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Das Kondom ist gerissen, die Pille vergessen oder der ungeschützte Sex fand zum falschen Zeitpunkt statt: Eine Verhütungspanne löst bei vielen Frauen Panik aus. Notfallverhütung kann in solchen Situationen eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Doch welche Notfallverhütungsmethode ist nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr wann die richtige und vor allem die sicherste Wahl? Wo hat die Pille danach ihre Grenzen? Wirkt die Pille danach auch bei Frauen mit Übergewicht (Adipositas)? Gibt es Phasen im Zyklus der Frau, in denen die Pille danach keine Wirkung mehr hat, die Spirale danach (darunter auch die Kupferkette GyneFIX®, die klassische Kupferspirale und der Kupferball) hingegen eine ungewollte Schwangerschaft noch abwenden kann?

Die Spiralen danach sowie die Pille danach stehen als Methoden zur Notfallverhütung zur Verfügung. Während die Pille danach in der Apotheke rezeptfrei erhältlich ist, muss die Spirale danach von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt eingesetzt werden. Die Unterschiede in Sicherheit, Zeitfenster und Eignung sind entscheidend für deine Wahl.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Notfallverhütung in welcher Situation nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr am sichersten ist, warum die Kupferkette GyneFIX® auch bei Übergewicht und nach ungeschütztem Sex in der Phase des Eisprungs zuverlässig wirkt und wie du schnell eine Frauenarztpraxis findest, die die Spirale danach einlegt.

Es eilt und du möchtest die Spirale danach ohne Termin als Notfallverhütung eingesetzt bekommen? Wir organisieren kurzfristig einen Termin in einer GyneFIX®-Praxis in deiner Nähe ›› Zur Terminvermittlung

Verhütungspanne an den fruchtbaren Tagen ?!

Heute ist das Kondom gerissen und du vermutest dein Eisprung war gestern oder du kannst deine fruchtbare Phase nicht sicher bestimmen? GyneFIX® schützt im Gegensatz zur Pille danach nach Eisprung mit hoher Sicherheit vor einer ungewollten Schwangerschaft (die Pille danach ist wirkungslos, wenn der Eisprung bereits stattgefunden hat oder der LH-Anstieg bereits seinen Höhepunkt erreicht hat!)

Was ist Notfallverhütung und wann brauchst du sie?

Notfallverhütung, auch postkoitale Kontrazeption genannt, ist keine reguläre Verhütungsmethode, sondern eine medizinische Notlösung nach einer Verhütungspanne oder ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Sie kann eine Schwangerschaft verhindern, wenn sie rechtzeitig nach der Sex-Panne angewendet wird. Die häufigsten Gründe für den Einsatz von Notfallverhütung sind:

  • Kondom gerissen oder abgerutscht: „Einmal ist das Kondom gerissen, die Pille danach musste dann aushelfen”, berichtet eine Nutzerin. Kondompannen gehören zu den häufigsten Verhütungsunfällen.
  • Pille vergessen: Wenn die Einnahme der Antibabypille mehr als 12 Stunden zu spät erfolgt ist, kann der Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet sein.
  • Diaphragma verrutscht: Mechanische Barrieren können sich während des Geschlechtsverkehrs verschieben.
  • Coitus interruptus fehlgeschlagen: Die „Rauszieh-Methode” ist unsicher, Samenflüssigkeit kann bereits vor der Ejakulation austreten.
  • Nach sexueller Gewalt: Notfallverhütung ist ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung nach sexualisierter Gewalt.

Wie schnell musst du handeln nach einer Verhütungspanne?

Der Zeitpunkt der Anwendung ist der entscheidende Faktor. Je früher du nach ungeschütztem Sex handelst, desto höher ist die Sicherheit.

  • Pille danach (Levonorgestrel): Bis 72 Stunden nach dem ungeschützten Verkehr.
  • Pille danach (Ulipristalacetat/ellaOne®): Bis 120 Stunden nach dem Verkehr.
  • Spirale danach (Kupfer-IUD): Bis 5 Tage nach dem Verkehr ODER bis 5 Tage nach dem Eisprung.

