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Was ist der Kupferball und wie wirkt er?

Der Kupferball (auch Kupferperlenball oder Ballerine® genannt) ist ein hormonfreies Verhütungsmittel auf Kupferbasis. Er wird in die Gebärmutterhöhle gelegt und wirkt ähnlich wie die klassische Kupferspirale. Der Kupferball besteht aus einem elastischen Faden mit Formgedächtnis, auf dem mehrere kleine Kupferperlen aufgefädelt sind. In der Gebärmutter formt sich dieser Faden zu einer Kugel. Die Kupferperlen geben dann kontinuierlich Kupferionen in die Gebärmutter ab, wodurch die folgende verhütende Wirkung erreicht wird:

Die kontinuierlich freigesetzten Kupferionen beeinträchtigen die Beweglichkeit der Spermien. Die Fähigkeit der Spermien, sich fortzubewegen, wird so weit eingeschränkt, dass sie nicht mehr in der Lage sind, die Eizelle zu befruchten.

Spermien, die sich nicht bewegen, sind einer Befruchtung nicht mehr fähig.

Das Kupfer des Kupferballs verändert den Zervixschleim so, dass es den Spermien zusätzlich erschwert wird, die Gebärmutter zu erreichen und in diese einzudringen. Die Zähflüssigkeit des Schleims schränkt die Spermien zusätzlich in ihrer Beweglichkeit ein und wirkt als eine mechanische Barriere der Fortbewegung.

 

Die Kupferionen des Kupferperlenballs beeinflussen die Gebärmutterschleimhaut. Die veränderte Beschaffenheit an der Schleimhaut macht es der Eizelle unmöglich, sich dort einzunisten. Sollte es demnach doch zu einer Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium gekommen sein, wird schlussendlich hier die Einnistung der befruchteten Eizelle verhindert.

Warum den Kupferperlenball als Verhütungsmittel wechseln?

Zur Sicherheit des Kupferballs als Verhütungsmittel gibt es nur wenige und nicht sehr aussagekräftige Studienergebnisse. Vermutlich ist der Kupferperlenball ungefähr so sicher wie die klassische Kupfer-T-Spirale. Studien zeigten, dass der Kupferball bei

  • 80 von 1000 Frauen (8 %) in den ersten drei Monaten nach der Einlage verrutschte, und teilweise entfernt werden musste.
  • circa 50 von 1000 (5 %) Frauen ausgestoßen wurde.

Diese Unsicherheit könnte sich auf das Sexleben auswirken, wenn die Gedanken ständig um die Verhütung kreisen. Zudem wäre eine ungewollte Schwangerschaft für viele Frauen sehr belastend, weshalb eine zuverlässigere Verhütungsmethode unabdingbar ist. Wie sicher welche Verhütungsmethode tatsächlich ist, erklären wir dir ausführlich in unserem Artikel „Pearl-Index: Verlässlichkeit von Verhütungsmitteln erklärt“.

Nebenwirkungen des Kupferballs

Der Kupferball kann in den ersten Monaten nach der Einlage zu stärkeren und längeren Monatsblutungen, Zwischenblutungen sowie Krämpfen und Unterleibsschmerzen führen. Diese Beschwerden nehmen in der Regel jedoch nach einigen Monaten wieder ab. Seltener treten ernstere Komplikationen wie Infektionen im Beckenbereich (PID), Ausstoßungen des IUB (Intrauterine Ball), Perforationen oder eine operative Entfernung auf. Außerdem können Anämie, allergische Reaktionen, Rückenschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie Beschwerden des Partners durch die Fäden vorkommen. Wir entnehmen diese Informationen der Packungsbeilage des Ballerine® (Download).

Im Vergleich dazu wird die Kupferkette GyneFIX® als IUD (Intrauterine Device) aufgrund ihres kleinen, flexiblen Designs meist als besser verträglich erlebt. Auch hier sind anfangs stärkere Blutungen und Krämpfe möglich, langfristig berichten viele Nutzerinnen jedoch über ein natürlicheres Blutungsmuster und weniger dauerhafte Beschwerden als bei starren oder kugelförmigen Kupfersystemen wie dem Kupferball oder der klassischen Kupferspirale.

Was muss ich beim Entfernen des Kupferballs beachten?

Viele Frauen möchten heutzutage bewusst und im Einklang mit ihrem natürlichen Zyklus verhüten und diesen nicht mit Hormonen beeinflussen oder unterdrücken. Dieser positiven Einstellung gegenüber Verhütung ohne Hormone kommt der Kupferperlenball entgegen. Aufgrund der Nebenwirkungen oder Unsicherheit bezüglich der Verlässlichkeit entscheiden sich Frauen dennoch für einen Wechsel hin zu einem alternativen Verhütungsmittel auf Kupferbasis.

