Von der Kupferspirale zu GyneFIX® wechseln
Jede dritte Kupferspirale wird vorzeitig entfernt. Wegen Schmerzen, starker Blutungen oder Verrutschen. Wer danach nicht wieder dieselbe Spirale möchte, hat genau drei Entscheidungen zu treffen. Hier sind die Antworten.
So wirkt die Kupferspirale
Die klassische Kupferspirale ist ein hormonfreies Verhütungsmittel und besteht aus einem T-förmigen oder ankerförmigen Kunststoffstäbchen, das mit Kupferdraht umwickelt ist. Die Kupferspirale wird von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt und verbleibt dort für mehrere Jahre. Wir erklären dir, wie die dreifache Wirkweise auf Kupferbasis funktioniert.
Ein Kupfer-IUD (Intrauterine Device) gibt kontinuierlich Kupferionen in die Gebärmutter ab. Das Kupfer greift dabei nicht in den natürlichen Zyklus ein, weshalb es weiterhin zum Eisprung und zur natürlichen Monatsblutung kommt.
Die Kupferionen schränken die Bewegungsfähigkeit der Spermien ein, sodass diese eine Eizelle nicht befruchten können.
Die Kupferionen der Spirale verhindern eine Schwangerschaft zusätzlich durch die Veränderung des Zervixschleims. Dieser wird zähflüssiger und erschwert es den Spermien, zur Gebärmutter zu gelangen.
Hinzu kommt, dass die Gebärmutterschleimhaut insoweit verändert ist, dass eine potenziell befruchtete Eizelle sich nicht einnisten kann. Sollte es unglücklicherweise doch zu einer Befruchtung gekommen sein, wirkt die Kupferspirale schließlich damit, dass sie die Einnistung der befruchteten Eizelle verhindert, sobald sie an der Schleimhaut angekommen ist.
Warum von Kupferspirale auf GyneFIX® wechseln?
Die Kupferspirale wirkt zwar nicht auf den Hormonhaushalt, so wie hormonelle Verhütungsmittel, kann aber dennoch Nebenwirkungen verursachen. Sie verstärkt häufig die Menstruationsblutung und Schmerzen während der Periode. In einigen Fällen treten auch außerhalb der Periode Schmerzen oder Zwischenblutungen auf. Ist die Spirale zu groß für die Gebärmutter, kann die T-Spirale verrutschen oder ausgestoßen werden. Wenn du von der Kupferspirale zu GyneFIX® wechseln möchtest, solltest du dir vorab einige Gedanken machen.
Viele Frauen möchten heutzutage bewusster und im Einklang mit ihrem natürlichen Zyklus verhüten und diesen nicht mit Hormonen beeinflussen oder unterdrücken. Dieser positiven Einstellung gegenüber hormonfreier Verhütung kommt jeder Kupferspirale entgegen. Doch aufgrund von Schmerzen oder starken Periodenblutungen, die nicht selten auf das starre Kunststoffgerüst der T-Spirale zurückzuführen sind, entscheiden sich doch einige Frauen nicht erneut für eine klassische Kupferspirale oder wünschen eine vorzeitige Entfernung. Dann stehen sie erneut vor der Frage nach der passenden Verhütung.
Generell gibt es keine genauen Regeln für das den Wechsel der Kupferspirale. Wann der beste Zeitpunkt ist, hängt tatsächlich von deiner individuellen Situation ab. Um den optimalen Zeitpunkt für dich bestimmen zu können, solltest du dir vorab ein paar Fragen stellen:
„Vor der Kupferspirale verhütete ich zwei Jahre lang mit der Pille. Die Spirale verrutschte nach ca. einem Jahr, weshalb ich mich dann für die GyneFIX entschied, da diese fest verankert ist.“
Erfahrungsbericht aus 2026
Fragen, die du dir vor dem Wechsel stellen solltest
1. Warum möchte ich die Kupferspirale nicht mehr verwenden?
Du leidest mit der klassischen Kupferspirale unter starken Nebenwirkungen? Möchtest du dennoch bei der hormonfreien Verhütung auf Kupferbasis bleiben, dann lohnt es sich, über den Wechsel zur Kupferkette GyneFIX® nachzudenken. Am besten besprichst du deine Nebenwirkungen mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt in Ruhe und kümmerst dich mit ihr oder ihm gemeinsam, um einen Termin für den Spiralwechsel. Bedenke, dass es sich für den Wechsel zur Kupferkette, um eine GyneFIX® Praxis handeln sollte, da die behandelnden Ärztinnen und Ärzte dort eine Schulung absolviert und die Insertionstechnik vermittelt bekommen haben.
