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Die Hormonspirale hat einen Pearl-Index¹ von 0,7, die Kupferspirale von 0,8 und Kupferkette GyneFIX® erreicht 0,2. Der wichtigste Unterschied liegt aber nicht nur in der Sicherheit, sondern in der systemischen Wirkung: Laut Fachzeitschrift FRAUENARZT kann eine Hormonspirale auch systemische Nebenwirkungen verursachen. Alle Fakten im direkten Vergleich.

Mach dir immer wieder bewusst, dass die Entscheidung zur Hormonspirale oder Kupferspirale eine sehr persönliche ist und du die Antwort darauf eher nicht im Internet findest. Frag dich vorerst, was dir an deiner Verhütung wichtig ist, und sieh die Informationen im Internet als zusätzliche Unterstützung zu einer fachlichen Beratung durch eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen an. Grundsätzlich gilt die Frage, ob du eine Verhütung ohne Hormone oder mit Hormonen bevorzugst. Es gibt jedoch einige weitere Parameter, die dir bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen.

In der unten stehenden Tabelle findest du eine weitere Hilfestellung zu deinem Entscheidungsprozess, ob Hormonspirale oder Kupferspirale. Wir haben die beiden unterschiedlichen Arten der Spirale einmal in ihrer Wirkweise, den Nebenwirkungen und der Verhütungssicherheit gegenübergestellt. Das soll dir helfen, die Unterschiede zwischen Hormonspirale und Kupferspirale richtig zu verstehen. Gleichzeitig verdeutlicht es dir, welche der beiden Arten einer Verhütungsspirale deinen persönlichen Vorlieben mehr entspricht.

[Tabelle] Hormonspirale oder Kupferspirale + Pearl-Index

Hormonspirale Kupferspirale
Wirkung Abgabe des Hormons Gestagen Abgabe von Kupferionen
Menstruation (erste 6 Monate) länger und unregelmäßig länger und stärker
Monatszyklus ausgeschaltet nicht beeinflusst
Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Gewichtsveränderungen, Stimmungsschwankungen, verringerte Libido, Haarausfall und Akne möglich keine bekannt
Anwendungsdauer 3 oder 5 Jahre 5 oder 10 Jahre
Pearl-Index¹ (typical-use) 0,7 0,8 (klassische Kupferspirale)
GyneFIX®: 0,2

Hinweise zur Tabelle

¹Der angegebene Pearl-Index-Wert entspricht dem typical use. Dieser Wert misst die Sicherheit einer Verhütungsmethode unter realen Bedingungen und schließt mögliche Anwendungsfehler mit ein. Mehr dazu im Artikel zum Pearl-Index.

Quellen: WHO MEC, Trussell J. (2011), Herstellerangaben GyneFIX®, Skovlund et al., Fachzeitschrift FRAUENARZT 08/2023

Stand: Juli 2026 | Hinweis: Diese Tabelle ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über die für dich geeignete Verhütungsmethode. Fragen zur Kupferkette GyneFIX® kann eine im Praxisfinder gelistete Praxis am verlässlichsten beantworten. Dort betreuen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig GyneFIX®-Patientinnen und können dich auf Basis dieser Erfahrung individuell beraten.

Was genau passiert in deinem Körper?

  1. Eine Hormonspirale

    gibt das Hormon Gestagen in die Gebärmutter ab, was dazu führt, dass

    • der Zervixschleim am Gebärmutterhals verdickt wird.
    • der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut vermindert oder gar verhindert wird.

    So wird die Befruchtung der Eizelle unmöglich gemacht.

  2. Eine Kupferspirale

    gibt kontinuierlich Kupferionen in die Gebärmutter ab, sodass ihre verhütende Wirkung darin besteht, dass

    • die Bewegungsfähigkeit der Spermien eingeschränkt wird, indem in der Gebärmutterschleimhaut Leukozyten und Prostaglandine freigesetzt werden.

    Schlussendlich verhindert der Untergang der Spermien, bevor sie der Eizelle zu nahe kommen, eine Schwangerschaft.

Wirkt (doch nicht) lokal ?!

