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Wie wirkt die Kupferkette/ Kupferspirale bei der Einnahme von Schmerzmitteln?

Die Kupferkette GyneFIX®  gehört zu den  beliebtesten Verhütungsmethoden bei Frauen weltweit. Doch gibt es Bedenken hinsichtlich der Wirkung von Schmerzmitteln auf die Verhütungswirkung von Kupfer. Wir werfen einen Blick auf die Forschung und klären, ob diese Medikamente tatsächlich Einfluss auf die Verhütungssicherheit nehmen.

wie wirkt die Kupferkette bei Schmerzmitteln

Die Kupferkette GyneFIX® und andere kupferhaltige IUPs  bieten langfristigen Schutz vor ungewollten Schwangerschaften ohne tägliche Einnahme oder Anwendung zu erfordern. Allerdings stand bisher noch nicht fest, inwiefern sich eine langfristige oder kurzfristige Einnahme von Schmerzmitteln (Ibuprofen, Paracetamol, etc…) auf die Verhütungssicherheit auswirkt.

Laut neuster Herstellerinformation1 gibt es erst mal Entwarnung. Bis heute gibt es keine Hinweise darauf, dass eine kurzfristige oder langfristige Einnahme von Schmerzmitteln einen Einfluss auf die Verhütungssicherheit der Kupferkette hat. Ganz im Gegenteil wird eine Behandlung mit Schmerzmitteln bei starken Regelschmerzen sogar empfohlen.2

Bei der Einnahme von starken entzündungshemmenden Schmerzmitteln z.B. Schmerzmittel zur Behandlung einer Krebserkrankung, solltest Du davor auf jeden Fall mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt sprechen.

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Bei den untersuchten Schmerzmitteln handelte es sich überwiegend um nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) und Kortikoide. 

NSAR (englisches Synonym: NSAID) sind gut wirksame Medikamente zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber. Hierunter fallen eine Vielzahl von Wirkstoffen, darunter auch die sehr bekannten Substanzen Acetylsalicylsäure (Aspirin), Diclofenac, Ibuprofen und Paracetamol.

Kortikoide Umgangssprachlich wird der Begriff „Kortison“ oft für künstlich hergestellte Medikamente verwendet, die ähnliche Wirkweisen haben wie die körpereigenen Hormone.

Forschung zur Verhütungssichrheit bei Schmerzmitteln

Frühere Forschung:

Vor 20 bis 30 Jahren gab es Studien, die auf die Möglichkeit hinwiesen, dass die empfängnisverhütende Wirkung von Kupferspiralen bei Frauen, die entzündungshemmende Medikamente wie Aspirin und Kortikoide einnahmen, beeinträchtigt sein könnte. Allerdings zeigten bisherige Erfahrungen, dass die kurzfristige Anwendung solcher Medikamente die Verhütungswirkung nicht beeinträchtigt.

Aktuelle Forschung:

Aktuelle Forschungen, einschließlich umfangreicher Studien und wissenschaftlicher Literaturübersichten haben ergeben, dass die kurzfristige Anwendung von entzündungshemmenden Medikamenten insbesondere bei der Behandlung von Menstruationsbeschwerden empfohlen wird. Außerdem gibt es  weltweite keine Regulierungsbehörde und auch keine in der EU, die behauptet, dass diese Medikamente die Wirksamkeit von Kupferspiralen verringern.

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Was sagt die WHO?

Die klinischen Einschätzungen und Empfehlungen der WHO 4, 5 zur Verwendung von IUDs besagen, dass die Verwendung von Kupferspiralen während einer immunsuppressiven Behandlung in folgenden Fällen in Ordnung ist:

  1. Wenn die Vorteile der Verwendung dieser Methode in der Regel größer sind als die theoretischen oder nachgewiesenen Risiken.
  2. Wenn es keine Einschränkungen gibt, die gegen die Verwendung dieser Verhütungsmethode sprechen.
Schmerzmittel wirkt Kupferkette GyneFIX

Kurz gesagt, die WHO sagt, dass es in einigen Fällen sicher ist, Kupferspiralen zu verwenden, selbst wenn man eine immunsuppressive Behandlung (Einnahme von Schmerzmitteln) erhält, solange die Vorteile die Risiken überwiegen und es keine speziellen Einschränkungen gibt.

Ergebnisse und Zusammenfassung

Nach der neusten Studienlage kannst Du als Kupferkette GyneFIX® – Trägerin unbesorgt Schmerzmittel einnehmen, wenn Du Sie benötigst, ohne Dir Sorgen um deinen Verhütungsschutz machen zu müssen. Wenn Du noch mehr Sicherheit möchtest, kannst Du gerne noch zusätzlich Kondome verwenden, allerdings wird das als Maßnahme noch nicht mal empfohlen. Du profitierst auch bei der Einnahme von Schmerzmitteln von einer sicheren und bequemen Langzeitverhütung.

Abschließend lässt sich sagen, dass es bisher keine überzeugenden Beweise dafür gibt, dass schmerzlindernde Medikamente die Wirksamkeit der Kupferkette beeinträchtigen. Nach 50 Jahren weltweiter Anwendung bei Millionen von Frauen hat keine Aufsichtsbehörde bisher eine Warnung bezüglich eines schwächeren Verhütungsschutzes bei der Einnahme von Schmerzmitteln herausgegeben. Das kupferbasierte Verhütungsspiralen an Sicherheit einbüßen ist daher sehr unwahrscheinlich.

Quellen

  1. CONTREL EUROPE nv. „Effect of anti-inflammatory and immunosuppressant drugs on GyneFix®/Gyn-CS®“ -Version 1.0
  2. Grimes D., Hubacher D., Lopez L.M. and K.F. Schulz. 2006. “Non-steroidal anti-inflammatory drugs for heavy bleeding or pain associated with intrauterine-device use – Review”. Cochrane Database of Systematic Reviews. https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD006034.pub2/full.
  3. Godfrey E., Folger S., Jeng G., Jamieson D. and K. Curtis. 2013. “Treatment of bleeding irregularities in women with copper-containing IUDs: a systematic review”. Contraception. Volume 87, Issue 5, May 2013, Pages 549-566. https://doi.org/10.1016/j.contraception.2012.09.006.
  4.  Thonneau P., Almont T., De la Rochebrochard E. and M. Bernard. 2006. “Risk factors for IUD failure: results of a large multicentre case–control study”. Human Reproduction, Volume 21, Issue 10, October 2006, Pages 2612–2616. https://doi.org/10.1093/humrep/del208.
  5. USAID, Johns Hopkins, WHO. 2018. “Family Planning. A global handbook for providers”. Evidence-based guidance developed through worldwide collaboration. Updated 3rd edition. WHO, Johns Hopkins and United States Agency for International development. https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/260156/9780999203705-eng.pdf.
  6. WHO, 2015. “Medical eligibility criteria for contraceptive use (page 211)”. World Health Organization. Fifth edition. https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/181468/9789241549158_eng.pdf

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