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Du fühlst dich nicht sicher und hast große Sorge davor, dass die Kupferspirale verrutscht und nicht zuverlässig wirkt und somit eine Schwangerschaft zu riskieren? Sei dir bewusst, dass eine richtig positionierte Kupferspirale sehr verlässlichen Schutz bietet. Das Risiko, dass die Spirale verrutscht, kann im Vorfeld reduziert werden, indem die Gebärmutter vor der Einlage per Ultraschall ausgemessen und ein für die Größe und Form deiner Gebärmutter geeignetes Modell ausgewählt wird.
Dieser Aspekt geht mit dem vorherigen Hand in Hand. Bist du dir unsicher, kannst du zusätzlich anderweitig verhüten. Ist die emotionale Belastung zu groß und nimmt dir die Leichtigkeit und vielleicht sogar Lust am Sex, so ist der Wechsel zu einem anderen Verhütungsmittel jedoch ratsam.
Möchtest du schwanger werden, so kannst du den Kupferperlenball jederzeit vor Ablauf der 5 Jahre in der gynäkologischen Praxis entfernen lassen. Eine Schwangerschaft ist dann theoretisch sofort wieder möglich. Genau wie bei jedem anderen hormonfreien Verhütungsmittel, das keinerlei Wirkstoffe in den Blutkreislauf abgibt, sind dein Zyklus und deine Fruchtbarkeit nicht beeinflusst.
Wie möchte ich anstatt der Kupferspirale verhüten?
Die Suche nach einer Verhütungsmethode ist eine sehr persönliche und besonders heutzutage fällt es vielen Frauen schwer, eine passende Methode für sich zu finden. Dabei war das Angebot noch nie so groß wie heute. Obwohl die Wahl von vielen individuellen Faktoren abhängt, gibt es ein paar Grundfragen, die dir bei der Wahl helfen können, deine Auswahl einzugrenzen:
Die Beantwortung dieser Frage wird dir dabei helfen, deine Auswahl erheblich einzugrenzen. In dieser Entscheidung spielen Aspekte wie Gesundheit und persönliche Präferenzen eine wichtige Rolle. Generell sollte dir bewusst sein, dass dieser Entschluss sehr vielschichtig ist und meistens nicht einfach beantwortet werden kann.
- Die hormonelle Verhütung bietet dir eine hohe Sicherheit und kann sich in bestimmten medizinischen Fällen wie z.B. Endometriose positiv auf Beschwerden, dein Blutungsmuster und dein Wohlempfinden auswirken. Dennoch verursacht die hormonelle Verhütung wie mit der Pille und auch der Hormonspirale systemische Nebenwirkungen und birgt auf eine lange Anwendungszeit hin gewisse Gesundheitsrisiken.
- Die hormonfreie Verhütung kann mindestens genauso sicher sein: Mehr dazu in unserem Artikel
„Pearl-Index: Verlässlichkeit von Verhütungsmitteln erklärt.“ Der wichtigste Punkt hierbei ist, dass die hormonfreie Verhütung dir eine natürliche Körpererfahrung möglich macht, während du vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt bleibst. Oft besteht der Wunsch nach einer körperbewussten Verhütungsmethode, die im Einklang mit dem natürlichen Zyklus funktioniert. In diesem Fall bieten sich Verhütungsmethoden wie eine Kupferspirale, darunter auch die Kupferkette GyneFIX® sowie Barrieremethoden (Kondom / Frauenkondom, Diaphragma) als Ergänzung zur natürliche Familienplanung an.
