Kupferkette GyneFIX® im MRT
Du fragst dich, ob du mit deiner Kupferkette GyneFIX® ein Röntgen, ein CT oder ein MRT durchführen lassen kannst? Wir erkären es dir. (Wissenschaftlicher Stand: Juli 2025)
Du trägst die Kupferkette GyneFIX® und eine Röntgen- oder MRT-Untersuchung steht bei dir zeitnah an? Keine Sorge, auch falls es in deiner radiologischen Praxis behauptet wird, musst du dir dafür nicht die Kupferkette entfernen lassen. Das ist ein Irrglaube, der sich leider hartnäckig hält. Damit du gewappnet bist, haben wir hier für dich und für deine betreuenden Ärztinnen und Ärzte alles zu GyneFIX® und Röntgen- bzw. MRT-Sicherheit zusammengetragen. Es kann auch helfen, im Arztgespräch auf die Informationen hier auf der Seite zu verweisen, um diesen Mythos endlich loszuwerden.
GyneFIX® und MRT
Die Kupferkette GyneFIX® und die GYN-CS® sind MR Conditional.
Das bedeutet, dass Patientinnen mit diesen Verhütungsimplantaten unter bestimmten Bedingungen sicher in einem Magnetresonanztomografen (MRT) untersucht werden können.¹ Nichtklinische Studien bestätigten, dass die GyneFIX® bei der Benutzung von MRT-Systemen getragen werden kann, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Bei dem Apparat handelt es sich um ein statisches Magnetfeld 1,5 Tesla und 3 Tesla, mit
- maximaler räumlicher Feldgradient von 12.900 G/cm (129 T/m)
- maximaler Kraftprodukt von 229.000.000 G2/cm (229 T2/m)
- theoretisch geschätzter maximaler spezifischer Absorptionsrate (SAR) für den gesamten Körper (WBA) von 2 W/kg (Normalbetriebsmodus)
Die Ergebnisse der nichtklinischen Studie gelten für folgende GyneFIX® Modelle: GyneFIX® 200, GyneFIX® 330, GyneFIX® 10 sowie GYN-CS® 3 und GYN-CS® 10.
Wichtig für dich ist, dass diese Voraussetzungen Standardwerte beschreiben. Die meisten Kliniken nutzen MRT-Geräte mit einem statischen Magnetfeld von 1.5 oder 3 Tesla. Trotzdem solltest du zur Sicherheit in deiner radiologischen Praxis im Vorhinein nachfragen, ob die oben angegebenen Kriterien bei deiner Untersuchung erfüllt sind. Außerdem solltest du grundsätzlich das medizinische Personal über deine Kupferkette GyneFIX® informieren, damit Untersuchungsergebnisse richtig gedeutet werden können.
„Frauen mit einer Kupferspirale [...] müssen nach einem MRT nicht um ihre kontrazeptive Sicherheit fürchten.“
Fachzeitschrift FRAUENARZT 02/2024
¹Inzwischen gibt es auch MRT-Verfahren, welche ein statisches Magnetfeld von 7 Tesla nutzen. Für diesen Fall können wir keine Aussagen machen. Lass dich daher unbedingt von dem medizinischen Personal in der radiologischen Praxis beraten.
Wie kann das MRT die GyneFIX® beeinflussen?
Das Implantat wird im MRT nur leicht wärmer, um maximal 3 bis 5 Grad. Der Unterschied zur Umgebung ist aber sehr gering (höchstens 1 Grad). Das ist demnach unbedenklich.
Die Kräfte, die das Magnetfeld auf die GyneFIX® oder die GYN-CS® ausübt, sind winzig und deutlich schwächer als die natürliche Schwerkraft. Die Kette bleibt sicher an seinem Platz.
Die GyneFIX® oder die GYN-CS® kann im MRT kleine Störungen (Schatten) im Bild verursachen, die etwa so groß wie ein 1-Cent-Stück sind. Das beeinträchtigt meist nur die Bildqualität im direkten Bereich des Implantats. Falls die Darstellung des Bereiches unmittelbar beim Implantat relevant ist, muss im Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt erwogen werden, ob die GyneFIX® oder die GYN-CS® entfernt werden muss.
GyneFIX® und Röntgen oder CT
Das Tragen der GyneFIX® stellt bei der Röntgenuntersuchung, egal welcher Art, kein Problem dar. Du kannst mit der Kupferkette in deiner Gebärmutter bedenkenlos ein Röntgenbild erstellen oder auch andere Röntgenverfahren wie eine Computertomografie (CT) durchführen lassen. Deine GyneFIX® wird nicht mobilisiert und kann somit auch nicht verrutschen. Ein Kontrolltermin bei einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen im Nachgang ist auch nicht notwendig.
FAQ: Häufige Fragen zu GyneFIX® im MRT
Wir zitieren aus der Fachzeitschrift FRAUNEARZT 02/2024: „Es kam weder zu einer Bewegung des IUD noch wurde es gegenüber dem Gel stärker erhitzt, die Temperatur stieg um 0,4 °C.“
Eine gynäkologische Kontrolle nach der MRT-Untersuchung mit GyneFIX® Spirale ist in der Regel nicht zwingend erforderlich, kann aber bei Beschwerden oder Unsicherheiten sinnvoll sein. Falls du dich für eine Nachuntersuchung entscheidest, ist es ratsam, in der Zeit, bis deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt die korrekte Position der Kupferkette festgestellt hat, zusätzlich zu verhüten.
Noch verunsichert?
Weder die Informationen hier noch die Beratung in deiner radiologischen Praxis konnten dir oder auch deiner Ärztin oder deinem Arzt Klarheit verschaffen? Dann zögere nicht und kontaktiere den Hersteller selbst! Sende eine E-Mail, vorzugsweise auf Englisch, an info@contrel.de und beschreibe uns deine Situation.
[Quelle: Unser Hersteller CONRTEL Europe]