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Was ist Endometriose?

Endometriose ist eine chronische, gutartige Erkrankung, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst, zum Beispiel an Organen wie den Eierstöcken, Eileitern, im Bauch- oder Beckenraum, am Darm oder Bauchfell. Das namensgebende Endometrium ist die Schleimhaut, die das Innere der Gebärmutter (Uterus) auskleidet. Diese spielt eine zentrale Rolle im weiblichen Zyklus sowie bei der Vorbereitung auf eine Schwangerschaft. Als „versprengtes Gewebe“ bezeichnet man auch diese Gewebeinseln, die eigentlich zur Gebärmutterschleimhaut gehören, aber an Stellen oder Organen vorkommen, wo sie eigentlich nicht hingehören. Diese Herde reagieren wie die normale Schleimhaut auf den Menstruationszyklus, was zu wiederkehrenden Schmerzen, Entzündungen, Vernarbungen und oft auch zu Unfruchtbarkeit führen kann. 

Endometriose betrifft etwa 10 % der Frauen im gebärfähigen Alter und führt oft zu chronischen Schmerzen, Schmerzen beim Sex bzw. einem unerfüllten Sexleben und eingeschränkter Lebensqualität. Viele Betroffene suchen nach nicht-hormonellen Therapie- und Verhütungsoptionen, sei es aufgrund von Nebenwirkungen, Kontraindikationen oder persönlicher Präferenz.

Behandlung von Endometriose: Aktuelle Leitlinienempfehlungen zur Therapie (S2k-Leitlinie 2025)

Die Therapie nach Diagnose einer Endometriose folgt einem individuellen, vielseitigen Ansatz und richtet sich nach den Symptomen, dem Alter, dem Kinderwunsch und der Lebenssituation der betroffenen Frau. Die Therapieentscheidung soll gemeinsam mit der Patientin getroffen werden und ihre persönlichen Ziele, z. B. Schwangerschaften, Kinderwunsch oder Verzicht auf Hormone, berücksichtigen.

Folgende Therapiemöglichkeiten bestehen bei einer Endometriose-Diagnose:

  1. Hormontherapie
    Gestagene (Gelbkörperhormone) sind Mittel der ersten Wahl, um bei betroffenen Frauen die Menstruation auszuschalten und so Schmerzen zu lindern.
  2. Operative Verfahren
    Die meist laparoskopische (minimalinvasive) Entfernung von Endometrioseherden wird bei therapieresistenten Schmerzen, unerfülltem Kinderwunsch oder Organbeteiligung empfohlen. Ziel der Operation sind die Beschwerdelinderung und der Erhalt der Lebensqualität. Besonders die Schmerzen, welche durch die Endometriose verursacht werden, gilt es zu lindern.
  3. Komplementärmedizinische und multimodale Ansätze
    Ergänzend werden Akupunktur, Physiotherapie, Ernährungsberatung und Bewegung empfohlen, um die Lebensqualität von Endometriose-Patientinnen zu verbessern.
  4. Schmerztherapie
    Systematische Schmerzbehandlung mit NSAR (z.B. Ibuprofen) ist Teil des Therapiekonzepts, ebenso wie physio- und psychotherapeutische Maßnahmen bei chronischen Schmerzen.

Endometriosebehandlung ohne Hormone?

Zu den pflanzlichen Präparaten, die Endometriose-Patientinnen helfen können, gehören:

    • Curcumin (aus Kurkuma): hemmt nachweislich Entzündungsprozesse.
    • Puerarin (aus der Kudzu-Wurzel): kann das Wachstum neuer Blutgefäße in Endometriose-Herden bremsen. Dadurch wird verhindert, dass sich die Herde weiter ausbreiten und tiefer ins Gewebe eindringen. So kann Puerarin dazu beitragen, dass sich die Endometriose nicht verschlimmert.
    • Grüntee-Extrakt (EGCG): Der besondere Wirkstoff aus grünem Tee sorgt dafür, dass die Blutgefäße in den Endometrioseherden weniger wachsen. Dadurch werden diese kleiner und können sich nicht so leicht weiterentwickeln.