Eine umfassende Beratung mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt hilftdir dabei, eine Entscheidung zu treffen.
Bei der Suche nach einer passenden Verhütungsmethode solltest du dich fragen, wie viel Aufwand du bereit bist, für deine Verhütung aufzubringen. Meistens ist diese Frage eng mit deinem Lebensstil verknüpft.
- Verhütungsmethoden mit wenig Aufwand wie die Kupferkette GyneFIX® bieten dir den Vorteil, dass du nicht täglich und bei jedem Geschlechtsverkehr daran denken musst. Viele schätzen ein fit-and-forget-Prinzip, besonders dann, wenn man eher einen hektischen Lebensalltag hat.
- Verhütungsmethoden mit mehr Eigeninitiative wie die NFP-Methoden, aber auch die Verwendung von Kondomen oder dem Diaphragma, benötigen Disziplin und Sorgfalt. Hier spielen Planung und eine stetige Aufmerksamkeit eine große Rolle. Ein regelmäßiger und zuverlässiger Lebensstil ist für diese Methoden von Vorteil. Manche Frauen berichten, dass sie den höheren Aufwand und die intensivere Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und der Partnerschaft als positiv wahrnehmen.
Wichtig bei dieser Entscheidung ist, dass du dich ehrlich fragst, wie viel Bequemlichkeit du brauchst und wie intensiv du dich zukünftig mit deinem Zyklus auseinandersetzen möchtest. Zusätzlich spielt auch die aktuelle Lebenssituation eine entscheidende Rolle.
Das eigene Sexualleben ist sehr persönlich und wird von jedem unterschiedlich gestaltet. Bei wechselnden Partnern spielen jedoch der gesundheitliche Aspekt und die Frage nach der Verantwortung eine nochmals größere Rolle. Das liegt daran, dass das Risiko für Infektionen davon abhängt, mit wie vielen verschiedenen Personen eine Frau und ihr Partner Sexualkontakte haben. Deshalb kommt in diesem Fall zusätzlich zum Verhütungsaspekt noch der Schutz der eigenen Gesundheit hinzu. Bis heute sind das Kondom und das Frauenkondom die einzigen Verhütungsmittel, die in dieser Hinsicht Schutz bieten. Darum solltest du zu deinem Schutz immer zusätzlich mit Kondom verhüten!
Bedenke allerdings, dass eine Verhütung, ausschließlich auf Kondomen basiert, keinen sehr zuverlässigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bietet. Es ist daher sinnvoll, das Kondom als Ergänzung zu einer bereits bestehenden Verhütungsmethode zu verwenden.
Heutzutage gewinnt auch die Beziehung zwischen unserem Verhalten und der ökologischen Vertretbarkeit immer mehr an Bedeutung. Viele wünschen sich, nach nachhaltigen Standards handeln und entscheiden zu können. Wiederverwendbare Verhütungsmittel wie eine Hormonspirale oder Kupferspirale oder ein Diaphragma können da mit ihrer Langwirksamkeit punkten. Spielt das Thema Nachhaltigkeit für dich eine große Rolle, solltest du auf hormonelle Verhütungsmethoden eher verzichten. Hormone zählen auch als Abfallprodukt und landen meistens im natürlichen Wasserkreislauf, da sie über unsere Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können. Die Verwendung von Kondomen produziert generell viel Müll und kommt oft nicht ohne Tierversuche aus, allerdings gibt es auch hier Ansätze und Marken, die Alternativen schaffen und tierversuchsfrei und vegan herstellen.
Am besten schneiden jedoch die Kupferkette GyneFIX®, eine Kupferspirale, Goldspirale und die natürliche Familienplanung (NFP) ab. Bei den IUD (Intrauterine Devices) überzeugt vor allem auch die lange Anwendungszeit hinsichtlich des Nachhaltigkeitsaspekts. Die Kupferkette kann einmal eingesetzt, je nach GyneFIX® Modell, bis zu 5 oder sogar 10 Jahre ohne Sicherheitsverlust angewendet werden.