Herzförmige Gebärmutter: Welche Verhütung ist möglich?
1. So häufig kommen Uterusanomalien vor
1.2 Kontraindikation für die Verwendung von Spiralen
2. Die ESHRE/ESGE-Klassifikation von Uterusanomalien
2.1 Diagnostik nach der ESHRE/ESGE-Klassifikation
2.2 Bedeutung für die Verhütung
3. [Liste] Diese Uterusfehlbildungen gibt es
Bei Uterusfehlbildungen gilt die klassische Kupferspirale (T) wegen erhöhtem Verrutschrisiko oft als Kontraindikation. Die Kupferkette GyneFIX®
hat durch ihre direkte Verankerung im Gebärmuttermuskel einen anderen Ansatz.
Herzförmige Gebärmutter (Uterus bicornis unicollis) ist eine der häufigeren Formen der Uterusfehlbildung. Sie betrifft 3 bis 4 % aller Frauen im reproduktiven Alter, laut Studien teilweise bis zu 6,7 %. Die klassische T-förmige Kupferspirale birgt bei dieser Fehlbildung ein erhöhtes Verrutsch- und Ausstoßungsrisiko. Die Kupferkette GyneFIX® verankert sich dagegen direkt im Gebärmuttermuskel statt im Fundus, ob sie geeignet ist, entscheidet die genaue Klassifikation nach ESHRE/ESGE (Grimbizis et al., 2013) gemeinsam mit deiner Frauenärztin/deinem Frauenarzt.
So häufig kommen Uterusanomalien vor
Uterusfehlbildungen betreffen 3 bis 4 % aller Frauen in der reproduktiven Lebensphase. Klinische Studien berichten teilweise auch von höheren Zahlen bis zu einer Häufigkeit von 6,7 % in der Allgemeinbevölkerung. Ihr Einfluss auf den Verlauf einer Schwangerschaft und Geburt ist noch weitgehend unerforscht. Es ist wichtig zu beachten, dass viele Frauen mit Gebärmutterfehlbildung nie diagnostiziert werden, da sie möglicherweise keine Symptome haben oder ihre Anomalie keine Auswirkungen auf ihre reproduktive Gesundheit hat. In den letzten Jahren hat sich die Diagnostik aber deutlich verbessert, z. B. mittels verbesserter Ultraschallmöglichkeiten. Da von Schwangerschaften bei liegenden Spiralen in Zusammenhang mit Uterusfehlbildungen berichtet wurde, ist die intrauterine Verhütung bei Uterusanomalien strittig.
Uterusfehlbildungen betreffen 3 bis 4 Prozent aller Frauen im reproduktiven Alter, klinische Studien berichten teils von bis zu 6,7 Prozent in der Allgemeinbevölkerung. Viele Frauen mit Gebärmutterfehlbildung bleiben undiagnostiziert, da sie keine Symptome haben oder keine Auswirkungen auf die reproduktive Gesundheit bestehen. Die Diagnostik hat sich in den letzten Jahren durch bessere Ultraschallmöglichkeiten deutlich verbessert. Da Schwangerschaften bei liegender Spirale in Zusammenhang mit Uterusfehlbildungen berichtet wurden, gilt die intrauterine Verhütung bei Uterusanomalien als strittig. Infografik von verhueten-gynefix.de.
So häufig kommen Uterusanomalien vor
Prävalenz und was das für die Verhütung bedeutet
Was das für die Praxis bedeutet
- Viele Frauen bleiben undiagnostiziert, da keine Symptome bestehen.
- Diagnostik hat sich durch besseren Ultraschall verbessert.
- IUD bei Uterusanomalien gilt als strittig, Schwangerschaften bei liegender Spirale wurden berichtet.
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Kontraindikation für die Verwendung von Spiralen
Uterusfehlbildungen gelten vonseiten der Hersteller häufig als Kontraindikation für die Verwendung von Spiralen, unter anderem weil bei Uterusfehlbildungen ein Verrutschen der Spirale häufiger beobachtet wird. Auch die Möglichkeit einer Verhütung mit der Kupferkette GyneFIX® muss zuvor sorgfältig geprüft werden. Es gibt verschiedene Arten von Uterusanomalien, bei denen unterschiedliche Verhütungsempfehlungen gelten. In jedem Fall sollte die Entscheidung in Absprache mit einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen, der die individuellen Risiken und Umstände berücksichtigen kann, getroffen werden.