„Der Medizinreport im Deutschen Ärzteblatt vom Jahr 2020 mit dem Titel ›Depressionen unter der Hormonspirale‹ macht noch einmal deutlich, dass das LNG-IUP eben nicht nur eine lokale, sondern auch eine systemische Wirkung entfaltet, die sich auch in Stimmungsänderungen manifestieren kann. So konnten Skovlund et al. nachweisen, dass Frauen unter einer hormonellen Kontrazeption ein höheres Risiko haben, ein Antidepressivum zu brauchen im Vergleich zu Frauen ohne hormonelle Kontrazeption.“

Aha! Da scheint es also doch einen Einfluss auf den Hormonhaushalt zu geben, ähnlich wie bei der Pille und anderen hormonellen Verhütungsmethoden. Es steht außer Frage, dass die hormonelle Wirkung einer Hormonspirale nicht mit jener eines oralen Kontrazeptivums gleichzusetzen ist. Jedoch ist der Mythos, dass eine Hormonspirale ausschließlich lokal in der Gebärmutter wirkt, auch nicht als wahr einzustufen. 

Wir zitieren noch einmal Frau Prof. Dr. med. Christine Skala aus der Fachzeitschrift FRAUENARZT 08/2023: Neben den überwiegend lokalen Effekten ist aber auch eine geringe systemische Hormonwirkung zu erwarten und auch nachweisbar. Es ist also von Interaktionen des Levonorgestrels mit der Hypothalamus-Hypophysen-Ovar-Achse auszugehen.

„Die Hormonspirale tat beim Einsetzen sehr weh. Ich hatte sie ca. ein Jahr. Ich hatte jede Woche ca. zweimal Krämpfe, bei denen mir heiß wurde und ich durch meinen Atem die Schmerzen wegatmen musste. Außerdem hatte ich starke Stimmungsschwankungen und eine gedrückte Stimmung, seitdem ich sie hatte.“

Besser als die klassische Kupferspirale: GyneFIX®

Ein Klassiker der hormonfreien Verhütung, neu erfunden!

Die Kupferkette GyneFIX® stellt eine sichere Verhütung ohne Hormone dar und passt sich dank ihres einzigartigen Designs den individuellen und sich verändernden Gegebenheiten der Gebärmutter an. Die Kupferkette setzt einerseits auf das bereits bewährte Wirkprinzip der klassischen Kupferspirale und verzichtet andererseits auf den starren Kunststoffrahmen mit Querarmen (T). Dank dieser schlanken Bauweise ist die Kupferkette die kleinste Spirale auf dem deutschen Markt. Es gibt drei GyneFIX® Modelle mit entweder 5 oder 10 Jahren Verhütungsschutz, die sich letztlich auch mit einem günstigen Kostenprofil revanchieren, auf den Anwendungszeitraum betrachtet.

kupferkette gynefix

Spirale entfernt - und nun?

Sobald die Spirale entfernt ist, egal ob Hormonspirale oder Kupferspirale, kannst du per se wieder schwanger werden. Der Verhütungsschutz ist aufgehoben, sobald die Spirale nicht mehr in der Gebärmutter sitzt. Da beide Verhütungsmittel lokal wirken, setzt die Fruchtbarkeit in der Regel sofort wieder ein. Hast du also einen Kinderwunsch und möchtest schwanger werden? Spirale raus und los geht’s!

  • Wir haben gelernt, dass die Hormonspirale durchaus doch nicht nur lokal auf den Körper einwirkt. Es ist also zu erwarten, dass nach Entfernen der Hormonspirale einige Zeit vergehen kann, bis sich der natürliche Menstruationszyklus und damit auch die Fruchtbarkeit wieder regeneriert hat. 

Wusstest du, dass du die Kupferspirale auch problemlos frühzeitig entfernen lassen kannst, wenn du planst, schwanger zu werden? Viele Frauen glauben, dass sie sich für 5 oder 10 Jahre festlegen auf das Nichtschwangersein: Du bleibst flexibel in der Familienplanung!

Fazit: Was ist also besser für mich?

Darauf können wir dir leider endgültig keine Antwort geben, denn zum einen hast du die Entscheidung in der Hand, mit der Grundfrage: Möchte ich mit oder ohne Hormone verhüten? Und zum anderen solltest du dich hinsichtlich deiner persönlichen Lebenssituation und gesundheitlichen Voraussetzungen von einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen gründlich beraten lassen:

In unserem Praxisfinder kannst du in deiner Nähe eine GyneFIX®-Praxis finden und schnell und einfach einen Termin vereinbaren.