Entzündungshemmende Ernährung:
Wer unter Endometriose leidet, kann mit der richtigen Ernährung die Beschwerden oft spürbar lindern. Empfehlenswert ist es, auf rotes Fleisch, Milchprodukte und Zucker möglichst zu verzichten. Stattdessen sollten für dich regelmäßig gesunde Fette wie Omega-3-Fettsäuren (zum Beispiel aus Leinöl oder Algenöl), viel buntes Gemüse, Beeren und Vollkornprodukte auf dem Speiseplan stehen. Diese Lebensmittel wirken im Körper entzündungshemmend und können Schmerzen reduzieren. Auch die gezielte Einnahme von Vitamin D und Fischöl hat sich in Studien als hilfreich gegen Endometrioseschmerzen erwiesen.

Schmerzlinderung durch Akupunktur

Akupunktur kann bei Endometriose die Schmerzen während der Periode deutlich verringern. Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Akupunkturbehandlungen nicht nur die Schmerzintensität, sondern auch die Dauer der Beschwerden senken und das allgemeine Wohlbefinden verbessern können.

Unterstützende Angebote bei Endometriose

Apps wie die Endo-App unterstützen Betroffene dabei, ihre Symptome täglich zu dokumentieren und den Verlauf der Erkrankung besser zu verstehen. Durch das regelmäßige Festhalten von Schmerzen, Stimmung und anderen Faktoren können individuelle Muster erkannt und die Behandlung gezielter angepasst werden. Studien zeigen, dass solche Apps die Lebensqualität von Frauen mit Endometriose verbessern können.

Welche Verhütung bei Endometriose?

a. Pille bei Endometriose

Falls du dich für die Verhütung mit Hormonen in Form von der Pille entscheiden solltest, so ist die empfohlene Pille bei Endometriose in der Regel ein Gestagen-Präparat mit dem Wirkstoff Dienogest. Dienogest hemmt das Wachstum der Endometrioseherde, lindert Schmerzen und kann das Fortschreiten der Erkrankung bremsen. Es gibt reine Gestagenpillen, die speziell für die Endometriosetherapie zugelassen sind. Diese werden meist im Langzyklus eingenommen, also ohne Pause, damit die Regelblutung ausbleibt und die Beschwerden reduziert werden.

Alternativ können auch kombinierte Antibabypillen (Östrogen-Gestagen-Präparate) mit möglichst niedriger Östrogendosis im Langzyklus eingesetzt werden, insbesondere bei jungen Frauen. Sie sind jedoch für die Endometriosebehandlung nicht offiziell zugelassen und werden daher „off-label“ verwendet.

b. Spirale bei Endometriose

Welche Spirale bei Endometriose? Kupferkette GyneFIX® vs. Hormonspirale im Vergleich
Spiraltyp Vorteile bei Endometriose Einschränkungen
Kupferkette GyneFIX® Hormonfrei, WHO-empfohlen, rahmenloses flexibles Design, geringe Ausstoßungsrate (2 %), kein Einfluss auf den natürlichen Zyklus Kann bei sehr starken Blutungen oder Myomen kontraindiziert sein
Hormonspirale (LNG-IUD) Kann Blutungsstärke und Schmerzen reduzieren Systemische Nebenwirkungen möglich (Akne, Stimmungsschwankungen, Thromboserisiko) und enthält synthetische Gestagene

Hinweis: Bei Endometriose ist die Wahl der Verhütungsmethode individuell. Die GyneFIX® eignet sich besonders für Frauen mit stabiler Endometriose ohne sehr starke Blutungen, die auf Hormone verzichten möchten oder müssen. Bei starken Regelblutungen oder Anämie sollte die Eignung vorab mit der Gynäkologin oder dem Gynäkologen besprochen werden.