Die ESHRE/ESGE-Klassifikation von Uterusanomalien
Bei einer Uterusfehlbildung ist es wichtig, die genaue Art und den Schweregrad zu kennen, um die passende hormonelle oder hormonfreie Verhütungsmethode zu wählen. Die European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) und die European Society for Gynaecological Endoscopy (ESGE) haben ein umfassendes Klassifikationssystem entwickelt, das Ärztinnen und Ärzten hilft, Uterusfehlbildungen präzise einzuordnen und so die individuell beste Therapie- und Verhütungsempfehlung zu geben. Die ESHRE/ESGE-Klassifikation ist ein modernes und international anerkanntes System zur Einteilung von Fehlbildungen der weiblichen Geschlechtsorgane. Es ermöglicht eine präzise Beschreibung von Uterusanomalien, indem es verschiedene anatomische Aspekte berücksichtigt und kategorisiert. Ergänzend werden bei dieser Klassifikation auch Fehlbildungen des Gebärmutterhalses (C) und der Vagina (V) berücksichtigt, die für die Gesamtbeurteilung relevant sein können.
| Klasse | Bezeichnung (ESHRE/ESGE) | Eignung Spirale (T-förmig) | Eignung GyneFIX® |
|---|---|---|---|
| U0 | Normaler Uterus | geeignet | geeignet bei Fundusdicke ≥ 11 mm |
| U1 | Dysmorpher Uterus (z.B. Uterus arcuatus) |
geeignet | geeignet bei Fundusdicke ≥ 11 mm |
| U2 | Septierter Uterus (Uterus septus) vollständig oder partiell | möglich, erhöhtes Risiko für Ausstoßung / Blutungsstörungen Bei Cavum-Deformität: U4 |
nur nach Septumsdurchtrennung empfohlen |
| U3 | Bikorporealer Uterus (Uterus bicornis) vollständig oder partiell | Erschwerte Einlage, erhöhtes Verrutsch-/Ausstoßungsrisiko Cavum-Deformität: Kategorie 4 |
Individuelle ärztliche Ermessensentscheidung, keine generelle Herstellerempfehlung |
| U4 | Uterus hemiuterus (einhörnige Gebärmutter, Uterus unicornis) | Einlage ggf. erschwert durch geringe Uterusgröße, erhöhtes Risiko für Blutungsstörungen / Ausstoßung | geeignet bei Fundusdicke ≥ 11 mm (häufig nicht gegeben) |
| U5 | Aplasie (fehlende Gebärmutter) | nicht möglich | nicht möglich |
| U6 | Seltene, untypische oder kombinierte Befunde, die keiner der Klassen U1-U5 eindeutig zugeordnet werden können | Keine allgemeine Aussage möglich | Keine allgemeine Aussage möglich |
Erklärung: Die ESHRE/ESGE-Klassifikation unterteilt Uterusfehlbildungen in sieben Hauptklassen (U0-U6). Der vollständig geteilte Uterus mit doppeltem Gebärmutterhals (früher Uterus didelphys) gehört fachlich korrekt zur Klasse U3b in Kombination mit der Zervix-Unterklasse C2, nicht zur Restklasse U6. U6 ist ausschließlich für seltene Einzelfälle reserviert, die sich keiner der übrigen Klassen eindeutig zuordnen lassen. Nach WHO-/US-MEC gilt jede Uterusanomalie, die das Cavum uteri in einer mit der Spiraleneinlage unvereinbaren Weise verformt, unabhängig von der ESHRE/ESGE-Klasse als Kategorie 4 (unvertretbares Risiko). Eine gesicherte Zuordnung ist nur durch bildgebende Diagnostik (3D-Ultraschall, MRT, Hysteroskopie) möglich.