„Nach mehreren Verhütungspannen mit Schwangerschaftsabbruch und Pille danach hatte ich jeden Monat nur noch Panik, wieder schwanger zu sein“

Welche Methoden der Notfallverhütung gibt es?

Es gibt zwei Hauptkategorien: Hormonelle Notfallverhütung (Medikamente, die unter der Bezeichnung Pille danach zusammengefasst werden) und die Spirale danach. Beide unterscheiden sich erheblich in ihrer Wirkweise, Sicherheit und Eignung.

Warum wird die Hormonspirale nicht als Notfallverhütung eingesetzt?

Die Datenlage zur Nutzung von Levonorgestrel-Intrauterinsystemen (Hormonspirale) als Notfallverhütung ist unzureichend. Internationale Leitlinien (FSRH, DGGG) empfehlen die Hormonspirale derzeit nicht routinemäßig zur Notfallverhütung, da die Nicht-Unterlegenheit gegenüber der Kupferspirale nicht zweifelsfrei belegt ist.

Der natürliche monatliche Zyklus der Frau wird mit der Einnahme hormoneller Notfallverhütung (Pille danach) stark in Mitleidenschaft gezogen.

  • Verstärkte Blutungen,
  • Zwischenblutungen,
  • eine Verschiebung des Zyklus sowie
  • diverse Nebenwirkungen

können die Folge sein. Die primäre Wirkweise der Pille danach ist eine Verschiebung des Eisprungs um einige Tage. Problematisch ist diese Art der Notfallverhütung demnach, wenn der ungeschützte Geschlechtsverkehr direkt während des Eisprungs stattgefunden hat, da zu diesem Zeitpunkt auch ein hoch dosierter Ovulationshemmer keinen Einfluss mehr auf die bereits stattgefundene Befruchtung hat. Ist die Eizelle bereits gesprungen, so kann die Pille danach nichts mehr tun…

Nach dem Eisprung ist also jene Notfallverhütung, die gezielt die Einnistung des befruchteten Eis verhindert und spermizid wirkt, notwendig. Die Kupferkette GyneFIX® setzt genau an diesem Punkt an und verhindert die Einnistung, anstatt hormonellen Einfluss auf den Eisprung zu nehmen: Die Wirkweise auf Kupferbasis ist deutlich schonender, da der Hormonhaushalt nicht beeinträchtigt und eine ungewollte Schwangerschaft gleichermaßen verhindert wird.

Wie funktioniert die Kupferkette GyneFIX® als Notfallverhütung?

Die Kupferkette GyneFIX® ist eine moderne Weiterentwicklung der klassischen Kupferspirale, rahmenlos, flexibel und speziell für junge Frauen und Frauen mit kleiner Gebärmutter entwickelt.

Der Wirkmechanismus: Nidationshemmung und spermizide Wirkung

Kupferionen erzeugen in der Gebärmutter ein Milieu, das für Spermien toxisch ist. Gleichzeitig verhindert die lokale Entzündungsreaktion, dass sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann. Anders als die Pille danach wirkt die Kupferkette unabhängig vom Zeitpunkt des Eisprungs, sie ist auch dann noch wirksam, wenn die Ovulation bereits stattgefunden hat.

Die befruchtete Eizelle braucht 4-5 Tage, um durch den Eileiter zur Gebärmutter zu wandern. Genau in diesem Zeitfenster kann die Kupferkette eingesetzt werden und die Einnistung verhindern.

Alternative zur Pille danach: Sofortiger Langzeitschutz mit Spirale danach

Der größte Vorteil der Kupferkette als Notfallverhütung: Sie kann nach der Notfalleinlage einfach liegenbleiben und bietet dann 5 Jahre hormonfreien Verhütungsschutz, ohne dass du täglich oder direkt vor dem Sex an Verhütung denken musst. Somit solltest du sie unbedingt als Alternative zur Pille danach in Betracht zu ziehen.

