilettengang! Es kann nicht passieren, dass du die Kupferkette GyneFIX® beim Stuhlgang auf der Toilette versehentlich herausdrückst. Sie sitzt fixiert in der Gebärmutter. Du kannst mit der eingesetzten Kupferkette unbeschwert die Toilette benutzen!

  • Bauchschmerzen
  • Schmerzen beim Sex
  • Unangenehmer Ausfluss
  • Fieber

Treten bei dir diese Symptome auf, solltest du umgehend deine Gynäkologin oder deinen Gynäkologen aufsuchen, damit eine Behandlung mit Medikamenten sofort eingeleitet werden kann!

Zu Beginn auf Nummer sicher gehen! Da in den ersten Monaten ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen besteht, ist es sinnvoll, deinen zweiten Kontrolltermin nach einem halben Jahr Anwendungszeitraum in Anspruch zu nehmen. Danach ist eine jährliche Kontrolle vollkommen ausreichend.

Nicht gefunden? Ist bei der Nachuntersuchung keine Kupferkette in deiner Gebärmutter zu finden und du hast keinen Verlust bemerkt, ist ein bildgebendes Verfahren durchzuführen. MRT oder Röntgen können dabei helfen, herauszufinden, wo sich deine GyneFIX® befindet.

Die Mehrheit der Anwenderinnen berichtet, dass die GyneFIX® nach der Eingewöhnungsphase von 3 bis 6 Monaten kaum noch wahrnehmbar ist. Häufig beschriebene Erfahrungen: leicht stärkere Menstruationsblutungen in den ersten Monaten, gelegentliche Schmierblutungen, die dann aufhören. Frauen, die von der Pille wechseln, beschreiben oft, dass der Zyklus sich danach wieder so anfühlt wie vor Beginn der hormonellen Verhütung. Die Continuation Rate von über 90 Prozent nach zwei Jahren zeigt, dass die große Mehrheit langfristig zufrieden ist.

Als lokale Reaktionen auf das Medizinprodukt können auftreten: vorübergehend stärkere oder längere Menstruationsblutungen, Schmierblutungen in den ersten Monaten, menstruationsähnliche Krämpfe nach der Einlage. Diese Beschwerden sind zeitlich begrenzt und klingen in der Regel innerhalb von 3 bis 6 Monaten ab. Systemische Nebenwirkungen (Hormone, Psyche, Gewicht, Libido, Haut) sind durch die GyneFIX® pharmakologisch ausgeschlossen, da kein Hormon abgegeben wird.

Die GyneFIX® kann nur von einer zertifizierten GyneFIX®-Gynäkologin/Gynäkologe entfernt werden, eine eigenständige Entfernung ist nicht möglich und darf nicht versucht werden. Wenn Nebenwirkungen deine Lebensqualität beeinträchtigen, vereinbare so bald wie möglich einen Termin bei einer zertifizierten Praxis.

Das Einsetzen kann, insbesondere bei Frauen ohne vorherige Schwangerschaft, als schmerzhaft empfunden werden. Was hilft: Ibuprofen 600 mg oder Naproxen 30 bis 60 Minuten vor der Einlage sowie ein lokales Betäubungsmittel (Lidocain-Gel). In geübten Händen dauert die Einlage wenige Minuten.

Quellen

Meirik O. et al. (2009): Comparison of Frameless and T-shaped Intrauterine Devices. Contraception, 80(4), 364-371.

WHO (2015): Medical Eligibility Criteria for Contraceptive Use, 5th Edition.

WHO / Johns Hopkins (2022): Family Planning: A Global Handbook for Providers.

EURAS-IUD Sekundäranalyse (2021): Bateson D. et al. Uterine perforation with intrauterine devices. BMJ.

FSRH / UKMEC (2019/aktualisiert): UK Medical Eligibility Criteria for Contraceptive Use.

Packungsbeilage GyneFIX 200/330 (Version 14.2, Revision 9. Januar 2024): Contrel Europe nv, Gent.

WHO (2016): Selected Practice Recommendations for Contraceptive Use, 3rd Edition.

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