Nach der Entfernung ist der Empfängnisschutz sofort aufgehoben. Wenn du nicht schwanger werden möchtest und sexuell aktiv bist, solltest du unmittelbar eine andere Verhütungsmethode anwenden oder dich am besten schon vor dem Termin für eine Alternative wie die Kupferkette GyneFIX® entscheiden. Gegenbefalls kannst du dir diese im selben Termin einsetzen lassen und einen nahtlosen Übergang ohne Verhütungslücke gestalten. Um den optimalen Zeitpunkt für dich bestimmen zu können, solltest du dir vorab ein paar Fragen stellen:

Warum möchte ich den Kupferball entfernen lassen?

Wie möchte ich anstatt des Kupferperlenballs verhüten?

Die Suche nach einer Verhütungsmethode ist eine sehr persönliche und besonders heutzutage fällt es vielen Frauen schwer, eine passende Methode für sich zu finden. Dabei war das Angebot noch nie so groß wie heute. Obwohl die Wahl von vielen individuellen Faktoren abhängt, gibt es ein paar Grundfragen, die dir bei der Wahl helfen können, deine Auswahl einzugrenzen:

Die Beantwortung dieser Frage wird dir dabei helfen, deine Auswahl erheblich einzugrenzen. In dieser Entscheidung spielen Aspekte wie Gesundheit und persönliche Präferenzen eine wichtige Rolle. Generell sollte dir bewusst sein, dass dieser Entschluss sehr vielschichtig ist und meistens nicht einfach beantwortet werden kann.

  • Die hormonelle Verhütung bietet dir eine hohe Sicherheit und kann sich in bestimmten medizinischen Fällen wie z.B. Endometriose positiv auf Beschwerden, dein Blutungsmuster und dein Wohlempfinden auswirken. Dennoch verursacht die hormonelle Verhütung wie mit der Pille und auch der Hormonspirale systemische Nebenwirkungen und birgt auf eine lange Anwendungszeit hin gewisse Gesundheitsrisiken.
  • Die hormonfreie Verhütung kann mindestens genauso sicher sein: Mehr dazu in unserem Artikel

    Pearl-Index: Verlässlichkeit von Verhütungsmitteln erklärt. Der wichtigste Punkt hierbei ist, dass die hormonfreie Verhütung dir eine natürliche Körpererfahrung möglich macht, während du vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt bleibst. Oft besteht der Wunsch nach einer körperbewussten Verhütungsmethode, die im Einklang mit dem natürlichen Zyklus funktioniert. In diesem Fall bieten sich Verhütungsmethoden wie eine Kupferspirale, darunter auch die Kupferkette GyneFIX® sowie Barrieremethoden (Kondom / Frauenkondom, Diaphragma) als Ergänzung zur natürliche Familienplanung an. 

Eine umfassende Beratung mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt hilftdir dabei, eine Entscheidung zu treffen.

Bei der Suche nach einer passenden Verhütungsmethode solltest du dich fragen, wie viel Aufwand du bereit bist, für deine Verhütung aufzubringen. Meistens ist diese Frage eng mit deinem Lebensstil verknüpft.

  • Verhütungsmethoden mit wenig Aufwand wie die Kupferkette GyneFIX® bieten dir den Vorteil, dass du nicht täglich und bei jedem Geschlechtsverkehr daran denken musst. Viele schätzen ein fit-and-forget-Prinzip, besonders dann, wenn man eher einen hektischen Lebensalltag hat.
  • Verhütungsmethoden mit mehr Eigeninitiative wie die NFP-Methoden, aber auch die Verwendung von Kondomen oder dem Diaphragma, benötigen Disziplin und Sorgfalt. Hier spielen Planung und eine stetige Aufmerksamkeit eine große Rolle. Ein regelmäßiger und zuverlässiger Lebensstil ist für diese Methoden von Vorteil. Manche Frauen berichten, dass sie den höheren Aufwand und die intensivere Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und der Partnerschaft als positiv wahrnehmen.

Wichtig bei dieser Entscheidung ist, dass du dich ehrlich fragst, wie viel Bequemlichkeit du brauchst und wie intensiv du dich zukünftig mit deinem Zyklus auseinandersetzen möchtest. Zusätzlich spielt auch die aktuelle Lebenssituation eine entscheidende Rolle.