„Die erste Kupferkette war Notfallverhütung, die 2. aus Überzeugung”, beschreibt eine Anwenderin ihre Erfahrung. Aus der Panik-Situation wird eine langfristige Lösung, ohne hormonelle Nebenwirkungen wie Libidoverlust, Stimmungsschwankungen oder Gewichtszunahme.

Die Kostenersparnis ist beträchtlich: Bei einem Preis von etwa 300 Euro für die Einlage entspricht das 5 Euro pro Monat über 5 Jahre. Zum Vergleich: Die Pille danach kostet pro Notfall 17-35 Euro. „Musste oft Pille danach nehmen und das hat mir nicht getaugt”, berichtet eine Nutzerin, viele Frauen erleben mehrere Verhütungspannen, bis sie zu einer zuverlässigeren Methode wechseln.

Warum ist die Spirale danach sicherer als die Pille danach?

Unsere angeführten Zahlen beziehen sich auf die Kupferkette GyneFIX® als Spirale danach.

MethodeSchwangerschaftsratePearl-IndexZeitfensterWirkt nach Eisprung?
Kupferkette GyneFIX®<0,14 %0,1-0,5Bis 5 Tage nach Verkehr ODER Eisprung✅ JA
Klassische Kupferspirale<0,2 %0,6Bis 5 Tage nach Verkehr ODER Eisprung✅ JA
ellaOne® (UPA)~1,4 %Bis 120 Stunden❌ NEIN
PiDaNa® (LNG)~2,3 % (bei Einnahme <24h)Bis 72 Stunden❌ NEIN

Schwangerschaftsraten im Vergleich

  • Die Kupferkette GyneFIX® ist mit einer Schwangerschaftsrate von unter 0,14 % die sicherste Notfallverhütung. Von 1.000 Frauen, die nach einer Verhütungspanne die Kupferkette einlegen lassen, werden weniger als 2 schwanger.
  • Die Schwangerschaftsrate der Pille danach liegt bei etwa 1,4 %. Das bedeutet, 14 von 1.000 Frauen werden schwanger. Und bei Levonorgestrel bei etwa 2,3 %, also werden 23 von 1.000 Frauen schwanger, und das unter der Voraussetzung, dass die Einnahme der Pille danach rechtzeitig und vor dem Eisprung stattgefunden hat.

„Da ich ein sehr großes Thromboserisiko habe, kann ich die normale Pille nicht nehmen. Mit meinem festen Freund verhüte ich mit Kondom, doch leider passiert es tatsächlich öfter, als man denkt, dass ein Kondom auch mal reißt. Deswegen war es vor zwei Jahren auch schon das vierte Mal, dass ich die Pille danach benötigte.“

Welche Notfallverhütung bei Übergewicht (BMI >25)?

Eine der am häufigsten unterschätzten Einschränkungen der Pille danach: Sie verliert ab einem bestimmten Körpergewicht erheblich an Wirksamkeit.

Ab welchem Gewicht wirkt die Pille danach nicht mehr? Die Studienlage ist eindeutig:

  • Levonorgestrel (LNG): Wirkungsabnahme ab 75 kg Körpergewicht, stark reduzierte Wirksamkeit ab 80 kg oder BMI >25
  • Ulipristalacetat (UPA): Wirkungsabnahme ab 90 kg oder BMI >30

Bei adipösen Frauen (BMI ≥30) ist das Versagensrisiko bei Levonorgestrel um den Faktor 4,4 erhöht. Die WHO und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) empfehlen daher einvernehmlich bei Übergewicht das Kupfer-IUD. 

KörpergewichtBMILevonorgestrel (PiDaNa®)Ulipristalacetat (ellaOne®)Kupferkette/Kupferspirale
<75 kg<25✅ Wirksam✅ Wirksam✅ Wirksam
75-89 kg25-29⚠️ Eingeschränkt✅ Wirksam✅ Wirksam
≥90 kg≥30❌ Stark reduziert⚠️ Eingeschränkt✅ Wirksam
grafik zur wirksamkeit der notfallverhuetung bei uebergewicht vergleich kupferkette und pille danach

Warum ist ein Kupfer-IUD bei Übergewicht geeignet?