Quellen: WHO MEC, AWMF S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Endometriose (015-045), DGGG S2k-Leitlinie Nicht-hormonelle Empfängnisverhütung (015-095, 2023), Herstellerangaben GyneFIX®

Stand: Juni 2026 | Hinweis: Diese Tabelle ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über die für dich geeignete Verhütungsmethode. Fragen zur Kupferkette GyneFIX® kann eine im Praxisfinder gelistete Praxis am verlässlichsten beantworten. Dort betreuen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig GyneFIX®-Patientinnen und können dich auf Basis dieser Erfahrung individuell beraten.

„Frauen mit starker und schmerzhafter Blutung sollten keine Kupferspirale oder Kupferkette verwenden.“

Warum wählen Frauen mit Endometriose die Kupferkette?

Den meisten betroffenen Frauen mit Endometriose wird eine Verhütung mit Hormonen (Pille oder Hormonspirale) empfohlen, doch was ist, wenn man auf eine hormonelle Verhütung verzichten möchte oder verzichten muss?

Auf Hormone im Alltag und bei einem so langfristig wichtigen Thema wie Verhütung verzichten zu wollen, ist nur allzu verständlich. Immer mehr Frauen wechseln zu hormonfreien Verhütungsmethoden, um die Freiheit von unerwünschten Nebenwirkungen zu genießen und den Einfluss des Verhütungsmittels auf den gesamten Körper zu verhindern. Selbstverständlich geht es Frauen mit Endometriose nicht anders. Besonders im Rahmen eines chronischen Erkrankungsbilds wollen viele Frauen keiner hormonellen Belastung ausgesetzt sein. Die Kupferkette GyneFIX® kann hier eine optimale Lösung darstellen, da sie dir eine hormonfreie, sichere Langzeitverhütung bietet, ohne systemische Nebenwirkungen. Kein Stress, keine Hormone: entspannte und sichere Sexualität.

Wir möchten betonen, dass die Kupferverhütung die Endometriose selbst nicht verschlimmert, aber auch nicht lindert. 

Das sind die Vorteile von GyneFIX®

  • Unverträglichkeit/Ablehnung hormoneller Methoden: Viele Frauen vertragen hormonelle Verhütung (z. B. LNG-IUP, Pille) nicht oder lehnen sie aus Nebenwirkungsrisiken (Stimmungsschwankungen, Thrombose) ab. Die GyneFIX® unterstütz dich optimal in deinem Wunsch nach einer sicheren Verhütung ohne Hormone!
  • Stillzeit: GyneFIX® ist in der Stillzeit geeignet, da keine Hormone in die Muttermilch übergehen.
  • Rahmenloses Design: Die flexible Kette ohne Plastikrahmen verursacht weniger Krämpfe und Druckgefühl als rahmenbasierte Spiralen, so verstärkt sie die (oft ohnehin durch Endometriose starken) Regelschmerzen nicht und verursacht auch im Alltag keine Irritationen.
  • Reduzierte Blutungsverstärkung: Studien zeigen, dass GyneFIX® die Menstruationsblutung weniger verstärkt als herkömmliche Kupferspiralen. Dies ist besonders relevant bei Endometriose-assoziierten Blutungen.
  • Eignung bei kleiner Gebärmutter: Durch ihre geringe Größe (besonders GyneFIX®200 “mini”) ist sie ideal für junge Frauen oder solche mit kleiner Gebärmutter.
  • Stabile Verankerung: Der Nylonfaden wird in der Gebärmutterwand verankert, was das Risiko von Verrutschen oder Ausstoßung reduziert, du kannst dich also ganz sicher fühlen!
  •  
  • Hohe Verhütungssicherheit: Pearl-Index von 0,1-0,57
  • Lange Liegedauer: Bis zu 10 Jahre Schutz (GyneFIX®330) und damit ein besseres Kostenprofil als die meisten Verhütungsmittel.
  • Kein Eingriff in den Zyklus: Ermöglicht natürliche Körperwahrnehmung (z. B. spürbaren Eisprung) und beeinflusst deinen natürlichen Zyklus nicht.
  • Hohe Zufrieden-heit: 82% der Nutzerinnen empfehlen GyneFIX® weiter, auch bei Endometriose.
  • Individuelle Verträglichkeit: Einige Frauen berichten von stabileren Zyklen und weniger Beschwerden als unter Hormonmethoden.