Quellen:
US MEC for Contraceptive Use, Centers for Disease Control and Prevention (CDC), 2024, Kategorie „Anatomical abnormalities: Distorted uterine cavity"
Herstellerangaben GyneFIX® (Fundusdicke-Kriterium ≥ 11 mm)
Grimbizis GF, Gordts S, Di Spiezio Sardo A, et al. The ESHRE/ESGE consensus on the classification of female genital tract congenital anomalies. Hum Reprod. 2013;28(8):2032–2044. DOI: 10.1093/humrep/det098
Stand: Juli 2026 | Hinweis: Diese Tabelle ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über die für dich geeignete Verhütungsmethode. Fragen zur Kupferkette GyneFIX® kann eine im Praxisfinder gelistete Praxis am verlässlichsten beantworten. Dort betreuen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig GyneFIX®-Patientinnen und können dich auf Basis dieser Erfahrung individuell beraten.
Diagnostik nach der ESHRE/ESGE-Klassifikation
Die korrekte Klassifizierung einer Uterusfehlbildung erfordert moderne bildgebende Verfahren. Insbesondere der 3D-Ultraschall, die Magnetresonanztomografie (MRT) und die Hysteroskopie können detaillierte Einblicke in die Anatomie der Gebärmutter geben und ermöglichen eine verlässliche Zuordnung nach der ESHRE/ESGE-Klassifikation.
Die genaue Diagnosestellung ist der erste Schritt für eine sichere Verhütung bei Uterusanomalien. Erst wenn die individuelle Ausprägung der Fehlbildung bekannt ist, kann eine Empfehlung bezüglich der Eignung verschiedener Verhütungsmethoden, primär intrauteriner Systeme wie der Kupferkette GyneFIX®, gegeben werden: In unserem Praxisfinder kannst du nach einer GyneFIX®-Praxis suchen, die deine individuelle Situation fachlich korrekt beurteilen und nächste Schritte einleiten kann.
Bedeutung für die Verhütung
Die genaue Klassifizierung einer Uterusfehlbildung nach dem ESHRE/ESGE-System ist entscheidend für die Auswahl der geeigneten Verhütungsmethode. Je nach Klasse und Schweregrad einer Uterusanomalie können unterschiedliche Risiken bei der Verwendung intrauteriner Verhütungsmittel bestehen. Bei einer Klasse U1 Fehlbildung wie dem Uterus arcuatus ist die Verhütung mit Spiralen meist problemlos möglich, während bei komplexeren Fehlbildungen wie dem Uterus bicornis (Klasse U3) oder dem Uterus unicornis (Klasse U4) das Risiko für Komplikationen wie Ausstoßung oder verminderte Verhütungssicherheit erhöht sein kann.
Die detaillierte Einteilung hilft Ärztinnen und Ärzten, das individuelle Risiko für Nebenwirkungen, Ausstoßungen und Verhütungsversagen besser einzuschätzen und so eine fundierte Beratung zu ermöglichen. Dies ist besonders wichtig, da Uterusfehlbildungen vonseiten der Hersteller als Kontraindikation für die Verwendung von Spiralen gelten.
GyneFIX® bei Uterusfehlbildung: Eignung individuell prüfen lassen
[Liste] Diese Uterusfehlbildungen gibt es

Ein Uterus arcuatus ist eine Fehlbildung der Gebärmutter, des Uterus, bei welcher der Fundus uteri eingedellt ist. Klassifiziert wird er als U1a: T-förmiger Uterus (schmale Gebärmutterhöhle durch verdickte Seitenwände). Es ist die leichteste Form einer Uterusfehlbildung. In einfachen Ausprägungen bleibt diese Fehlbildung oft unerkannt. Dementsprechend ist die Verhütung mit einer klassischen Kupferspirale oder Hormonspirale problemlos möglich. Bei dieser Fehlbildung ist kein erhöhtes Ausstoßungsrisiko bekannt. Solltest du mit der Kupferkette GyneFIX® verhüten wollen, ist es wichtig, dass die Fundusdicke mindestens 11 mm beträgt.