Ein Kupfer-IUD, wie die Kupferkette GyneFIX® wirkt nach der Einlage (Insertion) lokal in der Gebärmutter. Es gibt keine systemische Hormon-Resorption, die durch Körpergewicht oder Stoffwechsel beeinflusst werden könnte. Insofern das Einsetzen innerhalb von 5 Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgt, töten die enthaltenen Kupferionen die Spermien im Nachhinein ab und würden auch die Einnistung einer befruchteten Eizelle unabhängig vom BMI der Anwenderin verhindern. Die DGGG-Leitlinien belegen eindeutig: Ab 90 kg Körpergewicht sollte die Kupferspirale oder Kupferkette der Pille danach vorgezogen werden.

Funktioniert Notfallverhütung auch nach dem Eisprung?

Folgende Fragen sind zentral und die Antworten entscheiden über Erfolg oder Versagen der Notfallverhütung.

Die Pille danach wirkt primär durch Verzögerung des Eisprungs. Sobald der LH-Anstieg (luteinisierendes Hormon) begonnen oder der Eisprung bereits stattgefunden hat, ist die Wirksamkeit stark eingeschränkt oder nicht mehr gegeben:

  • Levonorgestrel: Unwirksam, sobald der LH-Spiegel steigt (etwa 2 Tage vor Eisprung).
  • Ulipristalacetat: Kann Eisprung verzögern, solange LH-Peak noch nicht erreicht ist, danach unwirksam.

Die Pille danach, wenn der Eisprung schon passiert ist, ist wirkungslos. Eine Einnahme der Pille danach während des Eisprungs verhindert keine ungewollte Schwangerschaft. Auch die Pille danach nach dem Eisprung anzuwenden, ist keine Lösung. Die befruchtete Eizelle wandert dann bereits durch den Eileiter zur Gebärmutter.

Der entscheidende Unterschied zur Pille danach ist, dass die Kupferkette nicht den Eisprung verzögert, sondern im ersten Schritt die Befruchtung verhindert. Sollte dies nicht gelungen sein, würde sie auch die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut (Nidationshemmung) verhindern.

Die befruchtete Eizelle braucht 4 bis 5 Tage, um durch den Eileiter zu wandern. Erst danach beginnt die Einnistung. Die Kupferkette kann daher bis zu 5 Tage nach dem Eisprung eingesetzt werden, nicht nur 5 Tage nach dem Verkehr. Beispiel: Wenn der ungeschützte Sex am Tag des Eisprungs (Zyklustag 14) stattfand, kann die Kupferkette theoretisch noch bis Zyklustag 19 eingesetzt werden und die Schwangerschaft verhindern.

Ein Ultraschall kann helfen, den Zeitpunkt des Eisprungs abzuschätzen:

  • Follikelgröße >18 mm: Eisprung steht unmittelbar bevor.
  • Gelbkörper sichtbar: Eisprung hat bereits stattgefunden.
  • Endometriumdicke: Gibt Hinweis auf die Zyklusphase.

Allerdings kann der Ultraschall den Eisprung nicht zu 100 % ausschließen. Im Zweifelsfall ist die Spirale danach die sicherste Option.

Bis wann muss Notfallverhütung eingesetzt werden?

MethodeZeitfenster nach VerkehrZeitfenster nach EisprungWirksamkeit über Zeit
PiDaNa® (LNG)Bis 72 Stunden❌ Nicht wirksamSinkt kontinuierlich
ellaOne® (UPA)Bis 120 Stunden❌ Nicht wirksamSinkt kontinuierlich
Kupferkette/SpiraleBis 5 Tage (120h)✅ Bis 5 Tage nach EisprungGleichbleibend hoch
grafik zum zeitfenster der notfallverhuetung mit pille danach und kupferkette

Zeitfenster der Pille danach

Je schneller die Einnahme der Pille danach erfolgt, desto höher ist die Wirksamkeit.

