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Kondom gerissen - was tun?

Wenn das Kondom gerissen ist, zählt jede Minute, aber in den meisten Fällen lässt sich eine Schwangerschaft verhindern. Laut Studien reißen etwa 2 von 100 Kondomen, und das nicht, weil sie fehlerhaft konzipiert sind, sondern aufgrund falscher Anwendung oder ungeeigneter Größe. Zu große Kondome reißen häufiger als zu kleine, da sie innen zu viel Reibung zulassen und dadurch stärker gespannt werden. Bei geplatzten Kondomen (seltener Fall) liegt der Fehler häufig ebenfalls bei der falschen Größe oder unsachlicher Lagerung (Wärme, Druck), was die Kondome spröde und weniger reißfest macht.

Kondom gerissen? Erste Hilfe danach

Wenn das Kondom gerissen oder geplatzt ist, gilt es, Ruhe zu bewahren und zügig zu handeln. Sperma kann bei Rissen oder Abrutschen von Kondomen in die Scheide gelangen, was folglich das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft erhöht. Entscheidend ist, wie viel Zeit seit dem Geschlechtsverkehr vergangen ist. Die Pille danach“ ist rezeptfrei erhältlich und kann bis zu 72 Stunden (Levonorgestrel) bzw. 120 Stunden (Ulipristalacetat) eingenommen werden, wirkt aber umso besser, je früher sie angewendet wird. 

Gehe nach dem Riss des Kondoms am besten direkt in eine gynäkologische Praxis oder eine Apotheke. Dort erhältst du nicht nur die Notfallverhütung, die du dir wünschst, sondern auch Beratung zu deinem Verhütungsmittel und zu möglichen Infektionsrisiken. Nur intakte Kondome schützen vor Geschlechtskrankheiten: Habe demnach die Gefahr, dir eine STI (Sexually Transmitted Infection) eingefangen zu haben, genauso im Hinterkopf, wie die Gefahr, ungewollt schwanger sein zu können. Möchtest du dich zuerst selbst informieren, so kannst du dir den Abschnitt zur Notfallverhütung bei diesem Referat anschauen.

Gibt es eine hormonfreie Notfallverhütung?

Ja. Wer auf Hormone verzichten möchte, kann bei gerissenem Kondom statt auf die Pille danach zurückzugreifen, auf eine hormonfreie Notfalllösung setzen: Eine Spirale danach. Dazu zählen die Kupferkette GyneFIX® sowie die klassischen Kupferspiralen. Beide geben lokal Kupferionen in die Gebärmutter ab, die die Beweglichkeit der Spermien hemmen und eine Befruchtung verhindern. Im Gegensatz zur Pille danach, welche bei bereits stattgefundenem Eisprung ihre Wirkung verliert, wirken Spiralen danach unabhängig vom Zeitpunkt des Eisprungs und beeinflussen den Zyklus darüber hinaus nicht.​ Überdies bleibt dir diese Methode nach der Einlage als Notfallverhütung als langfristiger Schutz erhalten und kann als sichere reguläre Verhütung weiterverwendet werden, ganz ohne hormonelle Nebenwirkungen oder täglichen Aufwand. So schützt du dich mit deiner Notfallverhütung Spirale danach gleich vor möglichen zukünftigen Verhütungspannen.

Welches Zeitfenster für Notfallverhütung?

Das Zeitfenster für eine wirksame Notfallverhütung ist begrenzt, nachdem ein Kondom gerissen ist. Innerhalb der ersten 5 Tage nach dem ungeschützten Sex kann auch eine Kupferspirale oder die Kupferkette GyneFIX® eingesetzt werden, sie verhindert eine Befruchtung oder Einnistung zuverlässig und ohne Hormone.​

Bei der Pille danach ist das Zeitfenster enger, 72h bis 120h, vorausgesetzt, der Eisprung hat noch nicht stattgefunden.

So benutzt du ein Kondom richtig

Das Kondom wird vor dem Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis abgerollt. Öffne die Verpackung des Kondoms erst, wenn es losgeht, und vermeide bloß die Verwendung einer Schere oder eines anderen spitzen Gegenstandes, denn dieser könnte das Kondom beschädigen! Achte darauf, darauf zu achten, dass das Reservoir an der Spitze zusammengedrückt wird, um Lufteinschlüsse zu vermeiden, die das Risiko eines Reißens erhöhen. Nach der Ejakulation sollte das Kondom bei noch erigiertem Penis vorsichtig und unter Festhalten am Rand entfernt und hygienisch im Restmüll entsorgt werden. Vor jeder Anwendung ist ein neues, unversehrtes und nicht abgelaufenes Kondom zu verwenden.

›› Alle Details zur Verwendung eines Kondoms findest du in unserem Artikel Kondom / Frauenkondom benutzen

FAQ: Häufige Fragen zu Kondom gerissen

Bewahre Ruhe, aber handle schnell. Je kürzer der Geschlechtsverkehr zurückliegt, desto besser lässt sich eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Kontaktiere möglichst bald deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt oder nutze die GyneFIX® Terminvermittlung, um einen schnellen Notfalltermin zu vereinbaren. Lasse dich im Zweifel auch auf sexuell übertragbare Krankheiten testen.

Schau dir das Kondom nach dem Sex gemeinsam mit deinem Sexualpartner genau an, indem du es vorsichtig auseinanderziehst, so erkennst du kleine Löcher oder Risse.​ Du kannst das Kondom auch mit Wasser volllaufen lassen und prüfen, ob an einer Stelle Wasser austritt.
Besteht Unsicherheit und es gab Kontakt mit Sperma, solltest du trotzdem von einer Verhütungspanne ausgehen und dich zeitnah zu Notfallverhütung beraten lassen.

Außerhalb der fruchtbaren Tage ist das Risiko für eine Schwangerschaft zwar geringer, aber nicht gleich Null, weil sich Eisprung und Zyklus verschieben können. Abgesehen davon geht mit dem Austritt von Sperma aus dem Kondom nicht nur ein Schwangerschaftsrisiko einher, sondern gleichermaßen die Gefahr, sich mit einer sexuell übertragbaren Infektion anzustecken. Je nachdem, ob du und dein Sexualpartner getestet seid, sollte eine mögliche Infektion ärztlich ausgeschlossen werden.

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