Wir können dir aber sagen, dass die Kupferkette GyneFIX® für Frauen jeden Alters, in vielerlei besonderen Lebenssituationen geeignet ist und jene Nebenwirkungen umgeht, die hormonelle Verhütungsmittel häufig mit sich bringen.

FAQ: Häufige Fragen zu Hormonspirale Kupferspirale

Nein. Die Kupferspirale greift nicht in den natürlichen Hormonhaushalt ein und lässt deinen Zyklus unverändert. Zu Beginn können Periode und Regelblutung etwas stärker werden, jedoch reguliert sich die Blutungsstärke mit der Zeit wieder auf das natürliche Niveau ein.

Das ist ein weitverbreiteter Irrtum: Auch die Hormonspirale kann systemische Wirkungen entfalten, also den Körper über die Gebärmutter hinaus beeinflussen. Eine Studie, zitiert in der Fachzeitschrift FRAUENARZT (08/2023), zeigt, dass Frauen unter hormoneller Verhütung häufiger Antidepressiva benötigen als Frauen ohne Hormone. Mögliche Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, verringerte Libido oder Kopfschmerzen sind daher auch bei der Hormonspirale nicht auszuschließen.

Beide Spiralen werden in die Gebärmutter eingesetzt (intrauterin) und schützen zuverlässig vor Schwangerschaft. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass die Hormonspirale das Hormon Gestagen abgibt und die Kupferspirale Kupferionen, demnach wirkt sie hormonfrei. Wer auf Hormone verzichten möchte, wählt eine Kupferspirale.

Ja. Sobald eine Kupferspirale entfernt wird, setzt die Fruchtbarkeit in der Regel sofort wieder ein, weil sie rein lokal wirkt und keine Hormone im Körper verbleiben. Bei der Hormonspirale kann es etwas länger dauern, bis sich der natürliche Zyklus wieder stabilisiert.

Für beide Spiralen gilt, dass du sie zu jedem Zeitpunkt frühzeitig entfernen lassen kannst, wenn ein Kinderwunsch besteht.

GyneFIX® ist eine Kupferkette ohne den starren Kunststoffrahmen (T) klassischer Spiralen, was sie zur kleinsten und flexibelsten hormonfreien Spirale macht. Sie passt sich der Gebärmutter individuell an, da sie frei in der Gebärmutterhöhle baumelt und somit die geringstmögliche Kontaktfläche zur Gebärmutterschleimhaut aufweist.

Hormonfrei wechseln: GyneFIX® im selben Termin einsetzen

Die Kupferkette GyneFIX® kann am selben Termin eingesetzt werden, an dem die Hormonspirale entfernt wird. Im Praxisfinder findest du eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen in deiner Nähe, der den Wechsel vornehmen kann.

¹Bei den zum Pearl-Index angegebenen Daten handelt es sich um den typical-use Wert. Dieser Wert gibt die Sicherheit einer Verhütungsmethode unter realen Bedingungen an und schließt mögliche Anwendungsfehler mit ein. In unserem Beitrag zum Pearl-Index haben wir dir dazu alles im Detail erklärt.

Sicherer verhüten: GyneFIX® minimiert das Verrutsch-Risiko.

Die Kupferkette GyneFIX® wird direkt im Gebärmuttermuskel verankert. Das senkt das Risiko eines Verrutschens signifikant. Im Praxisfinder findest du eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen in deiner Nähe.

Sicherer verhüten: GyneFIX® minimiert das Verrutsch-Risiko.

Die Kupferkette GyneFIX® wird direkt im Gebärmuttermuskel verankert. Das senkt das Risiko eines Verrutschens signifikant. Im Praxisfinder findest du eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen in deiner Nähe.

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Nutze unseren Buchungsservice! Wir organisieren dir einen Termin für das Einsetzen der Kupferkette GyneFIX®

Du brauchst vorab mehr Informationen? Nimm online an unserem Zoom-Meeting mit Experte Dr. Ansgar Pett teil. Er blickt auf über 30 Jahre Erfahrung mit GyneFIX® zurück.

Du hast noch Fragen?

Unser Experte Dr. Ansgar Pett geht beim Online-Infoabend via Zoom auf deine Fragen rund um die GyneFIX®  ein.

gynaekologe dr ansgar pett