  • PiDaNa® (LNG):
    • Innerhalb 24h: ~97,7 % 
    • 24h bis 48h: ~85 % 
    • 48h bis 72h: ~58 %
  • ellaOne® (UPA):
    • Bis 120 Stunden zugelassen
    • Wirksamkeit bleibt etwas stabiler als bei LNG, sinkt aber ebenfalls mit der Zeit.

„Ich hatte am 20.7. GV mit meinem Freund und uns ist am Ende das Kondom geplatzt… sind dann zur Apotheke gefahren und habe mir die Pille danach geholt.“

Zeitfenster der Spirale danach

Die Spirale danach (Kupferspirale oder Kupferkette GyneFIX®) hat das längste und flexibelste Zeitfenster:

  • Bis 5 Tage nach ungeschütztem Verkehr
  • Bis 5 Tage nach dem Eisprung

Die Wirksamkeit bleibt über das gesamte Zeitfenster konstant hoch, es gibt keinen Wirksamkeitsverlust mit der Zeit wie bei der Pille danach.

Kupferkette vs. klassische Kupferspirale: Was ist besser als Notfallverhütung?

Beide kupferbasierten Spiralen danach sind als Notfallverhütung hochwirksam.

Für wen eignet sich die GyneFIX® besonders?

  •  Frauen <25 Jahre: Die rahmenlose Flexibilität ist ideal für junge, nullipare Frauen.
  • Nulliparae (noch nie geboren): Geringeres Expulsionsrisiko als bei klassischen Spiralen.
  • Frauen mit kleiner Gebärmutterhöhle
  • Frauen mit Spiralen-Expulsion in der Vorgeschichte: „Nach 6 Monaten verrutscht und ich bin ungewollt schwanger geworden“, für diese Frauen ist GyneFIX® oft die bessere Wahl.

Pille danach und Medikamente

Diese Medikamente machen die Pille danach unwirksam (Enzyminduktoren beschleunigen den Abbau der Wirkstoffe Levonorgestrel und Ulipristalacetat in der Leber):

  • Antiepileptika: Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Primidon
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum): Auch pflanzliche Präparate!
  • Rifampicin (Tuberkulose-Therapie)
  • HIV-Medikamente: Efavirenz, Nevirapin
  • Griseofulvin (Pilzinfektion)

Die DGGG empfiehlt bei Einnahme von Enzyminduktoren ein Kupfer-IUD statt die Pille danach.

Antibiotika und Pille danach: Gibt es Wechselwirkungen?

Die Einnahme der meisten Antibiotika hat keine Wechselwirkung mit der Pille danach. Ausgenommen davon ist Rifampicin, ein Antibiotikum, das gegen Tuberkulose eingesetzt wird. Bedenke: Genau wie bei der regulären Pilleneinnahme, können Durchfall oder Erbrechen die Aufnahme der Pille danach beeinträchtigen. Bei Erbrechen innerhalb von 3 Stunden nach Einnahme sollte eine weitere Dosis genommen werden.

Warum ist die GyneFIX® die sichere Alternative bei Medikamenteneinnahme?

Die Kupferkette GyneFIX® wirkt lokal in der Gebärmutter, es gibt keine systemische Hormon-Resorption, die durch Medikamente beeinflusst werden könnte. Kupferionen töten Spermien ab und verhindern die Einnistung unabhängig von anderen Medikamenten.

Was kostet Notfallverhütung und wer übernimmt die Kosten?

Die Kosten für Notfallverhütung variieren erheblich und die langfristige Kostenrechnung überrascht viele Frauen.

Wo finde ich schnell einen Arzt für die Spirale danach?

Nicht jede Frauenärztin und jeder Frauenarzt legt die Spirale danach ein. Die Notfalleinlage erfordert:

  • Zeitliche Kapazität (auch kurzfristig)
  • Bei GyneFIX®: Spezielle Schulung und Zertifizierung

Viele Praxen haben volle Terminkalender und können keine kurzfristigen Notfalleinlagen anbieten. Vor allem am Wochenende oder an Feiertagen wird es schwierig.