Das eigene Sexualleben ist sehr persönlich und wird von jedem unterschiedlich gestaltet. Bei wechselnden Partnern spielen jedoch der gesundheitliche Aspekt und die Frage nach der Verantwortung eine nochmals größere Rolle. Das liegt daran, dass das Risiko für Infektionen davon abhängt, mit wie vielen verschiedenen Personen eine Frau und ihr Partner Sexualkontakte haben. Deshalb kommt in diesem Fall zusätzlich zum Verhütungsaspekt noch der Schutz der eigenen Gesundheit hinzu. Bis heute sind das Kondom und das Frauenkondom die einzigen Verhütungsmittel, die in dieser Hinsicht Schutz bieten. Darum solltest du zu deinem Schutz immer zusätzlich mit Kondom verhüten!

Bedenke allerdings, dass eine Verhütung, ausschließlich auf Kondomen basiert, keinen sehr zuverlässigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bietet. Es ist daher sinnvoll, das Kondom als Ergänzung zu einer bereits bestehenden Verhütungsmethode zu verwenden.

Heutzutage gewinnt auch die Beziehung zwischen unserem Verhalten und der ökologischen Vertretbarkeit immer mehr an Bedeutung. Viele wünschen sich, nach nachhaltigen Standards handeln und entscheiden zu können. Wiederverwendbare Verhütungsmittel wie eine Hormonspirale oder Kupferspirale oder ein  Diaphragma können da mit ihrer Langwirksamkeit punkten. Spielt das Thema Nachhaltigkeit für dich eine große Rolle, solltest du auf hormonelle Verhütungsmethoden eher verzichten. Hormone zählen auch als Abfallprodukt und landen meistens im natürlichen Wasserkreislauf, da sie über unsere Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können. Die Verwendung von Kondomen produziert generell viel Müll und kommt oft nicht ohne Tierversuche aus, allerdings gibt es auch hier Ansätze und Marken, die Alternativen schaffen und tierversuchsfrei und vegan herstellen.

Am besten schneiden jedoch die Kupferkette GyneFIX®, eine Kupferspirale, Goldspirale und die natürliche Familienplanung (NFP) ab. Bei den IUD (Intrauterine Devices) überzeugt vor allem auch die lange Anwendungszeit hinsichtlich des Nachhaltigkeitsaspekts. Die Kupferkette kann einmal eingesetzt, je nach GyneFIX® Modell, bis zu 5 oder sogar 10 Jahre ohne Sicherheitsverlust angewendet werden.

Was sagen Frauen, die vom Kupferball zur Kupferkette gewechselt sind?

Die Erfahrungen aus unseren Registrierungen zeigen, dass 2,1 % der Kupferkette-Anwenderinnen zuvor mit Kupferperlenball verhütet haben. Wir haben Statements und Erfahrungsberichte der betroffenen Frauen gesammelt und die Originaltexte ungefiltert veröffentlicht.

› Statements lesen

FAQ: Häufige Fragen zum Kupferperlenball

Die Entfernung des Kupferballs kann kurz unangenehm sein, viele Frauen empfinden den Schmerz aber als deutlich geringer als bei der Einlage. Habe im Hinterkopf, dass das Schmerzempfinden von Frau zu Frau stark variiert, und lasse dich von negativen Erfahrungsberichten deiner Mitfrauen nicht zu sehr abschrecken.

Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass das Entfernen einer Kupferkette im Vergleich zur Entfernung des Kupferballs deutlich sanfter ausfällt. Das liegt daran, dass der Kupferball über ein sogenanntes Formgedächtnis verfügt und damit etwas mehr Widerstand leistet, wenn er durch den Muttermund gleitet, als das filigrane GyneFIX® Modell.

Grundsätzlich kann jede gynäkologische Praxis in Deutschland den Kupferball über den Rückholfaden entfernen. 

Ein direkter Wechsel vom Kupferball auf die Kupferkette GyneFIX® ist oft im selben Termin möglich, wenn deine Gebärmutter die dafür erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Bedenke, dass die Kupferkette von geschulten Frauenärztinnen und Frauenärzten eingesetzt wird und informiere dich im Vorhinein in einer GyneFIX® Praxis in deiner Nähe.

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Du brauchst vorab mehr Informationen? Nimm online an unserem Zoom-Meeting mit Experte Dr. Ansgar Pett teil. Er blickt auf über 30 Jahre Erfahrung mit GyneFIX® zurück.

Du hast noch Fragen?

Unser Experte Dr. Ansgar Pett geht beim Online-Infoabend via Zoom auf deine Fragen rund um die GyneFIX®  ein.

gynaekologe dr ansgar pett