Der Uterus unicornis ist eine vergleichsweise seltene Anomalie der Gebärmutter, bei der das Organ nur ein funktionsfähiges Horn bereitstellt. Das zweite Horn ist entweder nicht oder nur rudimentär ausgebildet. Das Einsetzen einer Spirale kann hier aufgrund der Größe der Gebärmutter schwierig werden und auch das Risiko für Blutungsstörungen und eine Ausstoßung ist erhöht. Bei gut liegender Spirale gibt es jedoch keine Einschränkungen hinsichtlich der Verhütungssicherheit. Die Kupferkette GyneFIX® kann nur bei einer ausreichenden Fundusdicke von 11 mm oder mehr eingesetzt werden. Leider ist dies bei dieser angeborenen Anomalie oft nicht der Fall.

Der Uterus septus ist eine Fehlbildung der Gebärmutter, bei der die Uterushöhle (Cavum uteri) geteilt in zwei Hälften vorliegt. Die äußere Form der Gebärmutter ist dabei nicht verändert. Frauen, die solch eine Fehlbildung der Gebärmutter haben, haben vermehrt Fehlgeburten. Zunächst einmal ist die Einlage einer Spirale auch bei dieser Anomalie möglich. Allerdings ist das Risiko für Blutungsstörungen und eine Ausstoßung auch hier erhöht. Sollte der explizite Wunsch nach einer intrauterinen Verhütung bestehen, kann im Falle eines Uterus septus eine Septumdurchtrennung in Betracht gezogen werden. Für die GyneFIX® gilt Folgendes: Ein Septum verhindert das mittige Einsetzen der Kupferkette, wodurch die Verhütungssicherheit nicht gewährleistet ist. Nach einer erfolgten Septumdurchtrennung, um in der Zukunft die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, könnte die Kupferkette eingesetzt werden und uneingeschränkt wirken.
- Zur Septumdurchtrennung: In früheren Jahren war die Behandlung eines Gebärmutterseptums eine sehr aufwendige operative Behandlung. Mithilfe der Hysteroskopie ist es heute möglich, diese Septen sehr schonend zu entfernen. Die Gynäkologin oder der Gynäkologe dringt mit dem Resektoskop in die Gebärmutterhöhle ein und durchtrennt das Septum mit einer elektrischen Nadel. Es resultiert hieraus eine typische Form der Gebärmutterhöhle.
Der Uterus bicornis ist eine relativ häufige Fehlbildung der Gebärmutter, die mit einer von außen sichtbaren Spaltung der Gebärmutter einhergeht. Diese Fehlbildung ist auch bekannt als herzförmige Gebärmutter. Je nach Ausprägung wird diese Anomalie als U3a bis c klassifiziert. Es ist je nach Stärke der Teilung eine große Herausforderung, eine Spirale einzusetzen. Das Risiko für ein Verrutschen oder Ausstoßen der Spirale ist erhöht und entsprechend das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft. Die unvollständige Fusion des Fundus macht es unmöglich, eine Septumresektion durchzuführen. Die Kupferkette GyneFIX® kann hier eine geeignete Lösung sein, dies liegt allerdings im Ermessen der Frauenärztin oder des Frauenarztes und wird vom Hersteller nicht allgemein empfohlen. Du kannst uns aber in diesem Fall gerne per Mail kontaktieren unter info@gynlameda.de

Ein vollständig geteilter Uterus hat in der stärksten Ausprägung die Duplizität von Corpus und Cervix uteri zur Folge. Ob eine Spirale zur Verhütung infrage kommt, kann nicht allgemein beantwortet werden. Hier gilt es, den Nutzen gegenüber den Risiken genauestens abzuwägen. Ist keine andere hormonelle oder hormonfreie Verhütungsmethode möglich, kann in beide Hälften der Gebärmutter eine Spirale gelegt werden. Das Risiko für Ausstoßungen und Blutungsstörungen ist hier ebenfalls erhöht. Für die Kupferkette kann keine abweichende Empfehlung ausgesprochen werden.
Wie läuft der Termin ab und was kostet er?