„Wollten die Pille danach kaufen aber es ist 3 Uhr nachts an einem Sonntag bzw. Samstag auf Sonntag Nacht und keine Notfall apotheke hat auf!“

Terminvermittlung: Wir organisieren dir einen Notfalltermin

Du kannst in unserem Praxisfinder gezielt nach GyneFIX®-Praxen in deiner Nähe suchen, die die Einlage als Notfallverhütung anbieten. In deiner Notsituation übernehmen wir die Terminvermittlung jedoch gerne für dich. Fülle dafür diese Online-Formular aus und wir organisieren dir den schnellstmöglichen Notfalltermin in deiner Umgebung für die Einlage der Kupferkette GyneFIX® ›› Formular ausfüllen

Was tun, wenn kein Arzt erreichbar ist?

Gynäkologische Notaufnahme: Universitätskliniken und größere Krankenhäuser haben oft gynäkologische Ambulanzen, die auch Spiraleinlagen durchführen.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Unter Tel.: 116 117 erreichst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst, der dich an eine erreichbare Praxis oder Klinik vermitteln kann.

Doppelstrategie: Im Notfall (z.B. Wochenende, kein Arzt erreichbar) kannst du überbrückend die Pille danach nehmen und am nächsten Werktag zusätzlich die Spirale danach einlegen lassen. Die Spirale danach ist sicherer und bietet Langzeitschutz, die Pille danach überbrückt die Zeit bis zur Einlage.

Notfallverhütung und Stillen: Was musst du beachten?

Wenn du gerade Mutter geworden bist, stillst und eine Verhütungspanne hast, gelten besondere medizinische Richtlinien. Die Wahl der Notfallverhütung muss sowohl deine Gesundheit als auch die deines Babys berücksichtigen.

  • Levonorgestrel: Dieser Wirkstoff gilt in der Stillzeit als sicher (WHO MEC Kategorie 1). Levonorgestrel geht zwar in die Muttermilch über, jedoch nur in minimalen Mengen. Laut WHO und DGGG haben diese geringen Konzentrationen keine negativen Auswirkungen auf das gestillte Kind. Du kannst nach der Einnahme normal weiterstillen.
  • Ulipristalacetat: Hier ist Vorsicht geboten (WHO MEC Kategorie 2). Der Wirkstoff wird in höheren Konzentrationen in die Muttermilch ausgeschieden. Die medizinischen Leitlinien (WHO, DGGG, FSRH) empfehlen daher, das Stillen nach der Einnahme für eine Woche (7 Tage) zu unterbrechen. In dieser Zeit sollte die Muttermilch abgepumpt und verworfen werden, um die Milchproduktion aufrechtzuerhalten.

Die Kupferkette als Notfall- und Langzeitlösung nach der Geburt

Das hormonfreie Kupfer-Intrauterinpessar (Kupferspirale oder Kupferkette GyneFIX®) ist in der Stillzeit die sicherste und effektivste Option der Notfallverhütung.

Wichtig: Das richtige Timing nach der Geburt
Nach der WHO-Leitlinie kann ein Kupfer-IUD zur Notfallverhütung bereits ab 4 Wochen (28 Tagen) nach der Geburt eingesetzt werden. In den ersten vier Wochen postpartum ist eine Einlage nicht empfohlen, da sich die Gebärmutter noch zurückbildet und das Risiko für Ausstoßung (Expulsion) oder Verletzung der Gebärmutterwand (Perforation) erhöht ist.

Vorteile der Kupferkette in der Stillzeit:

  • Hormonfrei: Keine Beeinflussung der Muttermilch in Qualität oder Menge.
  • Sofortiger Langzeitschutz: 5 Jahre Verhütung nach der Notfalleinlage.
  • Kein Einfluss auf den Zyklus: Natürlicher Hormonhaushalt bleibt erhalten.
  • Sofortige Fruchtbarkeit nach Entfernung: Bei weiterem Kinderwunsch kann die Kupferkette jederzeit entfernt werden. Die Fruchtbarkeit kehrt unmittelbar zurück, eine Schwangerschaft ist sofort wieder möglich.