“Mein Zyklus hat sich reguliert, ich spüre meinen Eisprung, aber keine Komplikationen.” (Jasmin, München).

Frauen mit Endometriose wählen die Kupferkette GyneFIX aus vier Gründen: sie ist hormonfrei, hat keine systemischen Nebenwirkungen, bietet sichere Langzeitverhütung und ermöglicht eine entspannte, stressfreie Sexualität. Infografik von verhueten-gynefix.de.

Warum Frauen mit Endometriose die Kupferkette wählen

Hormonfrei
Keine hormonelle Belastung im Alltag.
Keine systemischen Nebenwirkungen
Wirkt lokal, nicht im ganzen Körper.
Sichere Langzeitverhütung
Zuverlässiger Schutz über mehrere Jahre.
Entspannte Sexualität
Kein Stress, keine Hormone im Kopf.

KI-unterstützt erstellt

Die Kupferkette GyneFIX bietet Frauen mit Endometriose hormonfreie, sichere Langzeitverhütung ohne systemische Nebenwirkungen.

Für wen ist die Kupferkette optimal?

Die Kupferkette eignet sich besonders für:

  • Frauen mit stabiler Endometriose ohne starke Blutungen (bei Anämie oder Myomen eingeschränkt geeignet).
  • Frauen ohne aktuell bestehenden Kinderwunsch oder solche mit kleinem Uterus.
  • Patientinnen, die hormonfreie Verhütung bevorzugen oder benötigen.

Wichtige Hinweise:

  • Bei starken Regelblutungen oder Krämpfen kann die Kombination aus Endometrioseerkrankung und Kupferkette Symptome verstärken.
  • Kombination mit Kondomen wird bei wechselnden Partnern empfohlen, da die Kupferkette keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs) bietet.
  • Kombination mit Schmerztherapie nötig: Betroffene benötigen meist zusätzlich Phytotherapie (z. B. Curcumin), Akupunktur oder Schmerzmittel (NSAR).
  • Vor dem Einsetzen der GyneFIX® sollte in jedem Fall, besonders wenn du unter Endometriose leidest, ein individuelles Beratungsgespräch mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen erfolgen und deine individuelle Krankheitsgeschichte und Wünsche sollten genau besprochen werden.

Angst vor der Einlage? Das erwartet dich

Viele Frauen mit Endometriose haben durch bereits erlebte Schmerzen eine besondere Sensibilität gegenüber gynäkologischen Untersuchungen. Das Einsetzen der Kupferkette  dauert nur wenige Minuten und wird von einer speziell geschulten Gynäkologin oder einem geschulten Gynäkologen durchgeführt. Sprich deine Ängste und deine bisherigen Schmerzerfahrungen offen an, denn viele Praxen bieten auf Wunsch schmerzlindernde Maßnahmen an, die dich während der Einlage und präventiv unterstützen. Wir haben dir in unserem Artikel Spirale einsetzen ohne Schmerzen all diese Maßnahmen erklärt, damit du bereits mit eigenen Vorstellungen in das Vorgespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt gehen kannst. Direkt im Anschluss kann es kurzzeitig zu krampfartigen Beschwerden kommen, ähnlich wie bei einer stärkeren Regelblutung, die aber meist innerhalb weniger Stunden bis Tage wieder abklingen.