Der Ablauf beim ersten Termin
Vor jeder Entscheidung steht die bildgebende Diagnostik (3D-Ultraschall, MRT oder Hysteroskopie, siehe Abschnitt 2.1), erst danach kann deine Ärztin/dein Arzt einschätzen, ob eine Spirale oder GyneFIX® bei deiner konkreten Fehlbildung infrage kommt. Fällt die Entscheidung für GyneFIX®, läuft die Einlage nach Herstellervorgabe standardisiert ab: gynäkologische Untersuchung, Ausmessen der Gebärmutter mit einer Sonde, Einführen von GyneFIX® über einen speziellen Applikator, Verankerung im Fundus und eine Ultraschallkontrolle direkt im Anschluss, um die korrekte Lage zu bestätigen. Bei liegender Fehlbildung wird diese Ultraschallkontrolle besonders sorgfältig durchgeführt. Die erste Nachuntersuchung erfolgt 4 bis 8 Wochen später, danach mindestens einmal jährlich.
Ist das schmerzhaft?
Beim Einsetzen kann ein kurzer, stechender Schmerz auftreten, vergleichbar mit einer Injektion, er klingt in der Regel innerhalb weniger Sekunden ab. Bist du sehr schmerzempfindlich oder ängstlich, kann deine Ärztin/dein Arzt vorab eine örtliche Betäubung anbieten; das ist ausdrücklich vorgesehen und kein Sonderwunsch. Leichte, regelschmerzartige Krämpfe in den ersten Tagen danach sind normal.
Was kostet das?
GyneFIX® und die klassische Kupferspirale zählen zu den nicht verschreibungspflichtigen Verhütungsmitteln und werden von der gesetzlichen Krankenkasse meist nicht übernommen, das gilt unabhängig von einer Uterusfehlbildung. Die Kosten variieren je nach Praxis, da zusätzlich zum Material auch die ärztliche Leistung (Diagnostik, Einlage, Kontrolltermine) individuell abgerechnet wird. Eine verbindliche Kostenangabe kannst du nur direkt von der Praxis bekommen, die du im Praxisfinder findest.
Eine wichtige Einordnung vorab
Uterusfehlbildungen gehören generell zu den Situationen, in denen GyneFIX® besonders sorgfältig abgewogen werden muss. Das heißt nicht automatisch „nicht möglich”, aber die Entscheidung trifft ausschließlich deine Ärztin/dein Arzt anhand deiner individuellen Diagnostik mit dir gemeinsam.
FAQs:
Viele Uterusfehlbildungen verursachen keine Beschwerden und werden oft erst bei einer Routineuntersuchung, während der Abklärung von Kinderwunsch oder im Zusammenhang mit Schwangerschaftskomplikationen entdeckt. Eine „herzförmige Gebärmutter“ ist meist ein umgangssprachlicher Begriff für einen Uterus bicornis, bei dem der obere Teil der Gebärmutter eingedellt oder gespalten ist.
Mögliche Anzeichen können sein:
Sehr starke oder besonders schmerzhafte Menstruationsbeschwerden
Wiederholte Fehlgeburten
Schwierigkeiten, schwanger zu werden
Frühgeburtlichkeit, Wachstumsverzögerung des Kindes oder eine ungünstige Kindslage in der Schwangerschaft
Bei bestimmten Formen auch Schmerzen, Blutungsstörungen oder Probleme beim Tampongebrauch, etwa wenn zusätzlich der Gebärmutterhals oder die Scheide betroffen ist
Ob eine Uterusfehlbildung vorliegt und welcher Typ es ist, lässt sich nicht allein anhand von Symptomen feststellen. Dafür sind eine gynäkologische Untersuchung und meist eine bildgebende Diagnostik, etwa 3D-Ultraschall, MRT oder Hysteroskopie – notwendig.
Das hängt stark von der Art und Schwere der Fehlbildung ab. Viele Frauen mit einer Uterusanomalie können schwanger werden und ein Kind gesund zur Welt bringen. Bei manchen Formen, insbesondere bei einem septierten Uterus oder einem bikorporealen Uterus, ist das Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburt, Wachstumsverzögerung, eine ungünstige Kindslage und einen Kaiserschnitt jedoch erhöht.
Ein septierter Uterus ist mit einem erhöhten Risiko für spontane Fehlgeburten und Frühgeburtlichkeit verbunden. Bei wiederholten Fehlgeburten kann eine hysteroskopische Septumdurchtrennung erwogen werden.