„Ich habe mir die Kupferkette 6 Wochen nach der Geburt einsetzen lassen, nach einer Kondompanne. Ich stille voll und wollte keine Hormone. Jetzt bin ich entspannt geschützt und wenn wir in 2-3 Jahren Kind Nummer 2 wollen, wird sie einfach entfernt.“

Wie funktioniert hormonelle Notfallverhütung wirklich?

Oft herrscht Unsicherheit darüber, was die Pille danach im Körper genau bewirkt. Das European Consortium for Emergency Contraception hat in Zusammenarbeit mit TED-Ed ein anschauliches Video veröffentlicht, das die biologischen Vorgänge wissenschaftlich korrekt visualisiert: Video ansehen

Die wichtigste Erkenntnis aus dem Video zusammengefasst:

Die Pille danach verschiebt den Eisprung, sodass Spermien und Eizelle nicht zusammentreffen können. Die Pille danach:

  • verhindert keine Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle.
  • führt keinen Schwangerschaftsabbruch herbei.
  • wirkt nicht, wenn der Eisprung bereits stattgefunden hat.

Kann ich die Kupferkette nach der Notfalleinlage behalten?

Ja. Aus Notfall wird Langzeitverhütung, das Doppel-Prinzip der Kupferkette GyneFIX®:

  • Sofortschutz: Verhindert die Schwangerschaft nach der Verhütungspanne.
  • 5 Jahre Langzeitschutz: Kann nach der Notfalleinlage liegen bleiben.
  • Hormonfreiheit: Keine Libidoverlust, keine Gewichtszunahme, keine Stimmungsschwankungen.

Erfahrungsberichte mit GyneFIX® als Notfallverhütung

„Die erste Kupferkette war Notfallverhütung, die 2. aus Überzeugung“ – Viele Frauen entdecken die Kupferkette erst in einer Notfallsituation und sind dann so überzeugt, dass sie nach 5 Jahren eine neue einlegen lassen.

„Nach mehreren Verhütungspannen mit Schwangerschaftsabbruch und Pille danach hatte ich jeden Monat nur noch Panik wieder schwanger zu sein, jetzt bin ich entspannt“, beschreibt eine Anwenderin. Die Kupferkette beendet den Zyklus aus Angst, Verhütungspanne und Pille danach.

„Kondom gerissen, deshalb notfallmäßig GyneFix.“

„Es wurde sofort reagiert, als ich das Gynefix als Notfall einsetzen lassen wollte und es wurde sich um mich total toll gekümmert. [...]“

Hilfetelefon Schwangere in Not

Das bundesweite Hilfetelefon Schwangere in Not ist jederzeit für dich da, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Du kannst unter 0800 4040020 anrufen oder dich online per Chat und E-Mail auf www.hilfetelefon-schwangere.de melden. Die Beratung ist kostenlos, anonym und vertraulich. Du musst deinen Namen nicht nennen. 

Egal, welche Gefühle du hast, sie sind berechtigt, und du darfst sie aussprechen.

FAQ: Häufige Fragen zur Notfallverhütung

Ist dein Zyklus unregelmäßig oder möchtest du dich doppelt absichern, so ist es ratsam, eine zuverlässige Option der Notfallverhütung in Betracht zu ziehen, die auch nach dem Eisprung schützt und eine ungewollte Schwangerschaft verhindert. Dazu zählt die Kupferkette GyneFIX®. Wichtig ist, dass du schnell handelst und entsprechende Maßnahmen einleitest.

Notfallverhütung in Form der Pille danach ist in Apotheken als Medikament rezeptfrei erhältlich.