Endometriose und GyneFIX®: Lass dich individuell beraten

Ob GyneFIX® kann für dich und deine Endometriose geeignet ist, hängt von deiner Fundusdicke und individuellen Situation ab. Im Praxisfinder findest du eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen in deiner Nähe, der das Insertionstraining absolviert hat und dich dazu ausführlich beraten kann:

Spirale bei Endometriose Diagnose: Erfahrungsberichte

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FAQ: Häufige Fragen zu Verhütung bei Endometriose

Nein. Das möchten wir transparent und deutlich betonen. Verhütung auf Kupferbasis, egal ob klassische Kupferspirale oder GyneFIX® Kupferkette, verstärkt bei einem relevanten Teil der Anwenderinnen zumindest vorübergehend die Menstruationsblutung. Wenn auch nur in den ersten drei bis sechs Monaten nach der Einlage. Da Endometriose selbst mit ohnehin starken, schmerzhaften Menstruationsblutungen einhergeht, kann die genannte Nebenwirkung bei betroffenen Frauen besonders belastend ausfallen. In der gynäkologischen Fachliteratur wird Endometriose deshalb ausdrücklich als Risikofaktor bzw. relative Kontraindikation für kupferhaltige Intrauterinpessare (Spiralen) genannt.

Die Kupferkette GyneFIX® kommt nur für Frauen mit stabiler Endometriose ohne bereits starke Blutungen infrage. Liegen zusätzlich ein abnormal starkes Blutungsmuster (Hypermenorrhoe) oder eine Blutarmut (Anämie) vor, gilt nach WHO-Einstufung (MEC Kategorie 2) eine erhöhte Vorsicht bei der Anwendung des Verhütungsmittels. In diesen Fällen ist die GyneFIX® dann schlicht ungeeignet und eine hormonelle Alternative, die die Blutung potenziell reduziert, die bessere Wahl. Ob die Kupferkette für dich geeignet ist, sollte deine Gynäkologin oder dein Gynäkologe anhand deines individuellen Blutungsmusters und Beschwerdeverlaufs entscheiden.

Die Endometriose selbst wird durch die Kupferkette GyneFIX® nicht verschlimmert. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Kupfer das Wachstum der Endometrioseherde fördert. 

Was sich aber durchaus verschlimmern kann, sind die Symptome der Endometriose. Kupferbasierte Verhütung verstärkt bei vielen Anwenderinnen zumindest vorübergehend (in den ersten Monaten) die Menstruationsblutung und kann Regelschmerzen zunächst intensivieren. Da Frauen mit Endometriose ohnehin unter starken, schmerzhaften Blutungen leiden, addiert sich dieser Effekt bei ihnen besonders spürbar zur bestehenden Belastung. In diesem Sinn kann die Kupferkette die Symptome einer Endometriose verschlechtern, auch wenn sie die Grunderkrankung nicht beeinflusst. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt stark von deiner individuellen Ausgangslage ab. 

Es gibt hier keine pauschal „beste“ Spirale, sondern zwei unterschiedliche Wege.

Wer in erster Linie Blutung und Schmerzen reduzieren will, ist mit der Hormonspirale meist besser beraten, da sie das Blutungsmuster per se mildert und damit die Symptome einer Endometriose eindämmen kann. Wer Hormonfreiheit priorisiert und eine stabile, nicht zu blutungsintensive Endometriose hat, kann mit der GyneFIX® grundsätzlich gut zurechtkommen. Welcher Weg für dich persönlich passt, entscheidest du gemeinsam mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen.

Möchtest du mit deiner Verhütung die Endometriose selbst aktiv behandeln und Beschwerden reduzieren, ist die Dienogest-Pille der medizinisch naheliegendere Weg. Willst du in erster Linie hormonfrei verhüten und deine Endometriose ist stabil und nicht von starken Blutungen geprägt, ist die Kupferkette durchaus vereinbar mit deiner Endometriose, insofern deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt deinen individuellen Verlauf zur Kenntnis genommen hat.