Eine Uterusfehlbildung bedeutet daher nicht automatisch ein hohes Risiko, aber sie sollte ärztlich genau beurteilt werden. Wenn du schwanger bist oder schwanger werden möchtest, ist eine individuelle Betreuung durch eine gynäkologische Praxis sinnvoll, bei Bedarf mit Schwerpunkt auf Kinderwunsch, Pränatalmedizin oder Hochrisikoschwangerschaften.
Die klassische Kupferspirale ist meist T-förmig und liegt mit ihren Armen im oberen Bereich der Gebärmutterhöhle. Die Kupferkette GyneFIX® besteht dagegen aus mehreren kleinen Kupferzylindern auf einem Faden und wird direkt im Gebärmuttergrund verankert.
| Merkmal | Kupferspirale (T-förmig) | Kupferkette GyneFIX® |
|---|---|---|
| Form | T-förmig | Flexible Kette mit Kupferzylindern |
| Lage | Liegt mit Armen in der Gebärmutterhöhle | Wird im Gebärmuttergrund verankert |
| Wirkprinzip | Kupfer hemmt Befruchtung und Einnistung | Kupfer hemmt Befruchtung und Einnistung |
| Hormone | Keine | Keine |
| Eignung bei Uterusfehlbildung | Oft eingeschränkt oder ungeeignet, je nach Form der Gebärmutterhöhle | Muss individuell geprüft werden; entscheidend sind unter anderem anatomische Verhältnisse und ausreichende Fundusdicke |
Beide Methoden sind langwirkend, hormonfrei und jederzeit wieder entfernbar. Bei einer Uterusfehlbildung ist jedoch nicht die Methode allein entscheidend, sondern vor allem die genaue Form der Gebärmutterhöhle. Eine ärztliche Diagnostik ist deshalb Voraussetzung für eine sichere Empfehlung
Nein. Kupferspirale und Kupferkette verhindern eine Schwangerschaft, solange sie liegen, machen aber nicht unfruchtbar. Nach dem Entfernen kehrt die Fruchtbarkeit in der Regel sofort zurück; du kannst direkt danach versuchen, schwanger zu werden.
Die Kupfermethode wirkt lokal in der Gebärmutter und beeinflusst den Eisprung nicht. Studien zeigen, dass Frauen nach dem Entfernen einer Kupferspirale ähnlich schnell schwanger werden können wie nach dem Absetzen anderer reversibler Verhütungsmethoden.
Bei einer Uterusfehlbildung kann die Entfernung oder der Einsatz eines intrauterinen Verhütungsmittels allerdings technisch schwieriger sein. Deshalb sollte die Entfernung, besonders bei GyneFIX®, von einer Praxis durchgeführt werden, die mit der Methode vertraut ist.
Bei einer Septumdurchtrennung wird ein Septum, eine Gewebebrücke in der Gebärmutterhöhle, entfernt, um die Gebärmutterhöhle zu erweitern. Der Eingriff erfolgt heute in der Regel hysteroskopisch, also über die Scheide und den Gebärmutterhals, ohne Bauchschnitt.
Dabei führt die Gynäkologin oder der Gynäkologe ein schmales Endoskop in die Gebärmutterhöhle ein. Das Septum wird unter Sicht entweder mit einer elektrischen Schlinge oder Nadel durchtrennt bzw. reseziert. Je nach Befund kann ergänzend eine Ultraschall- oder Bauchspiegelungskontrolle erfolgen, um die Gebärmutterform zu beurteilen und Komplikationen zu vermeiden.
Der Eingriff wird üblicherweise in einer Klinik durchgeführt und kann je nach Umfang ambulant oder kurzstationär erfolgen. Mögliche Risiken sind Blutungen, Infektionen, Verletzungen der Gebärmutterwand, Flüssigkeitsüberladung sowie Verwachsungen in der Gebärmutterhöhle.
Eine Septumdurchtrennung wird vor allem bei wiederholten Fehlgeburten erwogen. Sie kann die Schwangerschaftsausgänge verbessern, garantiert aber weder eine Schwangerschaft noch einen komplikationslosen Verlauf. Die Entscheidung sollte nach ausführlicher Diagnostik und Beratung individuell getroffen werden.