Die Spirale danach muss schnellstmöglich von einer Ärztin oder einem Arzt eingesetzt werden. Melde dich am besten sofort in deiner Frauenarztpraxis und schildere die Dringlichkeit deines Anliegens. Ziehst du in Erwägung, dir die Kupferkette GyneFIX® als Spirale danach einsetzen zu lassen, aber deine Stammgynäkologin oder dein Stammgynäkologe bietet sie nicht an, so nutze gerne unseren Praxisfinder und filtere die Suche nach Notfallverhütung oder unsere kostenlose  Terminvermittlung.

Die Kupferkette GyneFIX® als Spirale danach sollte so schnell wie möglich und muss spätestens am fünften Tag nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingesetzt werden.

Es ist verständlich und normal, sich unsicher zu fühlen. Natürlich ist es ratsam, den eigenen Monatszyklus so gut es geht kennenzulernen. Je mehr Sicherheit du mit dem zeitlichen Verlauf deines Zyklus hast, desto mehr Selbstvertrauen hast du, auch wenn dir mal ein Malheur passiert. Zusätzlich solltest du Rücksprache mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen halten, um Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen, die dir mehr Sicherheit mit der Verhütung geben.

Ja. Notfallverhütung wirkt unmittelbar nach Einnahme der Pille danach oder der Einlage einer Spirale danach und verhindert effektiv eine Befruchtung.

Nach Einnahme der Pille danach können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Zyklusstörungen und Zwischenblutungen auftreten. Eine regelmäßige Anwendung der Pille danach wird nicht empfohlen, da sie zu stärkeren Zyklusstörungen führen kann.

Vereinbare jetzt deinen Termin! Erfahrene GyneFIX®-Ärztinnen und Ärzte beraten dich einfühlsam und vertraulich.

Quellen

MEDIZINISCHE LEITLINIEN

[1] World Health Organization (2025)
Medical eligibility criteria for contraceptive use, 6th edition. Geneva: WHO. ISBN: 978-92-4-011558-3

[2] Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) (2024)
S2k-Leitlinie: Nicht-hormonelle Empfängnisverhütung, Teil 2. AWMF-Registernummer: 015-095

[3] Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) (2020)
S3-Leitlinie: Hormonelle Kontrazeption. AWMF-Registernummer: 015/015

[4] Faculty of Sexual and Reproductive Healthcare (FSRH) (2023)
Clinical Guideline: Emergency Contraception. London: FSRH

PEER-REVIEWED STUDIEN

[5] Glasier, A., et al. (2010)
Ulipristal acetate versus levonorgestrel for emergency contraception. The Lancet, 375(9714), 555-562

[6] Edelman, A. B., et al. (2016)
Impact of obesity on oral emergency contraception. Contraception, 94(6), 605-608

[7] Turok, D. K., et al. (2014)
Emergency contraception with copper IUD or oral levonorgestrel: observational study of 1-year pregnancy rates. Contraception, 89(2), 222-228

[8] Festin, M. P., et al. (2017)
Effect of BMI and body weight on pregnancy rates with LNG as emergency contraception. Contraception, 95(1), 50-54

DEUTSCHE FACHZEITSCHRIFTEN

[9] Rabe, T., & Albring, C. (2014)
Notfallkontrazeption – ein Update. FRAUENARZT, 55

[10] Ludwig, M. (2016)
Hormonsprechstunde: Wechselwirkungen bei hormoneller Notfallkontrazeption. FRAUENARZT, 57(11), 1060-1062

[11] Gyn-Depesche (2018)
„Pille danach” – Bei Adipösen weniger effektiv? Gyn-Depesche 4(2018), 12

SYSTEMATISCHE REVIEWS

[12] Shen, J., et al. (2019)
Interventions for emergency contraception (Cochrane Review). Cochrane Database Syst Rev 2019, Issue 1. Art. No.: CD001324

[13] Gemzell-Danielsson, K., et al. (2013)
Mechanism of action of emergency contraception. Contraception, 88(3), 404-409

INFORMATIONSPORTALE

[14] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Familienplanung.de: Notfallverhütung. www.familienplanung.de

[15] European Consortium for Emergency Contraception (ECEC) (2020)
IENK-Empfehlungen 2020 (Internationale Empfehlungen zur Notfallkontrazeption)

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