Einige Frauen berichten von grundsätzlich stabileren Zyklen und weniger körperlichen Beschwerden als unter Hormoneinfluss. Das liegt aber vor allem daran, dass der Wegfall der hormonellen Belastung für viele eine spürbare Erleichterung ist, unabhängig von der Endometriose selbst. Wiederum viele Frauen merken dagegen genau das, was auch die Datenlage erwarten lässt: eine zumindest vorübergehend verstärkte Menstruationsblutung in den ersten Monaten nach der Einlage, die sich bei ohnehin blutungsintensiver Endometriose stärker bemerkbar machen kann als bei Frauen ohne Vorbelastung.

Nach der WHO-Einstufung (Medical Eligibility Criteria) gilt für Endometriose folgende Empfehlung: Alle hormonellen Kontrazeptiva fallen in Kategorie 1: Das bedeutet, sie sind uneingeschränkt geeignet. Die kupferbasierte Spirale (darunter GyneFIX®) wird in Kategorie 2 eingestuft, was bedeutet: Grundsätzlich sind Kupferspiralen bei Endometriose  anwendbar, jedoch muss der Nutzen individuell gegen die theoretischen Risiken abgewogen werden.

Auch die aktuelle DGGG-Leitlinie zur nicht-hormonellen Empfängnisverhütung empfiehlt ausdrücklich das hormonhaltige 52 mg-LNG-IUS zur Reduktion von Hypermenorrhoe (verstärkte Menstruation) und Dysmenorrhoe (schmerhafte Menstruation), explizit auch bei Endometriose. Während sie gleichzeitig darauf hinweist, dass sich bestehende Schmerzen bei der monatlichen Blutung durch eine liegende Kupferspirale potenziell verstärken kann. 

Endometriosespezifische Nebenwirkungen verursacht die Kupferkette nicht. Es handelt sich um dieselben Nebenwirkungen wie bei jeder nicht-betroffenen Anwenderin auch: verstärkte Menstruationsblutungen und Unterleibsschmerzen, vor allem in den ersten drei bis sechs Monaten nach der Einlage. Betroffen sind etwa 15 bis 25 % aller GyneFIX®-Anwenderinnen. Was sich bei Endometriose ändert, ist nicht die Art der Nebenwirkung, sondern ihre Intensität, da die Betroffenen im Rahmen ihrer Erkrankung bereits unter einem verstärkten und schmerzhafteren Blutungsmuster leiden als Frauen ohne Endometriose.

Nein, eine Kostenübernahme für die Kupferkette GyneFIX® ist für Endometriose-Patientinnen nicht gesetzlich vorgeschrieben. Lies in unserem Artikel Verhütungsmittel kostenlos nach, ob du unabhängig davon die Kriterien für eine Kostenübernahme erfüllst.

Quellen

Meden, H. (2024): Neues aus der Komplementärmedizin – Endometriose: Diagnostik und Therapie, Kongressbericht Baden-Baden 2024, [online] https://ppl-ai-file-upload.s3.amazonaws.com/web/direct-files/attachments/38021800/7e59766f-79a8-416b-b5e6-50d52e28b6be/20250104_Komplementar-Medizin_Endometriose_Therapie_Akupunktur_Phytotherapie_Ernahrung_Estrogendominanz_PRIVATARZT.pdf[abgerufen am 27.06.2025]

Rempert, A.N. et al. (2024): A Systematic Review of the Psychosocial Impact of Endometriosis before and after Treatment, Reprod Sci 31(7):1528-1560, [online] https://ppl-ai-file-upload.s3.amazonaws.com/web/direct-files/attachments/38021800/bf0cf26b-1a78-411c-ba6f-900e85f0defd/20241214_Endometriose_beeintrachtigt_Lebensqualitat.pdf[abgerufen am 27.06.2025]

Raff, J.H. & Ulrich, U.A. (2025): Dysmenorrhö und Endometriose bei Jugendlichen – Diagnose und Therapie, gyne 01/2025, [online] https://ppl-ai-file-upload.s3.amazonaws.com/web/direct-files/attachments/38021800/68f0fcfd-baa9-4231-8dc7-a431c53faa1a/20250322_Dysmenorrho_Endometriose_bei_Jugendlichen.pdf[abgerufen am 27.06.2025]

Gyn-Depesche (2022): 14. Endometriosekongress deutschsprachiger Länder, Gyn-Depesche 3/2022, [online] https://ppl-ai-file-upload.s3.amazonaws.com/web/direct-files/attachments/38021800/65c6edbd-5698-4a0c-b565-976ee41b881d/20220630_Endometriose_kongress_GynDepesche.pdf[abgerufen am 27.06.2025]

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) (2023): S2k-Leitlinie Nicht-hormonelle Empfängnisverhütung, AWMF-Registernummer 015-095, Stand Dezember 2023, [online] https://ppl-ai-file-upload.s3.amazonaws.com/web/direct-files/attachments/38021800/c897a0e1-467e-41ce-9d7e-f01596763928/DGGG_Leitlinie_015-095l_S2k_Nicht-hormonelle-Empfaengnisverhuetung_2024-01.pdf[abgerufen am 27.06.2025]

Römer, G.C. (2018): Naturheilkundliche Ansätze gegen Endometriose und Myome, Privatarzt Gynäkologie 9. Jhrg. 02/18, S. 34–35, [online] https://ppl-ai-file-upload.s3.amazonaws.com/web/direct-files/attachments/38021800/938f4559-7f4f-4967-b43a-48097fc1523b/Naturheilkundliche-Ansatze-gegen-Endometriose-u-Myome-in-Privatarzt-Gynakologie-9.-Jhrg-02-18-S..pdf[abgerufen am 27.06.2025]

WHO, Endometriosis UK, ACOG, NIH (2024): Zahlen | Daten | Fakten Endometriose, [online] https://ppl-ai-file-upload.s3.amazonaws.com/web/direct-files/attachments/38021800/368dbce5-1791-4ecc-9bdb-4b59aebde7a7/20241008_Endometriose_Zahlen_Fakten_03-24_grafik_gyne.pdf[abgerufen am 27.06.2025]

AWMF (2023): S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Endometriose, AWMF-Registernummer 015-045, [online] https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-045.html[abgerufen am 27.06.2025]

de (2024): Medikamentöse Behandlung bei Endometriose, [online] https://www.gesundheitsinformation.de/medikamentoese-behandlung-bei-endometriose.html[abgerufen am 27.06.2025]

Frauenärztin Möller (2023): Gynefix Kupferkette München | Verhüten mit der Kupferkette, [online] https://www.frauenaerztin-moeller.de/leistungen/verhuetung/hormonfreie-verhuetung/gynefix/[abgerufen am 27.06.2025]

Deutsches Gesundheitsportal (2018): Spirale und Verhütungsstäbchen sind beide effektiv gegen Schmerzen, [online] https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2018/11/29/spirale-und-verhuetungsstaebchen-endometriose/[abgerufen am 27.06.2025]

Endometriose-Doc.de (2025): Können pflanzliche Mittel bei Endometriose helfen?, [online] https://www.endometriose-doc.de/therapien/endometriose-phytotherapie-koennen-pflanzliche-mittel-helfen-1270523.html[abgerufen am 27.06.2025]

Gelbe Liste (2025): Endometriose – Symptome, Diagnostik, Therapie, [online] https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/endometriose[abgerufen am 27.06.2025]

Thieme Connect (2024): S2k-Guideline Non-hormonal Contraception, Part 1, [online] https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-2317-9133.pdf[abgerufen am 27.06.2025]

Stampfer, M.-C. (2022): Endometriose, Bachelorarbeit, MedUni Graz, [online] https://online.medunigraz.at/mug_online/wbAbs.getDocument?pThesisNr=40356&pAutorNr=&pOrgNr=[abgerufen am 27.06.2025]

Zelle, E. (2016): Endometriose: Starke Regelschmerzen nicht abtun (Interview mit Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte), dpa, IGPmagazin, [online] https://www.igp-magazin.de/endometriose-starke-regelschmerzen-nicht-abtun/ [abgerufen am 04.09.2026]

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